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Georg Meggle

In Facetten des Sozialen ergänzt Meggle seine systematischen Arbeiten über kommunikatives Handeln und sprachliche Bedeutung und konzentriert sich auf einige konkrete Aspekte einer allgemeineren Theorie der Sozialität.
Außer den sogenannten Kollektiven Identitäten (Teil A) – einem derzeit breit diskutierten sozialpolitischen Thema – stehen in diesem Band die folgenden drei Aspekte des Sozialen im Zentrum: Gemeinsames Wissen (Teil B), Offenheiten – in Opposition zu Täuschungen – (Teil C) und Reflexivitäten (Teil D). Sind das wirklich drei verschiedene Aspekte? Oder handelt es sich letztlich nur um einen einzigen in gelegentlich verschiedenen Gewändern (Bezeichnungen)? Nicht einmal diese Frage ist bisher entschieden.

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Freiheit trotz Zugehörigkeit

Über den Ausstieg aus kulturellen und religiösen Gruppen

Dagmar Borchers

Als Bürger liberaler Rechtsstaaten begreifen wir die Möglichkeit, eine Gruppe zu verlassen, der wir nicht länger angehören möchten, als Teil unseres alltäglichen Lebens. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob bzw. in welcher Weise ein Ausstieg aus religiösen und kulturellen Gruppen möglich ist und welche Verantwortlichkeiten sich für den oder die Ausstiegswillige/n selbst, die betroffene Gruppe und vor allem den liberalen Rechtsstaat ergeben.
Hintergrund ist die Tatsache, dass Fälle denkbar sind, in denen die durch Minderheitenrechte institutionell gesicherte Autorität der kulturellen oder religiösen Gruppe für gruppeninterne Minderheiten ein Problem wird.

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Glaube und Rationalität

Gibt es gute Gründe für den (A)theismus?

Edited by Romy Jaster and Peter Schulte

Menschen glauben aus den unterschiedlichsten Gründen an Gott. Aber ist dieser Glaube rational gerechtfertigt? In diesem Band streiten führende Religionsphilosoph/-innen um die Frage, ob die besten Gründe für oder gegen den Theismus sprechen.

Einige Beiträge unterziehen klassische Argumente für bzw. gegen die Existenz Gottes einer neuen Betrachtung. Andere gehen der Frage nach, welche Bedingungen eigentlich erfüllt sein müssen, damit die Überzeugung, Gott existiere, als vernünftig angesehen werden kann. Gelten hier dieselben Standards wie bei Überzeugungen über die Existenz von Quasaren? Oder haben religiöse Überzeugungen einen besonderen epistemologischen Status? Und ist es rational zulässig, religiöse Erfahrungen oder tradierte Offenbarungen als Gründe für religiöse Überzeugungen anzuführen?
Mit Beiträgen von Ansgar Beckermann, Katherine Dormandy, Franz von Kutschera, Winfried Löffler, Herman Philipse, Peter Schulte, Holm Tetens und Christian Weidemann.
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Beatrice Kobow

Der Teppich der Kultur und Sprache, der Praxen und Normen, der Ideen, Geschichte und Wissenschaften, der den Hintergrund unserer Gegenwart bildet, ist an vielen Stellen zerschlissen und in einem Zustand der Auflösung begriffen. Unser ganzes Handeln ist darauf gerichtet, diesen Teppich zu restaurieren.
Vor welchem Hintergrund ist Handeln uns möglich und wie ist dieser Handlungshintergrund offen für unsere handelnde Einflussnahme? Dieses Buch untersucht Als-ob-Strukturen nach Hans Vaihinger und fügt sie ein in die Rekonstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit nach John R. Searle, denn ein heuristischer Fiktionsbegriff ist zur Erklärung des Handlungshintergrundes unerlässlich.

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Von Grund zu Grund

Zum Zusammenhang von Denken und Wissen bei Wilfrid Sellars

Anke Breunig

Wie ist Wissen begründet? Wie bezieht sich Geist auf die Welt? Nach der hier ausgearbeiteten neuen Interpretation von Wilfrid Sellars’ Kritik am „Mythos des Gegebenen“ gehören beide Fragen zusammen.
Dieses Buch möchte zeigen, dass sich fundamentalistische Antworten auf beide Fragen der Idee des Gegebenen bedienen, eine gemeinsame Struktur besitzen und aus den gleichen Gründen zurückzuweisen sind. Die Autorin vertritt eine weite Lesart des Mythos vom Gegebenen und entwickelt im Ausgang von Sellars ein neues Argument gegen das Gegebene. Auch diskutiert sie mit Sellars’ Theorie sprachlicher Bedeutung eine alternative Antwort auf die Frage nach der Beziehung zwischen Geist und Welt.

