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Studien zu Literatur und Recht in Russland und der Ukraine von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart
Weshalb haben sich die seit der Wende für Russland und die Ukraine gehegten Hoffnungen auf institutionellen Wandel und Rechtsstaatlichkeit nicht erfüllt? Der Band dokumentiert Ergebnisse der Forschungsprojekte »Erzählte Justiz in Russland: Narrative Übersetzungen einer Rechtsordnung, 1864–1917« und »Recht und Rhetorik im Postsozialismus«.
Der Band erforscht zwei Modernisierungsetappen der russischen und ukrainischen Justiz. In Konkurrenz zur Literatur illustrieren Anwälte seit der Justizreform (1864) mit Fallbeschreibungen als »narrativen Übersetzungen von Rechtsordnung« ihre Plädoyers. »Recht und Rhetorik« wiederum untersucht ›Paratexte‹ wie den Justizjournalismus, die die jüngeren Rechtsreformen begleiten.
Die Frage nach der Gerechtigkeit beschäftigt die Philosophie seit der Antike. Doch stellt sich mit Blick auf die Vielfalt der Gerechtigkeitsvorstellungen in historischer wie interkultureller Perspektive die Frage, ob die Suche nach einem universellen Prinzip des Gerechten angesichts der Vielschichtigkeit des Phänomens überhaupt erfolgreich sein kann. Inwiefern es daher sinnvoller erscheint, von einer irreduziblen Pluralität der Gerechtigkeit auszugehen, wird in den Beiträgen dieses Sammelbandes aus unterschiedlichen Blickwinkeln heraus diskutiert. Im Fokus stehen die Suche nach einer interkulturellen Perspektive auf drängende Gerechtigkeitsprobleme unserer Zeit sowie die Frage nach dem Verhältnis der Gerechtigkeit zu anderen normativen Ansprüchen und deren Quellen wie Liebe oder Humanität.
‘She burst across the revolutionary sky like a blazing meteor, dazzling all in her path,’ Trotsky wrote. For the poet Boris Pasternak, she was Lara, the heroine of his novel Doctor Zhivago. Commissar, revolutionary fighter, espionage agent, journalist, Larisa Reisner (1895–1926) was a model for the ‘new woman’ of the Russian Revolution, and one of its most popular and brilliant writers, whose works were published in mass editions and read by millions. Her life is set against the world-shaking events of 1917, and draws on material recently released from the Soviet archives to tell her story through the memories of those close to her, her own voluminous writings, and her six books, published for the first time together by Brill with this biography.
Eine politische Prosaik der Literatur
Dieses Buch verortet eine politische Dimension der Literatur auf der Formebene des Prosaschreibens: Die Prosa vermittelt zwischen künstlerischer und sozialer Rede sowie zwischen literarischen und politischen Ordnungsformen.
Der erste Teil des Buches verfolgt Reflexionen über das Prosaschreiben in der russischen Literatur zwischen den 1820er Jahren und der Gegenwart, macht komparatistische Ausblicke und stellt fest: Mit dem Prosaschreiben wird immer wieder eine engagierte Haltung der Literatur innerhalb der Gesellschaft verbunden. Dieser historische Diskurs korrespondiert mit der theoretischen Tradition, ein ethisch-politisches Potenzial in der literarischen Prosaform zu erkennen (Jean-Paul Sartre, Roland Barthes, Michail Bachtin, Jacques Rancière). Im zweiten Teil des Buches wird durch Einzellektüren eine literarische Ästhetik des Widerspruchs herausgearbeitet, die mit dem politischen Konzept der Prosa zusammenhängt.
Poetry in Poland and China Since 1989
Author: Joanna Krenz
In Search of Singularity introduces a new “compairative” methodology that seeks to understand how the interplay of paired texts creates meaning in new, transcultural contexts. Bringing the worlds of contemporary Polish and Chinese poetry since 1989 into conversation with one another, Joanna Krenz applies the concept of singularity to draw out resonances and intersections between these two discourses and shows how they have responded to intertwined historical and political trajectories and a new reality beyond the human. Drawing on developments such as AI poetry and ecopoetry, Krenz makes the case for a fresh approach to comparative poetry studies that takes into account new forms of poetic expression and probes into alternative grammars of understanding.
Neben der gut erforschten Verfremdungsästhetik des russischen Formalismus entwickelt sich in den 1920er Jahren in der frühen Sowjetunion eine bislang wenig rezipierte philosophische Ästhetik. Kristallisationspunkte dieser „Formal-Philosophischen Schule“ waren zwei akademische Institutionen: Die GAChN, die in Moskau von Anfang bis Ende der 20er Jahre tätige „Staatliche Akademie der Kunstwissenschaften“, und das in Leningrad beheimatete GIII, das „Staatliche Institut für Kunstgeschichte“, das schon 1912 gegründet und ebenfalls Anfang der 1930er Jahre liquidiert wurde.
Die Auswahl der zum ersten Mal in deutscher Übersetzung versammelten Texte dieser Anthologie sowie die dazugehörigen Kommentare konzentrieren sich auf literatur- und kunstwissenschaftliche sowie allgemein ästhetische Fragestellungen. Daneben werden aber auch Studien zur bildenden Kunst und zum Film sowie zu einzelnen Themen der empirischen Kunstwissenschaft präsentiert.
Die Texte sind vier Themenbereichen zugeordnet: Allgemeine Kunstwissenschaft, Philosophische Ästhetik (u.a. G. Špet, B. Jarcho, G. Vinokur); Literaturwissenschaft (V. Vinogradov, B. Grifcov u.a.); Bildende Kunst (V. Kandinskij, A. Cires, A. Gabričevskij, u.a.); Theater und Film (L. Gurevič, N. Žinkin, V. Turkin). Hinzu kommt eine Auswahl von Lexikonartikeln der Projekt gebliebenen „Enzyklopädie der Kunstwissenschaften“.
Author: Helen Sills
If, as Robert Craft remarked, ‘religious beliefs were at the core of Stravinsky’s life and work’, why have they not figured more prominently in discussions of his works?
Stravinsky’s coordination of the listener with time is central to the unity of his compositional style. This ground-breaking study looks at his background in Russian Orthodoxy, at less well-known writings of Arthur Lourié and Pierre Souvtchinsky and at the Catholic philosophy of Jacques Maritain, that shed light on the crucial link between Stravinsky’s spirituality and his restoration of time in music.
Recent neuroscience research supports Stravinsky’s eventual adoption of serialism as the natural and logical outcome of his spiritual and musical quest.
Volume Editor: Vladimer Luarsabishvili
This book intends to present Mamardashvili’s philosophical perspective on modern society by exemplifying in different ways its distinctive contribution to the greater philosophical landscape. The authors aim to define both Mamardashvili’s place in the history of philosophy—among the currents of twentieth-century European thought and, in particular, phenomenology—and his relations with authors like Hegel, Proust, Deleuze, and Wittgenstein, while identifying the basic methodological instruments and substantive concepts of his thought—language, migration, citizenship, or “the freedom of complaint.” The volume will be useful both for preparatory courses (by supplying an introduction to Mamardashvili’s thought and forming the key necessary concepts) and for advanced research exigencies, allowing a professional audience to discover the remarkable insights of Mamardashvili’s philosophy.
In: Phänomenologische und empirische Kunstwissenschaften in der frühen Sowjetunion
In: Phänomenologische und empirische Kunstwissenschaften in der frühen Sowjetunion