Browse results

You are looking at 1 - 10 of 234 items for :

  • Brill | Sense x
  • mentis Verlag x
  • Status (Books): Published x
Clear All Modify Search

Joachim Bromand

Edited by Joachim Bromand

Ludwig Wittgenstein selbst hielt seine Überlegungen zur Mathematik für seinen bedeutendsten Beitrag zur Philosophie. So beabsichtigte er zunächst, dem Thema einen zentralen Teil seiner Philosophischen Untersuchungen zu widmen. Tatsächlich wird kaum irgendwo sonst in Wittgensteins Werk so deutlich, wie radikal die Konsequenzen seines Denkens eigentlich sind. Vermutlich deshalb haben Wittgensteins Bemerkungen zur Mathematik unter all seinen Schriften auch den größten Widerstand provoziert: Seine Bemerkungen zu den Gödel’schen Unvollständigkeitssätzen bezeichnete Gödel selbst als Nonsens, und Alan Turing warf Wittgenstein vor, dass aufgrund seiner scheinbar toleranten Haltung gegenüber Widersprüchen Brücken einstürzen könnten, die Mithilfe mathematischer Berechnungen in Wittgensteins Sinne errichtet würden. Die Beiträge des Bandes erklären zentrale Überlegungen Wittgensteins zur Mathematik, räumen weit verbreitete Missverständnisse aus und analysieren kritisch Wittgensteins Bedeutung für die traditionelle Philosophie der Mathematik. Ebenfalls wird die Frage verfolgt, inwieweit Wittgensteins Bemerkungen zur Philosophie der Mathematik über seine Philosophischen Untersuchungen hinausführen.

Martin Pleitz

The Liar paradox arises when we consider a sentence that says of itself that it is not true. If such self-referential sentences exist – and examples like »This sentence is not true« certainly suggest this –, then our logic and standard notion of truth allow to infer a contradiction: The Liar sentence is true and not true. What has gone wrong? Must we revise our notion of truth and our logic? Or can we dispel the common conviction that there are such self-referential sentences? The present study explores the second path. After comparing the Liar reasoning in formal and informal logic and showing that there are no Gödelian Liar sentences, the study moves on from the semantics of self-reference to the metaphysics of expressions and proposes a novel solution to the Liar paradox: Meaningful expressions are distinct from their syntactic bases and exist only relative to contexts. Detailed semantico-metaphysical arguments show that in this dynamic setting, an object can be referred to only after it has started to exist. Hence the circular reference needed in the Liar paradox cannot occur, after all. As this solution is contextualist, it evades the expressibility problems of other proposals.

Rechtfertigung solidarischer Gesundheitsversorgung

Warum Mitbestimmung gut für unsere Gesundheit ist

Daniel Friedrich and Daniel R. Friedrich

Wir leben in einer wertepluralen Gesellschaft. Aber aus der empirischen Feststellung einer weltanschaulichen und als positiv bewerteten Pluralität innerhalb (nicht nur) unserer Gesellschaft folgt noch kein Zwang zur Anerkennung all dieser unterschiedlichen Wertvorstellungen als legitim. So ist dort, wo weltanschauliche und wertende Unterschiede vorliegen, auch mit politischen Auseinandersetzungen um die Durchsetzung der jeweils präferierten Variante zu rechnen. Die solidarische Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ist ein Bereich gesellschaftlichen Engagements, der sich in diesem Spannungsverhältnis zwischen Wertepluralismus und dem Versuch, einheitliche Wertvorgaben für alle zu etablieren, befindet. Mit diesem Buch wird ein Vorschlag unterbreitet, wie dieses Vorhaben legitim und für die Betroffenen akzeptabel umsetzbar werden kann.

