Eine ethnographische Untersuchung zur sprachlichen Praxis am Nachmittag
Author: Farina Böttjer
Mittels teilnehmender Beobachtungen werden die sprachlichen Praktiken innerhalb des untersuchten Ganztags differenziert beleuchtet und analysiert.
Einem ethnografischen Forschungsstil folgend wird der Frage nach der Rolle von Familiensprachen im Offenen Ganztag einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen nachgegangen. Es wird herausgearbeitet, wie und von wem Familiensprachen relevant gemacht, eingefordert oder restriktiv behandelt werden und was die Situationen kennzeichnet, in denen Familiensprachen eine Rolle spielen. Im Ergebnis zeigen sich widersprüchliche Praktiken, die je nach involvierten Personen, Kontexten und Settings variieren. Die Studie trägt dazu bei, das bislang noch wenig untersuchte Feld des Offenen Ganztags innerhalb der Forschung zu mehrsprachigen Praktiken im Bildungssystem zu erschließen.
László Moholy-Nagy zwischen Friedrich Schiller und einer Ästhetik der Moderne
Author: Clemens Bach
Der Avantgardekünstler László Moholy-Nagy (1895–1946) hinterließ neben seinen zahlreichen künstlerischen Werken ein umfassendes theoretisches Œuvre, dessen Kerngedanke als kritischer Neuhumanismus lesbar ist: Die Pädagogik der Kunst birgt im Angesicht einer kapitalisierten Welt die Hoffnung auf die Hervorbringung ganzer Menschen zum Zweck einer befreiten Gesellschaft.
Ausgehend von dieser These untersucht die Studie systematisch die Reflexionen Moholy-Nagys und verortet sie zwischen der ästhetischen Bildungstheorie Friedrich Schillers und einer modernen Ästhetik am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einer historischen Perspektive werden dabei die für Moholy-Nagy relevanten Referenzquellen rekonstruiert: Konzepte des Bauhauses, der Naturwissenschaft und der Reformpädagogik um 1900 sind in seinen Schriften ebenso aufzufinden wie Aspekte des Anarchismus und Marxismus sowie vielfältiger pädagogischer und philosophischer Positionen.
Editor: Stephen Rowley
European Perceptions of China and Perspectives on the Belt and Road Initiative is a collection of fourteen essays on the way China is perceived in Europe today. These perceptions – and they are multiple – are particularly important to the People’s Republic of China as the country grapples with its increasingly prominent role on the international stage, and equally important to Europe as it attempts to come to terms with the technological, social and economic advances of the Belt and Road Initiative.

