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Mobilmachung, Kriegsbereitschaft und Militarisierung zwischen 1970 und 1990
Author:
Die DDR war ein zutiefst militarisierter Staat, in dem alle gesellschaftlichen Bereiche unter das Primat der militärischen Verteidigung des Sozialismus gestellt wurden. Das zeigt der vorliegende Band, der sich der vielbesprochenen Militarisierung der DDR widmet und diese mittels einer umfassenden Analyse des gesamtstaatlichen Mobilmachungssystems konkretisiert. So ist festzustellen, dass „Mobilmachung“ nicht allein auf den militärischen Bereich beschränkt blieb. In Erwartung eines möglichen Krieges zwischen den Blöcken in Europa erstreckte sich dieses Vorbereitungssystem auf alle staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche der DDR, um diese in ständiger Bereitschaft zur Führung eines Krieges zu halten und das Territorium für Operationen des Warschauer Paktes nutzbar zu machen. Das Ergebnis war ein Dual-Use-Staat, bei dem zivile Belange stets unter der Prämisse ihrer militärischen Nutzbarkeit standen.
Bibliomigration zwischen Deutschland und Polen seit 1939
Series:  FOKUS, Volume: 12
Millionen von polnischen Büchern wurden während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Deutschland in Polen zerstört oder gestohlen. Indessen migrierten im August 1945, im Zuge der Verlegung der deutsch-polnischen Grenze, Millionen von deutschen Büchern aus privaten, kirchlichen und öffentlichen Sammlungen nach Polen - in einen neuen national-kulturellen Kontext. Der Begriff "das Bibliomigratorische“ beschreibt sowohl die Reise dieser Bücher in Raum und Zeit als auch ihre sich wandelnde Semantisierung innerhalb geografischer, politischer, institutioneller und sprachlicher Räume. Seit nunmehr 75 Jahren sind diese Bücher Gegenstand zweier völlig verschiedener nationaler Erzählungen. Sie rufen dazu auf, als ein gemeinsames historisches Erbe begriffen zu werden und Ausgangspunkt für Forschungskooperationen und eine intensivierte deutsch-polnische kulturelle Kooperation zu sein.
Volume Editor:
Nach dem Ende des SS-Terrors war das ostwestfälische Dorf Wewelsburg ab Frühjahr 1945 zunächst von Verdrängung und Weiterleben geprägt. Der Band stellt neue Forschungen zur Geschichte des KZ Niederhagen, den Häftlingen und SS-Wachmannschaften vor. Wo wurden die Toten des Konzentrationslagers bestattet und wie erlebten die KZ-Häftlinge am 2. April 1945 ihre Befreiung? Die frühe Jagd der britischen Militärverwaltung nach Kriegsverbrechern wird ebenso beleuchtet wie das von den amerikanischen Soldaten initiierte „Sühnebegräbnis“. Der 1950 eingeweihte Gemäldezyklus von Jo Glahé steht für ein frühes Gedenken in Wewelsburg. Die Weiternutzung des Lagergeländes als Flüchtlingslager und spätere Wohnsiedlung wird ebenso skizziert wie die bauhistorischen Untersuchungen der baulichen Überreste.
Eine Generation nach Christopher Brownings Ordinary Men
Wie war der Holocaust möglich? Was ließ „ganz normale Männer“ zu Massenmördern werden? Die historische Analyse demokratischen Zerfalls in Deutschland und in anderen europäischen Ländern kann Ausgangspunkt für die Erkenntnis ebensolcher Gefährdungen in heutigen Gesellschaften sein. Die Debatte um Täterschaft wurde vor einer Generation mit Christopher Brownings Buch „Ordinary Men“ wirkmächtig. Deutungskämpfe auch um Kategorien wie Kollaboration, Raum und Geschlecht waren indes kein rein deutsches Thema und sind in west-, mittel- und osteuropäischen Staaten, aber auch in anderen Teilen der Welt aktueller und umkämpfter als je zuvor. Denn Brownings Impuls war nicht nur auf die historische Forschung fokussiert, sondern auch auf gesellschaftliche Debatten um Verantwortung und ethische Konsequenzen für die nachfolgenden Generationen. Die Beiträge behandeln neue Ansätze zur Holocaustforschung und zu polizeilicher Täterschaft im Nationalsozialismus, ihre aktuellen gesellschaftspolitischen Lesarten und umkämpfte Bewusstseinsbildungen in multiethnischen Gesellschaften heute.