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Gedichte von Thomas Kling

Interpretationen

Edited by Rüdiger Zymner and Frieder von Ammon

IIn einer Reihe von Interpretationen verschafft dieser Band einen Überblick über Klings lyrisches Gesamtwerk sowie Zugänge zu seinen wichtigsten Gedichten. Die Analysen und Interpretationen erläutern den literaturgeschichtlichen Kontext der Gedichte, erklären ihre Machart und erschließen ihren Sinn.

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Grenzgänge in der Philosophie

Denken darstellen

Edited by Alexander Fischer and Annett Wienmeister

Kann man philosophisches Denken auch nichtsprachlich darstellen und kommunizieren, etwa in Bildern, Filmen und Performances? Dieser Band widmet sich dieser Frage aus erkenntnistheoretischer Perspektive und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen künstlerischer Darstellungsformen philosophischen Denkens.
Nichtsprachliche Darstellungsformen der Kunst finden als Medien der Vergegenwärtigung und Vermittlung philosophischer Fragestellungen gesteigerte Aufmerksamkeit. Kann man philosophisches Denken auch nichtsprachlich darstellen und kommunizieren? Wo liegen wiederum die Grenzen künstlerischen Ausdrucks philosophischer Gedanken?

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Georg Meggle

In seinen beiden Hauptwerken Grundbegriffe der Kommunikation („Der einzige einschlägige formale Explikationsversuch, der bisher überhaupt in irgendeiner Sprache erschienen ist.“ Jonathan Bennett) und Handlungstheoretische Semantik (Diese Semantik hat „der Theorie der sprachlichen Bedeutung eine neue Grundlage gegeben.“ Franz von Kutschera) hat Georg Meggle die theoretischen Grundlagen von Kommunikation und Semantik entwickelt.
Meggles Kommunikationstheoretische Schriften gehen über diese beiden strikt systematischen Hauptwerke hinaus. Sie verorten seinen handlungstheoretischen Ansatz in allgemeineren Kontexten, verteidigen ihn gegen die grundsätzlichsten Einwände und testen seine Stärke in Form exemplarischer Anwendungen.

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Omissions and their moral relevance

Assessing causal and moral responsibility for the things we fail to do

Pascale Willemsen

This book empirically investigates the social practice of ascribing moral responsibility to others for the things they failed to do, and it discusses the philosophical relevance of this practice.
In our ordinary practice, we often blame others for things they failed to do. For instance, we might blame our neighbour for not watering our plants during our vacation. Interestingly, the attribution of blame is typically accompanied by the attribution of causal responsibility. We do not only blame our neighbour for not watering our plants, but we do so because we believe that not watering the plants caused them to dry up and die. In this book, I investigate how we make moral and causal judgments about omissions. I discuss different philosophical perspectives on this matter, and I outline to what extent the actual social practise is in line with philosophical theories.

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Präzision und Prägnanz

Logische, rhetorische, ästhetische und literarische Erkenntnisformen

Gottfried Gabriel

Erkenntnis wird weitgehend mit propositionalem Wissen gleichgesetzt und damit am Begriff der begründeten wahren Aussage festgemacht. Diesem Wissensbegriff werden weitere Erkenntnisformen an die Seite gestellt. Die Entfaltung eines derartigen pluralistischen Erkenntnisbegriffs besagt, dass es unterschiedliche Erkenntnisformen gibt, die einander zu einer umfassenden Weltorientierung ergänzen. Ein solcher Pluralismus ist daher kein Relativismus, sondern ein Komplementarismus. Die einzelnen Erkenntnissweisen werden in ihren jeweiligen Besonderheiten untersucht. Die Bandbreite reicht von präziser logischer Argumentation bis hin zu prägnanter ästhetischer Vergegenwärtigung – im spannungsreichen Feld von Logik, Rhetorik, Ästhetik und Poetik.