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Tradition und Traditionsbruch zwischen Skepsis und Dogmatik

Interkulturelle philosophische Perspektiven

Ediert von Claudia Bickmann, Hermann-Josef Scheidgen, Tobias Voßhenrich and Markus Wirtz

Tradition und Traditionsbruch gehören zu den entscheidenden Herausforderungen in einer beschleunigt zusammenwachsenden Welt. Sollen beide Seiten nicht in einem unfriedlichen Antagonismus verharren, so ist Prämissentransparenz und Grenzbestimmung der je eigenen und fremden Argumente gefragt. In der Auseinandersetzung mit klassischen Quellen der europäischen und außereuropäischen Philosophiegeschichte soll der vorliegende Band zeigen, daß Selbstkritik und Selbstaffirmation in allen Weltphilosophien nur mehr zwei entgegengesetzte Reaktionen auf eine von innen oder von außen gefährdete Identität zum Ausdruck bringen. Skepsis und Dogmatik betreffen darum nicht allein den Kern der abendländischen Annäherungen, sondern sie treffen den Nerv aller Weltphilosophien gleichermaßen. Skeptisch-kritische Positionen prägen ebenso die buddhistische, taoistische und islamische Philosophie; spekulativ-systematische Ansätze finden ihren Niederschlag in der islamischen, der hinduistischen wie auch der europäischen Philosophie; rationalistische und analytische Strömungen lassen sich in allen genannten philosophischen Traditionen ausfindig machen. Leitend ist darum die gemeinsame Frage: Wie ist Identitätskonstruktion in Traditionen möglich, ohne dogmatisch zu werden, und wie können Relativität und Skepsis ihre produktive Funktion entfalten, ohne auf die Universalität der Werte (wie etwa der Menschenrechte) verzichten zu müssen?

Ediert von Hermann-Josef Scheidgen, Norbert Hintersteiner and Yoshiro Nakamura

Der Begriff „Globalisierung“ wird zunehmend nicht nur in den Disziplinen der Ökonomie und der Kommunikationswissenschaft diskutiert, sondern auch in den Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften sowie insbesondere in der Interkulturellen Philosophie. Der Diskurs über Globalisierung verläuft dabei
teilweise analog demjenigen über Inter- und Multikulturalität.
Die Beiträge dieses Bandes geben ein breites Spektrum wieder. Sie reichen von der Konstatierung der Globalisierung als einer Rahmenbedingung, zu der man sich als Wissenschaftler reflexiv oder reaktiv zu verhalten habe, über die Analyse diverser Teilaspekte und über visionäre Einforderungen utopischer Globalisierungsauslegungen bis zur Negierung ihrer erkenntnistheoretischen Bedeutung. Das Gemeinsame dieser Vielfältigkeit ist die Bestimmung des Globalen als eines Szenarios der Begegnung.

Konversionen

Fremderfahrungen in ethnologischer und interkultureller Perspektive

Ediert von Iris Därmann, Steffi Hobuß and Ulrich Lölke

Unter dem Begriff der Konversionen erkundet dieser kulturwissenschaftliche Band Formen einer Umkehrung, die einsetzt, wenn die Erfahrung des Beobachtetwerdens als zentraler Bestandteil von Fremderfahrungen anerkannt wird. In den versammelten Texten wird ausgeführt, wie diese aus der ethnologischen Feldforschung gewonnene Erinnerung als Vorbild für andere disziplinäre Perspektiven dienen kann.
Die Ethnologie liefert dabei den viel zu lange vernachlässigten Hinweis auf die Wichtigkeit des Blicks des anderen in der Fremderfahrung; die philosophische Perspektive auf interkulturelle Dialoge liefert den Hinweis auf die Wichtigkeit des Sprechens des anderen. Aus diesen Hinweisen ergeben sich Ansprüche an ethnographische und literarische Texte und an andere wissenschaftliche Disziplinen sowie an eine angemessene Lektürepraxis. Die Texte des vorliegenden Bandes versuchen, diese Ansprüche exemplarisch einzulösen. Sie zeigen in einer neuartigen interdisziplinären Zusammenstellung sowohl einzelne Fälle der Umkehrung von Blickrichtungen als auch das Prinzip der Kritik und Erweiterung einer eurozentristischen Philosophie durch die Einführung einer ethnologischen und interkulturellen Perspektive.

Kitaro Nishida (1870-1945)

Moderne japanische Philosophie und die Frage nach der Interkulturalität

Rolf Elberfeld

Im Zentrum der Untersuchung steht die Philosophie des modernen japanischen Philosophen Kitar??o?? Nishida (1870-1945) und ihr Bezug zur Frage nach der Interkulturalität. Nishidas Philosophie ist einerseits interkulturell orientierte Philosophie - entstanden aus der interkulturellen Begegnung zwischen westlicher und japanischer Kultur im Rahmen des modernen Japans - und andererseits bietet sie einen Ansatz zu einer Philosophie der Interkulturalität. Der Ansatz gibt einen neuen Blick auf die globalen geschichtlichen Vorgänge frei - gesehen durch die Augen eines außereuropäischen Denkers. Mit Nishidas Philosophie und ihrer geschichtlichen Stellung wird somit die Frage nach der Moderne im interkulturellen Kontext auf neue Weise virulent, so daß sich neue Fragehorizonte für das Denken der Gegenwart ergeben.