World War II and the Holocaust in the Memory Politics of Post-Socialist Europe
Volume Editors: and
Providing a comprehensive and engaging account of World War II remembrance and memory politics in East-Central and Eastern Europe this volume uses a comparative approach to examine the phenomena of cultural memory in a pan-European overview. Ranging in scope from various post-Soviet states such as Russia, Ukraine, Belarus, Estonia, and Georgia to the East-Central and South-Eastern European post-socialist countries of Czechia, Slovakia, Hungary, Serbia, and Croatia, this book provides new insights into the ways in which World War II remembrance is reflected in the memory politics, historical studies, culture and literature of the respective countries. Being the first part of a two-volume anthology, state memory narratives and their public reception as well as museums, memorials and monuments as controversial objects of cultural memory provide focus for this volume’s twelve chapters, while the contributions in the sequel edition concentrate on tabooization and competing narratives as well as on location-dependent and personal-related remembrance of the Second World War in post-socialist Europe.
Eine Biografie in Zeitzeugenberichten. Mit einem Vorwort von Hans Maier
Author:
Dieses Buch würdigt Robert Schuman (1886-1963), den fast vergessenen „Vater Europas“. Nach dem Zweiten Weltkrieg kämpfte er für eine europäische Zukunft ohne Krieg, Hass, Flucht und Armut. Als französischer Außenminister bereitete er den Weg zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraums. Als französischer Ministerpräsident und Präsident des Europäischen Parlaments war er einer der Mitbegründer der Europäischen Union. In Luxemburg geboren und in Lothringen beheimatet, galt Schumans besonderer Einsatz der deutsch-französischen Versöhnung und der internationalen Jugendarbeit, stets getragen von seinem tiefen katholischen Glauben. Manfred Kontz hat erstmals Zeitzeugenberichte und Zeitzeugnisse zum Leben Robert Schumans in einer dokumentarischen Biografie zusammengetragen. Es gilt, einen europäischen Politiker wiederzuentdecken, dessen Handeln im Einklang mit seinen Werten stand, der Versöhnung und Verständnis statt Spaltung und Polemik suchte.
52 F.A.Z.-Essays aus dem Epochenjahr 2022
Volume Editor:
Seit Jahrzehnten sind die von prominenten Autorinnen und Autoren verfassten Essays der Rubrik "Die Gegenwart" ein festes Angebot an die Leser der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Die Gegenwart“ gab es als eigenständige Zeitschrift noch vor der Gründung der F.A.Z. „Die Zukunft beginnt jeden Augenblick“, hieß es programmatisch am 24. Dezember 1945 in der ersten Ausgabe. Auch heute will das Ressort „Die Gegenwart“ nicht nur eine Bestandsaufnahme sein, sondern Orientierung in unübersichtlicher Zeit bieten. Unverändert aktuell bleibt das Credo: „Halten wir uns an diese zuversichtliche Überzeugung, die der Zukunft nur gibt, was der Gegenwart abgerungen worden ist“. Die kompakten, exzellent geschriebenen Texte, die dieses Buch versammelt, weisen weit über den Tag hinaus und helfen, das von vielen als "Zeitenwende" empfundene Jahr 2022 in seinen Konsequenzen zu erfassen.
