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Zur ästhetischen Maschinerie der Religion
Religiös zu glauben ist nicht nur ein Fürwahrhalten, sondern bedeutet auch existenziell einzutauchen in einen Imaginationskomplex und bisweilen an einer „ästhetischen Maschinerie“ (Kant) zu partizipieren, um so mit dem eigenen Unbewussten und möglicherweise auch mit etwas den Menschen Übersteigendem in Kontakt zu treten. Dieser evolutionären Strategie auf die Spur zu kommen und sie wissenschaftlich zu beleuchten, ist Aufgabe der vorliegenden religionsphilosophischen Studie, die den Brückenschlag zwischen Hermeneutik des Imaginären, analytischer Annäherung an religiöse „Wahrheiten“ und einer Theorie der religiösen Erfahrung versucht.
Poetologie und Politik bei Alfred Döblin und Leonhard Frank
Author:
Die literarische Ohnmacht eröffnet den Körper als Schauplatz politischer, gesellschaftlicher und historischer Kräfte und formuliert so einen Gegenwartskommentar, der Fragen nach dem Recht und seiner Neuordnung diskutiert. Besonders geeignet für die Untersuchung der Ohnmacht als Epochensignatur sind das Frühwerk Alfred Döblins und das Werk Leonhard Franks: Die programmatisch und ästhetisch einander nahen Autoren, die Mitglieder der 'Sektion für Dichtkunst' der Preußischen Akademie der Künste waren, entwickeln poetologische Einsätze der Ohnmacht zur Darstellung gesellschaftlicher Umbrüche: In den Szenen der körperlichen Ohnmacht verdichten sich die Katastrophen und Krisen des 20. Jahrhunderts. Untersucht werden neben historischen Zeugnissen literarische Texte, u. a. Döblins 'Die drei Sprünge des Wang-lun. Chinesischer Roman' (1916), Franks Erzählung 'Die Kriegskrüppel' (1917) und sein Roman 'Die Jünger Jesu' (1949) mit seinen beiden Theateradaptionen.
Eine narratologische Reflexion polnischer Reisetexte des 19. Jahrhunderts
Author:
Wie lässt sich das Fremde vermitteln? Die vorliegende Monographie geht dieser Grundfrage anhand von Reisetexten aus der polnischen Literatur des 19. Jahrhunderts nach. Besonderes Augenmerk gilt dem Erzählen von Begegnungen mit dem Fremden und dessen unterschiedlicher Gestaltung in den Epochen der Romantik und des Positivismus/Realismus mit einem Ausblick auf das ,Junge Polen'. Daher steht im Mittelpunkt die Stimme, die – verstanden als Darstellungskonventionen für das Erzählen – den Kommunikationsakt insgesamt berücksichtigt. Entwickelt wird eine mediale Stimmkonzeption, auf deren Grundlage (großteils kanonische) Reisetexte der polnischen Literatur des 19. Jahrhunderts analysiert werden. Kontrastiert wird dabei das Schreiben derselben Autorinnen und Autoren in verschiedenen Gattungen. Dokumentarische Reisetexte, Reise-Lyrik und fiktionales Erzählen vom Reisen geben so ein facettenreiches Bild von Darstellungen der Begegnung mit dem Fremden.
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“. Was heißt es, dass ich ein sprachliches Wesen bin? Wie spreche ich über Liebe, tiefe Beunruhigungen, Glück und Schmerz? Ludwig Wittgenstein hat in seinem bedeutenden Werk das 20. Jahrhundert so beeinflusst, dass die Auffassung der Sprache danach eine andere war. Geboren 1889 in eine kultivierte Familie in Österreich, kannte Wittgenstein früh die Nuancen feinfühliger Unterscheidung und Weltwahrnehmung. Vom frühen Werk bis zu den späteren Überlegungen zu Sprachspiel, Lebensform, Regelfolgen und Grammatik zeigt er unsere Verbundenheit mit dem Medium der Sprache – es ist nicht nur Werkzeug der Vermittlung, sondern prägt von Grund auf, wer wir sind und wie wir unsere Umgebung wahrnehmen. Die Sprachanalyse ist die zentrale Methode seiner Philosophie. Das Ziel ist es, scheinbare Probleme der Philosophie als sprachliche Missverständnisse aufzulösen – und damit der Fliege den Weg aus dem Fliegenglas zu zeigen.