Einheit und Vielfalt

Das Verstehen der Kulturen

Ediert von Notker Schneider, R.A. Mall and Dieter Lohmar

Ediert von R.A. Mall and Notker Schneider

Der fünfte Band der Reihe trägt den Titel Ethik und Politik aus interkultureller Sicht. Neben einer begrifflichen, methodischen und inhaltlichen Klärung, was aus interkultureller Sicht bedeutet, werden in den verschiedenen Beiträgen ethische und politische Ansätze im heutigen Weltkontext der Philosophie erörtert. Interkulturell orientiertes philosophisches Denken weist alle Zentrismen zurück, ohne jedoch die jeweilige kulturelle Sedimentiertheit in Frage zu stellen. Folgerichtig wird so auch ein jeder Monismus abgelehnt. Das heutige Angesprochensein der Kulturen verlangt von uns, von den beiden Fiktionen einer totalen Identität und völligen Differenz unter den ethischen und politischen Modellen Abschied zu nehmen. Die These von der Überlappung zielt auf das Wahrnehmen von grundsätzlichen Ähnlichkeiten und erhellenden Differenzen in den Ansätzen. Wer einen Pluralismus bejaht, muß auch bereit sein, im Geiste der Toleranz die unterschiedlichen Ansätze zur Ethik und Politik ernst zu nehmen. Wer den Konsens zu sehr betont, liebäugelt mit irgendeinem Identitätsmodell, vernachlässigt den Kompromiß. Tatsache ist jedoch, daß gerade Kompromisse zur Konfliktlösung beitragen. So sind die Beiträge dieses Bandes dem Ziel gewidmet, sowohl eine theoretische Begründung als auch eine praktische Bewältigung der interkulturellen Verständigung in Ethik und Politik zu leisten.

Das Multiversum der Kulturen

Beiträge zu einer Vorlesung im Fach ‘Interkulturelle Philosophie’an der Erasmus Universität Rotterdam

Ediert von Heinz Kimmerle

In den 'Orolegomena' wird vom Herausgeber der Durchbruch zu einer konsequenten Konzeption der interkulturellen Philosophie dargestellt. D. Tiemersma untersucht, wie Merleau-Ponty durch eine Auseinandersetzung mit kulturanthropologischen Forschungen zu einer Erweiterung des Bewußtseinsbegriffs und der Rationalitätskonzeption gelangt. Die Ansprüche einer interkulturellen Philosophie werden von J. Hoogland von einer Habermas'schen Position aus kritisch überprüft. A.W. Prins interpretiert Heideggers 'Angang der interkulturellen Auseinandersetzung' trotz anders lautenden Äußerungen dieses Autors als einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Philosophie. Für einen Aufweis der inneren Affinität zwischen japanischem Denken und einigen neonietzscheanischen Philosophen bezieht sich H. Oosterling auf Bataille, Barthes, Foucault, Lyotard und Derrida.
Aus feministischer Perspektive wendet sich J. van den Oord der Frage der Universalität der Menschenrechte zu. In der Absicht, den Universalitätsanspruch der westlichen Demokratieform zu kritisieren, konfrontiert F. Uyanne afrikanische und westliche Demokratie-Konzeptionen. C. Jacobs beschreibt den interkulturellen Dialog, der in einigen wichtigen Kunstausstellungen in New York und Paris stattgefunden hat.
Nachdem E. de Schipper tiefgehende Zweifel am hier beschrittenen Weg zur interkulturellen Philosophie ausgesprochen hat, werden zum Schluß in einer 'Replik' der Herausgebers noch einmal einige Ausgangspunkte des Projekts klargestellt.

Die Dimension des Interkulturellen

Philosophie in Afrika – afrikanische Philosophie. Zweiter Teil: Supplemente und Verallgemeinerungsschritte

Heinz Kimmerle

Dieses Buch sucht den Diskurs über afrikanische Philosophie, der in früheren Veröffentlichungen des Autors begonnen wurde, fortzusetzen. Wichtige neue Themen sind: 1. Die Situation der Philosophie in den französisch-sprachigen afrikanischen Ländern, insbesondere der Einfluß des Islam auf die afrikanische Weisheitslehre; 2. Die Arbeit afrikanischer Philosophen in der amerikanischen Diaspora; 3. Das wichtige Buch von K.A. Appiah: In My Father's House. Africa in the Philosophy of Culture (1992). - Von diesen Untersuchungen aus wird die Bedeutung der Beschäftigung mit afrikanischer Philosophie für die interkulturelle Philosophie oder - genauer gesagt - für die Notwendigkeit der Dimension des Interkulturellen innerhalb der heutigen Philosophie überhaupt in drei Schritten herausgearbeitet: 1. Afrika in der Philosophie Hegels; 2. Eine nicht mehr eurozentrische Neubestimmung des Verhältnisses der Kulturen zueinander. 3. Der Status universaler Erkenntnis aus der Perspektive kulturanthropologischer Forschungen. - In zwei Zwischenbetrachtungen wird die Kritik am hier vertretenen Ansatz einer interkulturellen Philosophie gegenkritisch erörtert. - Schließlich wird ein Beitrag zum Fortgang des Dialogs abgedruckt, in dem der Zusammenhang von Ethik und Ästhetik im afrikanischen und im westlichen Denken näher untersucht und miteinander konfrontiert wird.