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Erstmals seit Jahrzehnten liegt mit diesem Buch wieder ein Überblick über die Verfolgung der künstlerischen Moderne durch die Nationalsozialisten vor.
Die Nationalsozialisten haben die »Argumente«, mit denen die künstlerische Moderne verspottet und beschimpft wurde, nicht erfunden, sondern die Äußerungen des Unverständnisses und der Ablehnung begleiteten den Aufstieg der modernen Kunst von Anfang an. Auch solche Anschauungen fallen – sofern sie nicht juristisch relevante Tatbestände erfüllen – unter das Recht auf freie Meinungsäußerung in einer Demokratie. Das Besondere nationalsozialistischer Kunstpolitik liegt in dem Umstand, dass diese privaten Meinungen staatlich sanktioniert und zum Leitfaden für das Handeln öffentlicher Einrichtungen und schließlich des Staates selbst umfunktioniert wurden. Die moderne Kunst wurde öffentlich an den Pranger gestellt.
Herausgegeben und kommentiert von Herta Wolf. Aus dem Englischen von Wilfried Prantner.
Series:  Photogramme
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In dem vorliegenden Band werden zum ersten Mal alle photographischen Schriften von William Henry Fox Talbot publiziert. Zu diesen zählen, neben Texten über die photogenische Zeichnung (1839), Ausführungen über die Kalotypie, die von ihm eingereichten Patentschriften gleichermaßen wie sein wohl berühmtestes Buch, der mit Photographien illustrierte „Zeichenstift der Natur“ (1844-1846) und der Bildband „Sonnenbilder in Schottland“. Der Weiterentwicklung druckphotographischer Prozesse widmete sich der Erfinder der Positiv-Negativ-Photographie auf Papier bis zu seinem Tod 1877. Die photographischen Schriften werden erläutert und eingebettet in Talbots dem Medium gewidmete Disseminationsbestrebungen, zu denen seine wissenschaftliche Korrespondenz ebenso zu zählen ist wie die von ihm als Schule und Kopieranstalt konzipierte Société calotypique in Paris und die Photo-Unternehmen in Reading und London. Seine Vertriebsstrategien allerdings wurden konterkariert durch seine in den 1850er Jahren geführten Patentschutzprozesse.
Leonardo da Vinci war kein gläubiger Christ. Er schrieb um 1500: „Seele und Leben sind unglaubwürdige Dinge… Gegen das Wesen Gottes und der Seele sträuben sich die Sinne“. Die Seele ist bei Leonardo eine visuell dominante Wahrnehmungsseele, eng verbunden mit dem Gemeinsinn, dem sensus communis, und mit der mittelalterlichen Lehre von den Hirnkammern. Sein Konzept geht von physiologischen Funktionen der Seele aus und verzichtet auf jegliche Metaphysik. Für seine eigene Seele lässt Leonardo die Frage nach ihrem Wesen (che cosa è anima?) unbeantwortet. Erstmals befasst sich eine Monographie mit Leonardos Konzept der Seele. In klarer und ansprechender Sprache geschrieben, mit zahlreichen Abbildungen, einer ausführlichen Bibliographie und einem Personen- und Sachregister versehen, bereichert das vorliegende Buch die Leonardo-Forschung um substantielle neue Erkenntnisse.
Musiklehrerinnen- und Musiklehrerbildung in Würzburg aus institutionsgeschichtlicher Perspektive
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Ausgangspunkt dieser Studie ist die Frage, wie und warum die heutige Hochschule für Musik Würzburg (HfM) im Jahr 1973 zur zweiten Musikhochschule in Bayern wurde. Dieser 1970 vom damaligen Rektor Reinartz initiierte und 1974 formal abgeschlossene Prozess war eingebettet in die bildungsstrukturellen und curricularen Debatten dieser Zeit, vor allem aber in die Wiederaufnahme des gymnasialen Lehramts Musik. Aus institutionsgeschichtlicher Perspektive wurde weder auf Musikhochschule noch auf Musiklehrkräftebildung geblickt. Diesen Desideraten wird sich an dem Beispiel der HfM in dieser Untersuchung exemplarisch zugewendet. Um Musiklehrkräftebildung als Teil eines musikalischen (Volks-)Bildungsgedankens sichtbar zu machen, wird der Bogen bis in das Gründungsjahr 1804 geschlagen. Es wird gezeigt, dass Musiklehrkräftebildung ein kontinuierliches Aufgabenfeld der HfM ist, in das der Statuswechsel von 1974 mit seinem Ereignischarakter kontextuell eingebettet ist.
Eine Bildgeschichte des gemalten Vorhangs
Series:  Bild und Text
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Im Akt der Enthüllung lässt ein beiseite geschobener Vorhang etwas zum Vorschein kommen, das zuvor verborgen war, und löst dadurch nicht nur das Interesse aus, dieses weiter zu ergründen, sondern lenkt auch unser Sehen. Dabei wird ersichtlich, mit welchen Mitteln ein Betrachter verführt wird, sich ein Bild anzusehen und wann welche Praktiken bestimmen, ob etwas in einem Bild zu sehen gegeben wird oder nicht gezeigt werden darf. Das vorliegende Buch fragt danach, auf welche Weise ein Vorhang im oder vor dem Bild die Begegnung mit dem Bild provoziert. Denn im Gegensatz zu einem distanzierten Sehen fordern die Vorhänge in den hier behandelten Kunstwerken vom 15. bis zum 19. Jahrhundert (u.a. Vermeer, Tizian, Velázquez, Manet, Cézanne) den Betrachter dazu auf, sich auf das im Bild Gezeigte einzulassen. Es ist ein Sehen, das zwischen dem Davor-Stehen und Sich-im-Bild-Bewegen zu pendeln beginnt. Ein Bild besteht somit weniger darin, Bedeutungsträger zu sein, sondern vielmehr darin, ein Zusammenspiel mit dem Betrachter und ein Sehen im Bild zu entfachen, dessen Reiz im Schauspiel des Halbversteckten liegt.
“Music and its Narrative Potential” is a book about musical stories. It is a collection of thoughts on how music evokes narratives through its medium-specific strategies. This book is a multi-faceted consideration of narratives expressed through music. There are several threads and themes that flow and recur through its different chapters, the most prevailing of which are contemporary music, interdisciplinary approaches, contemporary narratology, and intermediality.

