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Kapitän zur See Hans Langsdorff

Der letzte Kommandant des Panzerschiffs Admiral Graf Spee. Eine Biographie

Hans-Jürgen Kaack

Im Dezember 1939 verweigerte der Seeoffizier Hans Langsdorff einen letzten, aussichtslosen Kampf, sprengte sein Schiff vor Montevideo, rettete die Besatzung von 1.200 Mann und erschoss sich bald darauf. Um seine Gestalt hat sich ein Mythos gebildet, der eine rationale Auseinandersetzung mit seinen Handlungsmotiven bisher verhinderte.
In seiner Biographie Langsdorffs beschreibt Hans-Jürgen Kaack einen Offizier, der zeitlebens versuchte, seine geistige Unabhängigkeit selbst in der hierarchischen Struktur des Militärs zu bewahren. Die Achtung vor der Würde des Menschen kennzeichnete seinen Wertekanon, den er auch im Kriege einhielt. Seine Unkonventionalität und Offenheit bewies Langsdorff immer wieder. Sogar den Dialog mit revolutionären Matrosen suchte er im Jahr 1918. Indem Kaack bei seiner Darstellung seinen Protagonisten in dessen jeweiligen sozialen Umwelten einbettet, legt der Autor zugleich ein Stück Mentalitätsgeschichte der deutschen Flotte in drei Epochen vor.

Rita Burrichter

Edited by Klaus von Stosch

Rita Burrichter vermittelt theologische und pädagogische Kontexte, die Entstehungsgeschichte, Theorien und Begriffe sowie aktuelle Herausforderungen religiöser Bildung und Erziehung. Lehramtsstudierende erhalten eine sichere Grundlage für eigenständige und verantwortungsvolle Entscheidungen in ihrem religionspädagogischen Handeln – und damit für einen guten Unterricht in allen Schulformen und -stufen.
Die Reihe „Schriften zur Marinegeschichte“ will ein Forum für neue und kontroverse Forschungsergebnisse zu ausgewählten Themenkreisen der Marinegeschichte bieten. Damit öffnet sich diese Reihe einem weiten inhaltlichen Spektrum und dem Interessentenkreis aktiver und ehemaliger Angehöriger der deutschen Seestreitkräfte sowie militär- oder maritim-historisch interessierter Leser. Die Veröffentlichungspalette soll von der Verschriftlichung von Vortragsreihen über wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten bis zur Publikation unbekannter oder seltener Dokumente reichen. Ein besonderes Augenmerk möchten die Herausgeber neben Biographien auch auf Publikationen richten, welche sich der kommentierenden Bearbeitung von Selbstzeugnissen widmen. Steht zwar das erzählende Ich im Mittelpunkt und muss gebührend zu Wort kommen, so soll doch eine umfassende Kommentierung den erklärenden Rahmen bieten. Auf diese Weise soll versucht werden, Ereignisse und Strukturen – vielleicht auch nur die Normalität – vergangener Zeiten aus der personalen Perspektive heraus sichtbar zu machen, wissenschaftlich begründet einzufassen und insgesamt für weitergehende Forschungen zu öffnen. Die „Schriften zur Marinegeschichte“ werden vom Freundeskreis des Wehrgeschichtlichen Ausbildungszentrum der Marineschule Mürwik e.V. und der Stiftung Deutsches Marinemuseum gemeinsam herausgegeben. Beide Einrichtungen wollen mit der Schriftenreihe Kenntnis und Verständnis der politischen, militärstrategischen, technischen, sozialen und kulturellen Aspekte deutscher Militär- und Marinegeschichte erweitern und vertiefen.

Vom Freiheitskämpfer zum Friedenspolitiker

Willy Brandt als Regierender Bürgermeister von Berlin

Daniel Mödinger

Der „Friedenskanzler“ Willy Brandt ist mit seiner Ostpolitik bis heute Teil des kollektiven Gedächtnisses – in seinem Schatten steht der „Frontstadtbürgermeister“, der West-Berlin entschlossen gegenüber der Bedrohung aus dem Osten verteidigte.
Vor dem Hintergrund einer antikommunistisch imprägnierten politischen Kultur war der Regierende Bürgermeister zu Beginn der Zweiten Berlin-Krise (1958–1963) zur international beachteten Symbolfigur des West-Berliner „Freiheitskampfs“ aufgestiegen. Nach dem Mauerbau verfinsterte sich dessen öffentliches Bild zeitweise zum „Festungskommandanten“ und Kalten Krieger. Im Windschatten von Kennedys Entspannungskurs versuchte der „deutsche Kennedy“ Brandt, dieses Zerrbild abzulegen – und wandelte sich zum lautstarken Verfechter einer „Friedenspolitik“. Das Buch zeichnet Brandts Weg vom „Freiheitskämpfer“ zum „Friedenspolitiker“ nach und zeigt, dass Image beides sein kann: Symbolisches Kapital im politischen Wettbewerb wie belastende Hypothek.