The authors are, on the whole, senior academics specializing in such topics as International Relations and Security, Public Diplomacy, Media and Cultural Studies, and Philosophy and Religion from more than a dozen different European countries and are involved in various international projects focussed on Europe-China relations.
Bildungsphilosophische Öffnungen im Anschluss an Roberto Espositos politisches Denken
In der vorliegenden Studie wird das Werk des italienischen Philosophen Roberto Esposito auf mögliche Anschlüsse an erziehungswissenschaftliche Diskurse untersucht.
Politische wie pädagogische Theorie und Praxis sind darauf angewiesen, zeitweise feste Fundamente anzunehmen und Kontingenz zu schließen. Dies kann heute nur noch im Bewusstsein um die Unmöglichkeit einer Letztbegründung oder universellen Schließung geschehen. Für die Theorie bedeutet das, die Offenlegung von Kontingenz als relevante Aufgabe zu verstehen. Die Analyse ausgewählter Schriften Roberto Espositos zeigt in diesem Sinne, dass dessen zentrale Begriffe sowohl in der politischen Philosophie als auch in der erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung von Bedeutung sind: Vom (Im)Politischen führt der hermeneutische Pfad über die Politisierung des Gemeinschaftsbegriffs, die Konzeption eines Paradigmas der Immunität bis zur Affirmativen Biopolitik und einer Dekonstruktion des Personenbegriffs. Von dort aus ergeben sich Denkangebote für bildungsphilosophische Diskurse und exemplarische Handlungsfelder.
Bild und Bilddidaktik im christlich-islamischen Dialog
Religion lebt in Bildern. Bilder stiften Gemeinschaft. Gleichzeitig ziehen Bilder Grenzen zwischen Menschen. In diesem Spannungsfeld erforscht die vorliegende Arbeit Kriterien eines angemessenen Umgangs mit religiöser Bildlichkeit in interkulturellen und interreligiösen Lernsituationen.
Diese interdisziplinäre Forschungsarbeit im Schnittbereich von Religions- und Kunstpädagogik analysiert die Bedeutung verbildlichter Religion für das interkulturelle und interreligiöse Lernen zwischen Menschen christlicher und islamischer Prägung. Dazu untersucht der Autor zentrale Verbildlichungen des Christentums und des Islams vor dem Hintergrund imaginationstheoretischer und bildwissenschaftlicher Erkenntnisse und im Abgleich mit religionspädagogischen und kunstpädagogischen Bildumgangskonzepten. Darauf aufbauend entwickelt er Grundlagen einer interkulturellen und interreligiösen Bilddidaktik und legt dar, welchen Beitrag Religions- und Kunstpädagogik zu einem mündigen Umgang mit kulturellen Figurationen im Allgemeinen und mit religiösen Verbildlichungen im Speziellen leisten können.
Eine Festschrift für Gabriele Kniffka
Volume Editors: Petra Gretsch and Nadja Wulff
Der Band umspannt das nach wie vor bildungspolitisch drängende Thema Deutsch-als-Zweitsprache und Deutsch-als-Fremdsprache mit Fokus auf die besonderen Anforderungen an Lehr- und Ausbildungskräfte in schulischen sowie berufsbildenden Kontexten.
Die Festschrift greift zentrale Forschungsfelder rund um den Erwerb des Deutschen als Zielsprache in Bildungsinstitutionen auf, die sich vorrangig mit dem Namen Gabriele Kniffka verbinden. Im ersten Teil werden praxisrelevante Konzepte zum Aufbau sprachlicher Fertigkeiten vorgestellt. Der zweite Teil spiegelt die sprachliche wie schriftsprachliche Komplexität schulischer Lehr-Lern-Prozesse auf der Ebene der Professionalisierung von Lehrkräften wider. Im dritten Kapitel werden Fach- und Berufssprachen hinsichtlich ihrer Implikationen für DaZ-Lernende untersucht. Der letzte Teil widmet sich dem Erfassen von Sprachständen in der Schule, aber auch für den Hochschulzugang.
Religious Orders and Their Schools in Early Modern Italy (1500–1800)
Author: David Salomoni
In Educating the Catholic People, David Salomoni reconstructs the complex educational landscape that arose in sixteenth-century Italy and lasted until the French Revolution. Over three centuries, various religious orders, both male and female, took on the educational needs of cities and states on the Italian peninsula, renewing the traditional humanist pedagogy. Historians, however, have not attempted to produce a synthesis on this topic, focusing mainly on the pedagogical activities of the Jesuits and neglecting the contributions and innovations of other groups. This book addresses this historiographical gap, providing a new chapter in the comparative study of pre-modern education.
Author: Mitch Bleier
Schooling, the most ubiquitous species of formal educational practice, removes learners from the world in which they exist and places them in contrived environments in order to educate them for the world in which they will work, play, and engage in other forms of cultural production for the rest of their time on Earth. While this arrangement seems to work for some, particularly those in academia and policymaking (who make decisions about educating others), it serves many of us somewhat less satisfactorily. This book documents the ongoing journey of a young cheese professional as she navigates the worlds of formal and informal education and the craft and art of cheesemaking. Her self-education is examined as she appropriates available resources in the service of constructing a professional learning program in the world and on the job. As she both succeeds and bumps up against obstacles in the pursuit of a life and a future in uncharted territory, we explore her being and becoming a professional cheesemaker, affineur and cheesemonger.
A parallel story of an emerging educational researcher is examined as he partners with the cheese professional, propelling both of their stories into uncharted territory.
Author: Nancy A. Wasser
“I just cannot write” or “I am not a good writer” are familiar complaints from students in academia. Many academic students claim they cannot express themselves clearly in written text, and their lack of this skill impedes them in their academic career. In this book, the author argues that teachers can help solve this when they start viewing writing not as secondary to reading, but as the equally important side of the same coin. Those who cannot read, will not be able to write.

The author explains how teaching and regular practicing of how to write from an early age onwards helps children grow into students who are self-aware of their voices. By employing narrative as a process of learning to write and a way to read, teachers can teach children the art of writing, while also making children more aware of their own constructions of narrative. Combining the focus on individual and group expression in writing lessons, students can trace and reflect on their own life transformations through their writing process.

Good writers are not born that way, but made through effort and practice. Changes in the U.S. curriculum may not only lead to better-expressed citizens, but also to a more equal society in which both teachers and children have a voice.