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Author: Jacob Boas
In Cultural Criticism in the Netherlands, 1933-40, Jacob Boas offers a broad selection of the newspaper columns of legendary Dutch cultural critic Menno ter Braak. Ter Braak’s columns are noteworthy not only for their distinctive treatment of disparate cultural components ranging from literature to the social sciences, but also for the light they throw on the extent to which politics intruded on the cultural sphere in the years prior to the outbreak of war.
Ter Braak set a standard for literary criticism of surpassing quality. Moreover, a staunch advocate of democracy, the critic joined the battle against fascism, urging fellow intellectuals to rise to the occasion. The ‘conscience of Dutch letters’ killed himself on the eve of the German occupation, May 1940.
Die geheimen weltpolitischen Vierergespräche der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Bundesrepublik Deutschland, 1973-1981
Author: Nicholas Lang
Im Herbst 1975, auf dem Höhepunkt der Krise an der NATO-Südflanke, schufen die USA, Großbritannien, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland ein neuartiges Konsultationsinstrument zur Koordination ihrer Außenpolitik.
Die Studie untersucht, wie die vier westlichen Führungsmächte diese Vierergespräche auf thematischer wie struktureller Ebene soweit ausbauten, dass diese bis Anfang der 1980er Jahre Züge eines westlichen Direktoriums herausbildeten. Lang zeigt, welche Interessen und Strategien die Vier dabei verfolgten und welche Ergebnisse die Abstimmung zeitigte. Dabei wird verdeutlicht, wie die Vier die Institutionalisierung ihrer Vierergespräche gegen den zeitweise erbitterten Widerstand der nicht beteiligten Bündnispartner vorantrieben. Dies betraf allen voran die italienischen Verbündeten, die ihre Marginalisierung innerhalb des westlichen Bündnisses befürchteten.
Nuklearer Alltag und atomarer Notfall in der Schweiz
Author: Sibylle Marti
„Strahlen im Kalten Krieg“ untersucht den politischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Umgang mit radioaktiver Strahlung in der Schweiz.
Im Kalten Krieg avancierten Atombomben zur bedeutendsten Bedrohung, Kernkraftwerke versprachen riesige Mengen an Energie, und Radioisotope befeuerten biomedizinische Forschungen. Strahlen bündelten die Zukunftsversprechen und Visionen, aber auch die Ängste und Bedrohungsvorstellungen der Epoche. Die Studie nimmt Akteure aus Militär, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in den Blick. Sie zeigt auf, wie in der Schweiz seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mit Strahlen umgegangen wurde. Sie beleuchtet nicht nur die Vorbereitungen auf einen künftigen Atomkrieg, sondern auch die Vorkehrungen für einen nuklearen Alltag. Die Geschichte von Strahlen und den gegen sie ergriffenen Schutzmaßnahmen gibt Aufschluss über die noch wenig erforschte politische Kultur der Schweiz im Kalten Krieg.
Erinnerungspolitik und historische Kontroversen in der Bundesrepublik 1945-1980. Übersetzt von Charlotte P. Kieslich
Wurden Papst Pius XII. und die katholische Kirche nach 1945 wegen ihres Verhaltens während der Herrschaft der Nationalsozialisten unverhältnismäßig in den Fokus gerückt?
Mark Edward Ruff untersucht die heftigen Kontroversen über das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem NS-Regime, die in der Bundesrepublik zwischen 1945 und 1980 ausbrachen – etwa über Rolf Hochhuths Schauspiel „Der Stellvertreter“ von 1963. Er beleuchtet dabei, warum diese kulturellen Gefechte so viel Kraft kosteten, die Schlagzeilen beherrschten, Klagen vor Gericht auslösten und zum Einschreiten von Außenministerien führten. Nach Ruff waren diese Kontroversen über die Beziehung zwischen Kirche und Nationalsozialismus oftmals Stellvertreterkriege um die Positionierung der Kirche in der „modernen“ Welt – in der Politik, internationalen Beziehungen und den Medien. Im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen standen in den meisten Fällen Konflikte, die durch die gestiegene politische Bedeutung des Katholizismus und die Integration katholischer Bürgerinnen und Bürger in die Mitte der Gesellschaft ausgelöst wurden.
The EU is to-day at a crossroad: either it becomes a great supranational union or it goes back to being an array of separate independent states. Alberto Martinelli and Alessandro Cavalli draw a grand fresco of the society in which the European Union is taking shape. Long term social and cultural trends and main current developments in economics and politics are synthetically outlined. Key questions of identity and nationalism, immigration and inequality, welfare and economic governance, are thoroughly analysed. Main cleavages, conflicts of interest and different visions of member states, as well as institutional reforms and crisis management strategies are critically discussed. A detailed proposal for advancing the process of political integration concludes the volume.
A History of Cerebral Anthropology
Since the second half of the eighteenth century, generations of scientists persisted in studying the relationships between the volume, weight or shape of the human brain and the degree of ‘intelligence’. In Pogliano’s book, the thread of time drives the narrative up to the mid-twentieth century. It investigates the duration and changes of a game that was intrinsically political, although having to do with bones and nervous matter. Races made its main object, during a long period when Western culture believed the human species to be naturally partitioned into a number of discrete types, with their innate and hereditary traits. Never leading to irrefutable achievements, the polycentric (as well as visual) enterprise herein described is full of growing tensions, doubts, and disillusionment.
IGAD and the Role of Regional Mediation in Africa
Author: Irit Back
Irit Back’s book From Sudan to South Sudan: IGAD and the Role of Regional Mediation in Africa comprehensively analyses the full achievements, shortcomings, and implications of IGAD (Intergovernmental Authority on Development) mediation efforts in Sudan and South Sudan. IGAD’s active mediation was a primary force behind the 2005 Comprehensive Peace Agreement (CPA) between the south and the north that eventually resulted in South Sudan’s declaration of independence in 2011. The euphoria of this historic achievement was, however, almost immediately overshadowed by internal strife, which has, since 2013, escalated to a large-scale conflict in the new-born nation that demanded IGAD’s renewed mediation efforts.