Tierische Organe in menschlichen Körpern

Biomedizinische, kulturwissenschaftliche, theologische und ethische Zugänge zur Xenotransplantation

Edited by Jochen Sautermeister

Die Knappheit an Spenderorganen ist ein großes Problem. Um diesem abzuhelfen, gibt es Forschungsbemühungen, tierische Zellen und Organe als Ersatz zu verwenden. Bei der sogenannten Xenotransplantation sollen Zellen und/oder ganze Organe vom Tier dem Menschen implantiert werden. Wenngleich sich die medizinische Forschung noch im vorklinischen Stadium befindet, ist in absehbarer Zeit mit klinischen Studien zu rechnen. Mit der Xenotransplantation gehen zentrale Fragen zum praktischen und ethischen Selbstverständnis des Menschen einher, die verschiedene Felder der Angewandten Ethik betreffen: Wie ist die Xenotransplantation ethisch zu bewerten? Was bedeutet sie für die personale Identität? Wie lässt sich das Verhältnis von Mensch und Tier in ethischer und anthropologischer Perspektive begreifen? Was bedeutet dies für den Umgang mit Tieren? Und welche kulturellen und religiösen Herausforderungen können sich ergeben? Das Buch geht diesen und weiteren Fragen nach, indem es den gegenwärtigen biomedizinischen Forschungsstand der Xenotransplantation anschaulich darstellt, um diese dann aus kulturwissenschaftlicher, theologischer und ethischer Perspektive zu reflektieren.

Michael Quante

Leading one’s life as a person is an essential feature of our human existence which is constitutively characterized by finiteness, sociality and vulnerability. Within the framework of a pragmatistic anthropology central features of our being persons (i.e. personal identity, self-consciousness, freedom, autonomy and responsibility) are made explicit in this study. The such unfolded conception is anthropological in the sense of being restricted to the human life-form. The explication is pragmatistic in a double sense: Firstly, action is taken as a complex and not reducible basic feature; secondly, the study is committed to the pragmatistic model of justification. Leading one’s life as a human person, this is the study’s central thesis, is realized in constellations of recognition (intersubjective or institutionally framed). These can be made explicit as basic grammar of our evaluative Praxis within an ascriptivist framework.

Series:

Ursula Franke

Die These der Erfindung der Ästhetik durch Alexander Gottlieb Baumgarten wird in diesem Buch in einem anspruchsvollen Sinn verstanden und begründet: In Baumgartens Aesthetica zeichnet sich erstmals ein Verständnis der Kunst als Darstellung des Absoluten ab. das im Deutschen Idealismus ausdrücklich zum Tragen kommt und die neuzeitliche Kunstphilosophie bis heute nachhaltig beeinflusst. Dem Buch beigegeben sind neunzehn Schaubilder von Nicolas Kleinschmidt, welche die Architektur von Baumgartens Aesthetica graphisch veranschaulichen und so den Zugang zu diesem klassischen Text der europäischen Kunstphilosophie erleichtern.

Die Anfänge der Philosophie

Eine Einführung in die Gedankenwelt der Vorsokratiker

Franz von Kutschera

Dieses Buch ist eine Einführung in die Gedankenwelt der Vorsokratiker, geschrieben von einem der besten Kenner der antiken Philosophie: Übersichtlich, klar und zuverlässig informiert dieses Buch über bedeutende vorsokratische Philosophen des 6. und 5. Jhdt. v. Chr.: Über Thales von Milet, Pythagoras, Heraklit, Parmenides bis zu Demokrit und den Sophisten. Aus einer souveränen Synopse entwickelt es die großen Linien und damit ein kohärentes Bild der vorsokratischen Gedankenwelt. Dieses Buch richtet sich an alle, die sich für die Anfänge der Philosophie in Griechenland interessieren. Als Vorsokratiker bezeichnet man jene Philosophen des 6. und 5. Jh. v. Chr., deren Ideen denen der klassischen Philosophie von Platon und Aristoteles vorausgingen. Die Erforschung der Geschichte der Vorsokratiker ist bis heute eine Domäne der Gräzisten, nicht der Philosophen. Doch die Vorsokratiker wollten nicht nur Meinungen äußern, sondern Erkenntnisse vermitteln, und das in nahezu allen wichtigen Bereichen der Philosophie: Der Naturphilosophie, der Erkenntnistheorie, der Sprachphilosophie, der Religionsphilosophie und der Mathematik. Will man ihnen gerecht werden, muss man sich daher auf die Wahrheitsfrage einlassen. Für die Wahrheit philosophischer Thesen interessieren sich Altphilologen in der Regel aber nicht. Wahrheit müssen wir von unserem heutigen Standpunkt aus beurteilen: Für uns kann ein Verstehen immer nur ein Verstehen mit unseren Begriffen und Annahmen sein. Wir müssen daher die Aussagen der Autoren mit unseren heutigen Begriffen interpretieren und ihre Annahmen und Argumentationen mit unseren vergleichen, um ihre philosophische Tragfähigkeit beurteilen zu können.