Abstract

This chapter examines the perception and understanding of post-classical (or “postminimalist”) music and its compatibility with narrative approaches to music. The main hypothesis is that the immense popularity of this music genre is symptomatic of a music-aesthetic paradigm shift that is currently taking place, which also affects listening modes and musical interpretation strategies. Because of its deep intertwining with digital technologies – both the music itself and the listening practice – post-classical music is in line with broader cultural processes of horizontalization, driven by digitalization and resulting in the hyper-individualization of society. The main argument for this alignment is that post-classical music creates immersive sound experiences rather than any musical “content” based on musical syntax or harmonic development. By comparing two archetypal cases – John Cage’s 4’33” and Max Richter’s Sleep – this chapter investigates how the relationship between music and listener has fundamentally changed over the last decades. While the “vertical” listening attitude required the audience to actively reach out and interpret the musical material, the “horizontal” listening mode creates a static aural landscape to reside in. Consequently, concepts of musical meaning built on “vertical” models of meaning, especially narrative approaches, no longer seem applicable within the new music-aesthetic paradigm.

Open Access
In: Music and its Narrative Potential
Author:

Abstract

Music for Pieces of Wood (1973), a work in three sections for five claves, was one of Steve Reich’s first works to explicitly focus on pattern development, specifically between composite patterns and build-up patterns. In this chapter, I use indexical processes to propose a narrative interpretation of this purely rhythmic work. I first analyze how the pattern interactions create musical gestures: through the process of deixis, a listener can observe how composite patterns influence the quality of every build-up pattern by the former directing a listener towards the latter. The gestures formed create a local narrative trajectory whereby each section reaches a point of textural saturation known as plentitude. By using a fulfillment-based telos and likening the musical gestures to dialogic interactions, one can identify formal markers of plentitude as the claves exhaust their pattern functions in each section. Examining how Reich used African music adds a culturally fundamental interpretive layer to this analysis. Through a metonymic lens, I consider the contextual parallels between African compositional techniques and Reich’s performance practice of the 1970s. The metonymic context further affects both the musical gestures formed and how listeners can interpret the work from different cultural perspectives.

Open Access
In: Music and its Narrative Potential
Author:

Abstract

Minimalism, and the postminimalist styles that followed it, arguably constitute some of the most influential musical developments of the late twentieth and early twenty-first centuries. However, one of minimalism’s most innovative features – its conception of time – has often been understood in relation to principles that govern Western Classical tonality, albeit at the opposite end of the temporal spectrum: a-teleological rather than teleological, non-narrative rather than narrative.

Starting from the premise that traditional narrative perspectives have largely failed to fully capture its forms and functions, this chapter will set out a theoretical and interpretative paradigm for analyzing minimalist music based on concepts relating to narrative space. Tropes relating to narrative space have been applied in literature and film but have rarely been considered in relation to music. The main part of this chapter will consider three examples from the postminimalist repertory – by Michael Torke, Steve Reich, and Philip Glass respectively – to illustrate how concepts relating to narrative space operate in each case. In Torke’s Adjustable Wrench (1987), space acts as a container for the composer’s application of a layering technique that creates gradual terraced transitions across each section. In Reich’s Proverb (1995), the music and text’s sense of perspective is spatially magnified and intensified in the way textural space is used to control and regulate elements such as repetition and augmentation. In Glass’ “Etude No. 20” (2012), for piano, the music’s architectonic dimensions are the result of a network of interconnected paradigmatic sections. If narrative threads are to be found in minimalist and postminimalist music, it is necessary to conceptualize them according to notions of space, by drawing on concepts such as frames, places, settings, locations, and arrangements, which in turn can be understood according to existing music-analytical parameters, such as layers, textures, and structures.

Open Access
In: Music and its Narrative Potential
Author:

Abstract

The texts presented in audio guides for art exhibitions constitute an interesting textual genre: they mix biographical storytelling with art history and ekphrasis. The role of music in audio guides has not received major scholarly attention, especially not in connection with its narrative functions. Mostly, audio guides are viewed from functional and pragmatic, rather than aesthetic, perspectives. After a general discussion of aspects of audio guide listening, this chapter focuses on a selection of audio guide texts that were used in conjunction with music for pictures in the exhibition “Beckmann & Amerika”, shown at the Städel Museum in Frankfurt from October 2011 to January 2012 and subsequently published in catalogue-cum-audio format by Hatje Cantz.

The audionarratological analysis reveals how music is employed sparingly but quite to a purpose in the examples, also fulfilling intriguing narrative functions. Thus, they serve, for instance, as an abstract to the narrative or as a complex thematic bracket. The music may “double” or amplify what the audio guide narrative says; it may also serve as a bridge or transition between different narrative parts. These “syntactic” and “semantic” functions ultimately contribute to an artistic deployment of music even in the pragmatic narrative genre of audio guide texts.

Open Access
In: Music and its Narrative Potential