War and the City

The Urban Context of Conflict and Mass Destruction

Series:

Edited by Tim Keogh

A crucial collection of new insights into a topic too often ignored in military history: the close interrelationship between cities and warfare throughout modern history.
Scenes of Aleppo’s war-torn streets may be shocking to the world’s majority urban population, but such destruction would be familiar to urban dwellers as early as the third millennium BCE. While war is often narrated as a clash of empires, nation-states, and ‘civilizations’, cities have been the strategic targets of military campaigns, to be conquered, destroyed, or occupied. Cities have likewise been shaped by war, whether transformed for the purposes of military production, reconstructed after bombardment, or renewed as sites for remembering the costs of war. This conference volume draws on the latest research in military and urban history to understand the critical intersection between war and cities.

Im Gravitationsfeld von Mystik und Politik

Christliche Sozialethik im Gespräch mit Maria Skobtsova, Dorothee Sölle und Chiara Lubich

Series:

Petra Steinmair-Pösel

Am Beginn des dritten Jahrtausends steht die Welt vor großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen – vom Klimawandel über globale Gerechtigkeitsfragen bis hin zum erstarkenden Rechtspopulismus. Woher sind konstruktive Lösungsansätze zu erwarten?
Drei aktuelle sozialethische Fragestellungen stehen im Zentrum: die umweltethisch geforderte Reduktion des Ressourcenverbrauchs angesichts einer ungehemmten Wachstumsökonomie, die Notwendigkeit universaler Solidarität in einer zum globalen Dorf zusammengewachsenen Welt und die Bedeutung echten interreligiösen Dialogs vor dem Hintergrund eines befürchteten clash of civilizations and religions.

Lorenz Jaeger als Theologe

Eine Publikation der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte Paderborn

Series:

Edited by Nicole Priesching and Gisela Fleckenstein

Die bewegte Biographie des Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger (1892–1975) wird unter Verwendung seines neu erschlossenen Nachlasses in einem interdisziplinären Forschungsprojekt anhand von Themenschwerpunkten erarbeitet.
Für Lorenz Jaeger gehörte die Theologie grundlegend zur Ausübung seines Lehr- und Hirtenamtes. Er musste der Modernismuskrise im Kaiserreich, der Liturgischen Bewegung in der Weimarer Republik genauso begegnen wie den Veränderungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Würzburger Synode im geteilten Deutschland. Wie Jaeger als Student, Pfarrvikar, Lehrer im Schuldienst, Bischof und Kardinal mit den theologischen Strömungen seiner Zeit umging, sie rezipierte und zum Teil selbst beeinflusste, zeigen die Beiträge im ersten Band des Forschungsprojektes.

Raketenträume

Raumfahrt- und Technikenthusiasmus in Deutschland 1923–1963

Series:

Daniel Brandau

Daniel Brandau legt die erste Kulturgeschichte der deutschen Raumfahrtbegeisterung vor – und schildert, wie der Enthusiasmus in Skepsis umschlug.
Von der Weimarer Republik bis in die 1960er Jahre organisierten sich deutsche Raumfahrt-Interessierte in Vereinen, in denen sie an Raketen bastelten und für militärische wie zivile Visionen warben. Doch viele dieser Visionäre und Ingenieure verschrieben sich dem NS-Regime und entwickelten die Großrakete als Waffe. Den neuen, nunmehr friedlichen Raumfahrt- und Technikvisionen der Nachkriegszeit wurde daher mit Misstrauen begegnet. Während in der Bundesrepublik eine Debatte über die gesellschaftliche Kontrolle des Wissens der Techniker entbrannte, prallte in der DDR in der ‚Raketenfrage‘ die Kritik am Faschismus und seinen Waffensystemen auf die sozialistische Raumfahrt-Utopie. Durch zahlreiche Abbildungen werden auch die kosmischen Bildwelten der 1920er bis 1960er Jahre dem Leser vor Augen geführt.

Das vergessene Generalgouvernement

Die Deutsche Besatzungspolitik in Kongresspolen 1914-1918

Arkadiusz Stempin

Das deutsche Kaiserreich entriss im Ersten Weltkrieg die zentralpolnischen Gebiete mit Warschau dem Zarenreich und bereitete der hundertjährigen russischen Herrschaft in Polen das Ende. Der Vertreter des Kaisers in Warschau, Generalgouverneur Hans Hartwig von Beseler, ließ sich auf ein gewagtes Spiel ein: Er wollte die katholischen Polen als Verbündete im Kampf gegen das orthodoxe und »barbarische« Russland gewinnen.
Eingezwängt zwischen den »Falken« in Berlin und ungestümen polnischen nationalistischen Gruppierungen plante von Besler einen polnischen Staat nach deutschem Muster zu errichten und zum Juniorpartner des Kaiserreichs zu erheben. Seine Besatzungspolitik war folglich durch zahlreiche Konzessionen gegenüber der katholischen Kirche gekennzeichnet. An demselben pro-polnischen Prinzip orientierte sich auch seine Judenpolitik und die Vorgehensweise gegenüber der lutherischen deutschen Minderheit.