Von Schildkröten und Lügnern

Paradoxien und Antinomien in den Wissenschaften

Edited by Karsten Engel

Wissenschaften haben gute Aussichten auf Bewältigung der Probleme, die mit den gängigen Theorien nicht »wegzuerklären« sind, wenn sie die in ihnen auftretenden Paradoxien und Antinomien ernst nehmen: Eine Einsicht, die alle Aufsätze in diesem Band eint. Was das im Speziellen bedeutet, formulieren in diesem Buch PhilosophInnen als auch Einzelwissenschaftler konkret aus. Es wird dadurch offensichtlich, wie eng die Paradoxien- mit den Grundlagenforschungen der Wissenschaften verwoben sind. Diese waren in der Vergangenheit immer dann besonders hilfreich, wenn man sie – ähnlich wie in diesem Band – inter- oder transdisziplinär ausrichtete. Eine unumgehbare Voraussetzung für diese Art der Zusammenarbeit ist eine übergreifende Begriffs- und Strukturbestimmung von »Paradoxie«, weswegen einige AutorInnen dies explizit in ihren Aufsätzen aufgreifen. Studierende der hier vertretenen Fächer lernen mit den Texten, deren Gegenstände und Fragen unter Blickwinkeln zu betrachten, die Sackgassen verhindern, in die man durch das Beibehalten einer einzigen, wenn auch bisher noch so erfolgreichen Methode gerät. Damit ist klar: Paradoxien- und Antinomienforschung hilft, Denkblockaden abzubauen.

Edited by Peter Klimczak and Thomas Zoglauer

Zwar gibt es eine Vielzahl an Einführungen in die formale Logik und der Besuch entsprechender Grundkurse ist für die Studierenden unterschiedlichster Fächer nicht selten verpflichtend; wie man diese Logik allerdings jenseits der philosophischen Fächer anwenden kann, bleibt in der Regel unbeantwortet. Diese bislang zu kurz gekommene interdisziplinäre Brückenfunktion der formalen Logik erfüllt der vorliegende Band. Fachlich ausgewiesene Wissenschaftler der jeweiligen Disziplinen präsentieren und reflektieren an einem Beispiel Anwendungen der formalen Logik in ihrem Fachbereich. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie wird in der jeweiligen Einzelwissenschaft formale Logik zur Modell- und Theoriebildung, zur Problemlösung, zum deduktiven, induktiven oder abduktiven Schließen eingesetzt? Wie wird dabei methodisch vorgegangen? Welche Kalküle kommen dabei zum Einsatz? Entsprechend wendet sich das Buch nicht nur an den Logiker oder Wissenschaftstheoretiker, sondern auch an die Vertreter der jeweiligen Disziplinen: Es macht die Anwendungsbreite der Logik in den einzelnen Wissenschaften deutlich und leistet zugleich einen Beitrag zur Förderung eines interdisziplinären Dialogs.

Natur und Erfahrung

Bausteine zu einer praktischen Philosophie der Gegenwart

Edited by Sebastian Laukötter and Matthias Hoesch

Das Kernanliegen der philosophischen Arbeiten Ludwig Sieps ist die Formulierung einer praktischen Philosophie für die Gegenwart. In seinen jüngeren Arbeiten sind insbesondere der Begriff der Natur und der Begriff der Erfahrung in den Fokus gerückt. Eine plausible Ethik muss nach Siep einerseits eine evaluative Naturbetrachtung und insbesondere eine Reflexion der Natur des Menschen umfassen. Andererseits muss sie aber auch, weil sie sich nicht auf apriorische Prinzipien stützen kann, ein Konzept der historischen Erfahrung heranziehen, wenn sie Antworten auf die heute relevanten Fragen geben möchte. Der Band behandelt anlässlich des 75. Geburtstages Ludwig Sieps zentrale Aspekte seiner jüngeren Arbeiten, teils kritisch und teils mit Vorschlägen für mögliche Weiterentwicklungen. Ziel dieser Auseinandersetzung mit dem philosophischen Denken Ludwig Sieps ist es, entlang der systematischen Linien »Natur« und »Erfahrung« Bausteine zu einer praktischen Philosophie der Gegenwart zu diskutieren.