Transkulturelle Lektüren
Editors: and
Das Werk Robert Musils wird heute weltweit rezipiert, gerade auch in Ostasien. Diese ostasiatischen Musil-Lektüren stehen im Mittelpunkt dieses Sammelbandes. Zum einen wird die Musil-Rezeption in Japan, Korea und China dargestellt; ebenso werden die Einflüsse dieser Rezeption auf die dortigen Literatur- und Kulturentwicklungen hervorgehoben. Dies schließt Überlegungen zur Übersetzung von Musils Texten in diese ostasiatischen Sprachen ein. Zum anderen werden Musil-Interpretationen vorgelegt, die sein Werk in den Kontext transkultureller Fragestellungen einrücken, wobei Bereiche wie z. B. Exotismus, Kulturverständnis, Sprache, Modernismus, Ethik und Hybridität angesprochen werden. Es wird dabei deutlich, dass Musils Texte als wichtige Wegmarken bei der Herausbildung eines globalisierten, transkulturellen Literaturverständnisses aufgefasst werden können. An dem Sammelband sind international bekannte Musilforscher:innen aus Asien, Australien, den USA und Europa beteiligt.
Formen, Funktionen und komparatistische Analysen von Traum-im-Traum-Strukturen
Der Traum im Traum kann Potenzierung des Traums sein oder in Abgründe falschen Erwachens führen. Diese erste komparatistische Monografie zu der Thematik zeigt nicht nur das Spektrum der Formen, sondern auch ihre Anbindung an grundlegende Fragen nach der Zuverlässigkeit der Wahrnehmung und der Realität der Welt. Im Rahmen der vergleichenden Untersuchung von Werken aus Literatur, Film, Fernsehserie und Comic aus diversen kulturellen Kontexten zeigt sich der Traum im Traum in all seinen Gestalten. Diese werden dabei in strukturalistischer Tradition als Traum-im-Traum-Strukturen begriffen. Zahlreiche Einzeluntersuchungen oft komplexer und ambivalenter Beispiele bilden neben Einblicken in die Literaturgeschichte des Traum im Traum den Kern des Buches. Unter Rückgriff auf Methoden der Narratologie, der Phantastiktheorie und der kulturwissenschaftlichen Beschreibung von Traumdarstellungen entsteht ein umfassendes Bild dieses Phänomens.
Zum Schrifttum der europäischen Expansion
Series:  Poesis, Volume: 6
Der vorliegende Band geht auf ein Forschungskolloquium an der Ruhr-Universität Bochum zurück. Fachvertreter*innen der Romanistik, Komparatistik und Geschichtswissenschaft richten den Blick auf jene Texte, die im Zusammenhang mit der frühneuzeitlichen Vereinnahmung der beiden Amerikas, des Fernen Ostens und des Mittelmeerraumes entstanden sind. In postkolonial-kritischer Perspektive legen sie offen, dass Affekte wie Furcht, Staunen, Mitleid oder Scham gezielt zum Einsatz kommen, um die Ideologie der Expansion zu rechtfertigen, die Taten der Expansionsträger ins rechte Licht zu rücken und die gewaltvolle Realität der Kontakte zu Indigenen zu verschleiern. Den komplexen Verfahren der Verschriftlichung und Darstellung, aber auch der bewussten Ausklammerung ebendieser Affekte (in) der europäischen Expansion nachzugehen, ist das gemeinsame Ziel der hier versammelten Beiträge.
Krisen von Abenteuer und Männlichkeit in der deutschen Kolonialliteratur
Die Studie untersucht, wie in deutschen Kolonialromanen mittels Abenteuernarrationen Krisenerfahrungen der Jahrhundertwende verhandelt werden. Das Abenteuer als um 1900 gleichermaßen tradiertes wie problematisiertes Erzähl- und Handlungsmodell bietet durch verschiedene Formen der Transgression die Gelegenheit, gesellschaftliche Ordnungsentwürfe und die darin vorgesehene Rolle des männlichen Kolonialakteurs kritisch zu reflektieren. Die abenteuerliche Eskapade als fester Bestandteil exotistischer Imaginationen steht in den untersuchten Romanen in Konflikt mit der zugleich erwarteten (Selbst-)Beherrschung. Die erzählerische Evokation von Hilflosigkeit zwischen Abenteuer und Ordnung bleibt indes nicht auf den kolonialen Kontext begrenzt. Indem koloniale Herausforderungen diskursiv aufs Engste mit denen der Heimat verwoben werden, wird deutlich, dass die deutsche Kolonialliteratur als kulturkritischer Kommentar zu Entwicklungen der Moderne zu verstehen ist.