The book offers readers new insights and perspectives to apply when seeking to develop a more balanced understanding of Africa’s contemporary conflicts and the efforts to resolve them. More specifically, the book will also help readers to better comprehend the potential role of regional mediation in East Africa, a region with a turbulent history in the post-Cold War era.
Der Kampf der DDR-Führung gegen die Solidarność 1980/81
Author: Filip Gańczak
1980 entsteht in Polen die freie Gewerkschaft Solidarność. DDR-Staatschef Erich Honecker plädiert dafür, sie mit allen Mitteln zu bekämpfen und ist notfalls bereit, sich an einer militärischen Intervention der Warschauer-Pakt-Staaten zu beteiligen, wie ein polnischer Wissenschaftler aufdeckt.
Der polnische Wissenschaftler Filip Gańczak analysiert detailliert alle Schlüsselentscheidungen der DDR-Führung, die nach dem August 1980 in Zusammenhang mit der Lage in Polen getroffen wurden. Die erste von ihnen war, an der Grenze zur VR Polen einen „Cordon sanitaire“ zu errichten. Die zweite Entscheidung, der VR Polen wirtschaftliche Hilfe zu gewähren, erfolgte auf sowjetischen Druck hin, zeigte aber wenig Wirkung. Die ostdeutsche Führung drängte folglich auf eine gewaltsame Lösung der „polnischen Krise“. Die fehlende Entscheidung Moskaus für einen Einmarsch in Polen veranlasste Erich Honecker nach Alternativen zu suchen, wie die „Konterrevolution“ im östlichen Nachbarland zu unterdrücken sei. An der Vorbereitung des Kriegsrechts in Polen war er maßgeblich beteiligt, wie der Autor anhand zahlreicher Aktenfunde belegt.

Democracy and Electoral Politics in Zambia aims to comprehend the current dynamics of Zambia’s democracy and to understand what was specific about the 2015/2016 election experience. While elections have been central to understanding Zambian politics over the last decade, the coverage they have received in the academic literature has been sparse. This book aims to fill that gap and give a more holistic account of contemporary Zambian electoral dynamics, by providing innovative analysis of political parties, mobilization methods, the constitutional framework, the motivations behind voters’ choices and the adjudication of electoral disputes by the judiciary. This book draws on insights and interviews, public opinion data and innovative surveys that aim to tell a rich and nuanced story about Zambia’s recent electoral history from a variety of disciplinary approaches.

Contributors include: Tinenenji Banda, Nicole Beardsworth, John Bwalya, Privilege Haang’andu, Erin Hern, Marja Hinfelaar, Dae Un Hong, O’Brien Kaaba, Robby Kapesa, Chanda Mfula, Jotham Momba, Biggie Joe Ndambwa, Muna Ndulo, Jeremy Seekings, Hangala Siachiwena, Sishuwa Sishuwa, Owen Sichone, Aaron Siwale, Michael Wahman.
Die Nuklearexportpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1970–1979
Author: Dennis Romberg
Die westdeutsche Atomindustrie der 1970er Jahre hatte ein Absatzproblem: Hochsubventioniert in den 1950er und 1960er Jahren, sollte sie nun die langersehnten Exporterfolge erzielen.
Die sozialliberale Koalition förderte aktiv den Export von Atomkraftwerken, Uran-Anreicherungsanlagen und Wiederaufbereitungstechnologie an diktatorische Regimes in Lateinamerika, Südafrika und den Iran. Unter dem Schlagwort „Einbindung durch Kooperation“ setzte sie sich gegen schärfere internationale Kontrollen und Absprachen ein. Laxe Sicherheitsbestimmungen beim Export waren ein Standortvorteil für die Atomkraftwerke made in Germany. Dennis Romberg analysiert die Nuklearexportpolitik der Bundesrepublik in den 1970er Jahren systematisch und umfassend. Er betrachtet dabei die Nuklearexporte der Bundesrepublik im Zusammenspiel mit der außenpolitischen Emanzipation der Bundesregierung, den Konflikten mit den USA, der innenpolitischen Kritik der aufkommenden Anti-AKW-Bewegung und dem internationalen Kontrollregime zur Nichtverbreitung von Atomwaffen.