Die Region in der jüngsten Zeitgeschichte 1970-2020
Author:
Volume Editors: and
Es mag überraschen, dass „große Prozesse“ wie die Globalisierung oder die Digitalisierung wieder die Region in den Fokus historischen Interesses gerückt haben. Doch hier zeigten sich die gesellschaftlichen Veränderungen „nach dem Boom“ tatsächlich am deutlichsten. Angesichts der transformatorischen Qualität dieser Jahre unterscheidet die Forschung inzwischen Gewinner und Verlierer und verweist dabei auf gravierende regionale Unterschiede. Die Autorinnen und Autoren des Bandes nehmen dies zum Anlass, eine Reihe unterschiedlicher regionaler Themenfelder genauer zu untersuchen und besondere „Varianten des Wandels“ seit 1970 herauszuarbeiten. Dabei zeigt sich, dass akuter Handlungsbedarf unterhalb der nationalen Ebene zumeist früh erkannt wurde und sich die sozialen Gruppen und Akteure vor Ort als die eigentlichen Gestalter des Wandels erwiesen. Die Regionen waren jedoch aufgrund ihrer jeweiligen Dispositionen und Potenziale stets in unterschiedlichem Maße betroffen und schlugen deshalb in vielen Fällen sehr spezifische Entwicklungspfade ein.
Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1949–73
Author:
Roxanne Narz nimmt in „Kultur im Widerstreit“ das frühe Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den Blick und entwirft erstmals ein mediengeschichtliches Panorama dieses großen bundesdeutschen Medienakteurs. Am Beispiel von fünf markanten Diskursen – der NS-Vergangenheit, den lebensweltlichen Umbrüchen der Nachkriegszeit, der modernen Literatur, Kunst und Musik, „1968“ und den Geschlechterdebatten – zeichnet sie die großen Linien der Feuilletonberichterstattung und die redaktionellen Umbrüche hinter den Kulissen des Leitmediums nach. Anhand bislang unberücksichtigter Quellen verbindet sie Programm-, Institutions- und Zeitgeschichte zu einer Gesamtschau auf die ersten fünfundzwanzig Jahre Zeitungsgeschichte. Es zeigt sich, dass das Feuilleton der F.A.Z. die Transformation der jungen Bundesrepublik nicht nur beobachtete, kommentierte und mitprägte, sondern auch selbst von ihr erfasst wurde.
Das Wirtschaftsressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1949 bis 1992.
Welche Bedeutung hatte das Wirtschaftsressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für die Geschichte der Bundesrepublik? Welche Leitbilder, Strukturen und Prinzipien prägten die journalistische Arbeit? Der Autor beleuchtet, wie eng die Zeitungsmacher mit Entscheidungsträgern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit zusammenarbeiteten. Sowohl die FAZ als auch die Geschichte des Wirtschaftsjournalismus sind bisher kaum historisch kontextualisiert worden. Die Arbeit betritt damit Neuland. Exklusiv für das Projekt wurde das Hausarchiv der Zeitung geöffnet. So gelang es erstmals, einen Blick auf die bisher verborgenen Hintergründe der Berichterstattung zu werfen. In den 1950er und 1960er Jahren sensibilisierte das Wirtschaftsressort Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für die Bedeutung von Öffentlichkeit. Für andere Medien war es Vorreiter in puncto Themensetzung und Gestaltung. In den 1970er Jahren wurde es zur publizistischen außerparlamentarischen Opposition zur sozialliberalen Wirtschaftspolitik durch seine konsequente pro-marktwirtschaftliche Haltung und zum medialen Interessenvertreter der Unternehmerschaft in der Bundesrepublik. Später war es Vorreiter bei der Popularisierung des Aktienmarktes. Das Wirtschaftsressort war von einem ordoliberalen Leitbild bestimmt, welches im Verlauf der Jahre um marktliberale Elemente erweitert wurde. Das Leitbild hatte Einfluss auf die Themensetzung, die Personalauswahl und die Organisation der Redaktion. Die Herausgeber und Redakteure pflegten intensive Kontakte zu Politikern, Unternehmern und Wissenschaftlern. So konnte das Wirtschaftsressort seine Wirkung auf alle Gesellschaftsbereiche entfalten und wurde dadurch selbst geprägt.