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  • Brill | Schöningh x
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Der Band bietet die vollständige Ausgabe von Lessings Schriften, wie sie Friedrich Schlegel 1804 und 1810 publiziert hat, samt einer kritischen Einführung. Zum ersten Mal seit den kleinen Originalauflagen wird Schlegels Lessing-Edition überhaupt wieder zugängig. Auf sie beziehen sich einige von Schlegels meistkommentierten kritischen Texten, die erst jetzt in ihrer ganzen Tragweite erschließbar werden. Die Edition, bezeichnenderweise eines der wenigen Projekte, die Schlegel abschloss, bildet den missing link zwischen dem frühen und späten Schlegel und verdeutlicht die Kontinuitäten seines Entwicklungsganges. Sie ist auch von zentralem Interesse für die Erforschung der Lessing-Rezeption, die Editionsgeschichte und das Verständnis romantischer Philologie sowie für eine allgemeine Ideengeschichte der Radikalisierung und Umdeutung der Aufklärung seit 1800. Den vielfältigen Weisen ihrer untergründigen Nachwirkungen nachzugehen bietet dieser Band den unentbehrlichen Ausgangspunkt.
Es liegt seit je in der Natur des Menschen, mittels von Orakelsprüchen sowie mantischer Praktiken die Zukunft für das eigene Handeln zu erkunden. Auf einer anderen Stufe tritt der Prophet als Träger des Wortes Gottes auf, er verkündet den Willen der Gottheit, um so dessen Gegenwart den Menschen erfahrbar zu machen.
Parusie bedeutet also die Anwesenheit einer Gottheit, wie sie sich im Hellenismus vor allem an dem Phänomen der Epiphanie dokumentieren lässt. Im Neuen Testament meint Parusie dagegen die machtvolle Wiederkunft des Menschensohnes am Himmel zum Weltgericht.
Der Sammelband vereinigt 22 Beiträge von Altphilologen, Althistorikern, Archäologen, Religionswissenschaftlern und Theologen, um von Homer im 8. vorchristlichen Jahrhundert bis zu Augustin in der Spätantike eine Entwicklungslinie unter Beachtung der spezifischen Schlüsselbegriffe aufzuzeigen.
Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Genese der Begriffe im frühen Christentum, wobei es auf den Nachweis ankommt, dass das Christentum auch ein Teil der griechisch-römischen Antike ist.
Während der Erhebung gegen Napoleon (1811–1814). Herausgegeben von Cosima Jungk und Anke Lindemann
Der Band bietet die Briefe von und an Friedrich und Dorothea Schlegel aus den Anfangsjahren der europäischen Nationenbildung. Im Zentrum steht die publizistische Tätigkeit Friedrich Schlegels und sein Interesse an der Literaturgeschichte.
Daneben beschäftigte er sich mit der Kunstgeschichte und stand in Kontakt mit ausübenden Künstlern wie den Nazarenern in Rom. In diese Zeit fallen auch politische Arbeiten und die fortdauernde Suche nach einer passenden Anstellung. Schlegel bemüht sich sowohl publizistisch, durch sein Engagement gegen Napoleon und für den Vatikan, als auch durch seine Vorlesungen in Wien Anschluss zu finden. Dorotheas Briefe sind geprägt von den Wirren und Sorgen der Napoleonischen Kriege. Sie unterstützt ihren Mann bei seinen publizistischen Tätigkeiten.
In politisch-kulturellen Auseinandersetzungen der Gegenwart lässt sich die Verwendung des Begriffs ‚Romantik‘ und die Aktivierung romantischer Argumentationsfiguren beobachten. Wird Romantik dabei instrumentalisiert, um die liberale Demokratie mit ihrer Orientierung an Verfahrensregelungen und dem unaufhebbaren Widerstreit verschiedener Positionen als defizitär zu kritisieren? Welche Denkangebote machen Autorinnen und Autoren der frühromantischen Phase und diejenigen einer späteren Romantik, die noch heute – unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen – in oft problematischer Weise angenommen werden? Wo bestehen Übereinstimmungen, wo Differenzen der politischen Romantik zu heute formulierten kulturkritischen, konservativen und neurechten Denkweisen?
Bd. 1: Schriften, Dokumente, Briefe / Bd. 2: Einleitung, Kommentar, Register
Editor:
Nur wenige der zu Unrecht übersehenen Denker um 1800 standen so im Schnittpunkt intellektueller Tendenzen wie Friedrich Carl Forberg. Als Schüler des Anthropologen Ernst Platner und des Illuminaten Carl Leonhard Reinhold, als Kommilitone und Freund des Frühromantikers Friedrich von Hardenberg, als Verleger Johann Gottlieb Fichtes und Skeptiker seines Systemdenkens forderte er die verschiedenen Richtungen seiner Zeit vor allem durch Kritik und Verweigerung heraus. Sein zentrales Anliegen war es, die atheistische Dimension der Kantischen Philosophie herauszuarbeiten und damit dem Atheismus sein gesellschaftliches Recht zu erkämpfen, ohne vor dem französischen Materialismus die Waffen zu strecken.
Die Schriften und Lebenszeugnisse des kantischen Radikalaufklärers Friedrich Carl Forberg (1770–1848) sind in dieser Studienausgabe erstmals nach über 200 Jahren vereinigt und gründlich kommentiert. Sein atheistischer Naturalismus stellt eine wichtige und zu Unrecht vernachlässigte Position in den Konstellationen der klassischen deutschen Philosophie dar. Er war Angriff und bot zugleich Angriffsfläche.

»Ist ein Gott? Antwort: Es ist und bleibt ungewiß.
Kann man jedem Menschen zumuthen, einen Gott zu glauben? Antwort: Nein.
Kann man rechtschaffen seyn, ohne einen Gott zu glauben? Antwort: Ja.
Kann ein Atheist Religion haben? Antwort: Allerdings.«
Friedrich Carl Forberg

enthält die Bände 1 und 2
Zwischen transzendentaler Erkenntnis und absolutem Wissen
Author:
Die Arbeit rekonstruiert die epistemische Verschiebung von Kants transzendentaler Erkenntnis zu Hegels absolutem Wissen; erstmals im systematisch-historischen Zusammenhang der frühromantischen Texte Friedrich Schlegels.
Ankerpunkt der Untersuchungen ist dabei der von Schlegel erkenntnispositiv gewendete Gebrauch dialektischer Verfahren. Mit seiner paradigmatischen Umdeutung der „Transzendentalen Dialektik“ Kants werden erkenntnistheoretische Muster freigelegt, die der Einheit des Widerspruchs logischen Vorrang gewähren und den späteren Einsichten Hegels vorausgehen. Dialektik bestimmt dabei drei wesentliche Positionen im Umgang mit dem Absoluten: als transzendentale Idee bei Kant, als unendlicher Darstellungsverlauf bei Schlegel und als bewusstgewordene Einsicht in seine Selbstexplikation bei Hegel.

Hartmann, der Mönch, lebte mit über neunzig Jahren im Dachgeschoß des Augustinerklosters Herzogenburg. In einer seiner beiden riesigen Zellen türmten sich an zwei Wänden Bücherregale bis an die Decke. Auch ich war ein Schüler dieses edlen Lehrers, der noch als Greis hochintelligent war und nichts von seinem aus dem Studium der Schriften erlangten Wissen vergessen hatte. Beinahe erreichte er das biblische Alter von hundert Jahren. In diesem Werk erscheint der Hartmann seinem ehemaligen Schüler in den Nachtstunden und bleibt bis zum Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen aufleuchten. Die Gespräche gliedern sich in Poesie, Philosophie und Ethik. Der Schüler findet in diesem Werk noch nicht die Weisheit, doch er entschließt sich, den Weg zu beschreiten, der eines Tages dorthin führen wird.
Die soziale Referentialität des Sonetts
Das Sonett konstituiert in seiner langen Geschichte immer wieder soziale Räume für spezifische Gemeinschaften – zwischen Lebenden, aber auch über die Jahrhunderte hinweg mit historischen Personen. Während das Sonett häufig als poetologische Gattung im Vordergrund steht, profiliert dieser Band die vielfältige „soziale Referentialität“ des Sonetts – seine kommunikative Bindungskraft – und setzt diese ins Verhältnis zu intertextuellen, intermedialen und autoreferentiellen Bezügen. Gattungstheoretische Überlegungen gehen dabei Hand in Hand mit exemplarischen Interpretationen. Mit Beiträgen von Annette Gerok-Reiter, Andreas Kablitz, Joachim Knape, Hans-Georg Kemper, Bernhard Greiner, Michael Maurer, Gertrud Maria Rösch, Helmuth Mojem, Ralph Häfner, Cornelia Ortlieb, Friedrich Vollhardt, Jörg Robert, Katharina Grätz, Helmuth Kiesel, Monika Schmitz-Emans und Jürgen Wertheimer.
Author:
Wir leben in einer Welt zwischen Traum und Albtraum. – Märchen bieten in diesem Grenzland virtuelle Stufen hin zu gewissenhafter Wahrheit. – Märchen wollen Auf¬merksamkeit fesseln. – Oft steckt in der Kürze ihre Würze. – Im Idealfall sprechen sie jede Altersgruppe an. – Es gibt rührend harmonische Märchen, aber auch aufschreckende, irritierende und beängstigende. – Besonders solche Märchen, die helfen, das Schicksal besser zu ertragen, bleiben in Erinnerung haften und erlangen eine Generationen überschreitende Tradition. – Das ´Drehbuch` für Geschichten auf der Märchenbühne stützt sich zwar auf Irreales, wahrt aber doch verblüffenden Bezug zu unmittelbar erlebter Realität. – In diesem Sinne sind Märchen Lehrstücke. – Sie erheben Anspruch auf erzieherischen Vorbildcharakter. – Die meisten Menschen fürchten Veränderungen; aber Veränderungen stärken, wenn man sich auf ihren Nutzen verlassen kann. – Dieses dritte Märchen-Buch des Autors geht intensiv auf Märchen-Wissenschaft ein, so hat es nur bedingt als Märchen-Buch zu gelten.
August Wilhelm Schlegels Vorlesungen, 1808 in Wien vor einem illustren Publikum gehalten und zwischen 1809 und 1811 in drei Bänden veröffentlicht, gehören zu den wichtigsten theoretischen Texten der deutschen und europäischen Romantik. Die sogenannten ‚Wiener Vorlesungen‘ August Wilhelm Schlegels bilden ein Scharnier zwischen der deutschen Frühromantik und der europäischen Romantik.
Sie bündeln noch einmal die Erträge aus Schlegels Forschungen zur antiken Theaterpraxis, seiner Kritik des französischen Theaters sowie seinen Übersetzungen Shakespeares und Calderóns, gleichzeitig entstehen sie in Coppet an der Seite Germaine de Staëls in einem internationalen Kontext: Gemeinsam mit de Staëls De l’Allemagne verbreiteten sie die Ideen der deutschen Romantik in der ganzen Welt, ihr Einfluss lässt sich bei Stendhal oder Hugo in Frankreich, Coleridge oder Shelley in England, Manzoni in Italien oder Poe in den USA nachweisen. Der vorliegende Band bringt erstmals den bereinigten Text der Erstausgabe; der zweite Teilband wird eine umfangreiche Textkritik, Sachkommentare und Materialien zur Entstehung und Rezeption enthalten.