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Takfīr im militanten Salafismus

Der Staat als Feind

Justyna Nedza

With this work, Justyna Nedza presents the first comprehensive analysis of the theologically charged legal practice of “declaring someone an unbeliever” ( takfir) in militant Salafist thought. Her investigation zooms in on the role of takfir in the formal legitimization of militant jihad against government institutions. Investigating both the Egyptian and Saudi Arabian case, Nedza demonstrates the importance of the regional context in shaping consistent legal arguments for the legitimacy of takfir of collectives. The careful analysis of the arguments of four selected militant Salafist authors brings out that this contextuality plays also a decisive role for the respective textual references, as well as shaping the conclusions drawn by the Egyptian and Saudi Arabian authors, respectively.

In dieser Arbeit präsentiert Justyna Nedza die erste umfassende Analyse der theologisch aufgeladenen Rechtspraxis des „Apostasievorwurfs“ ( takfīr) im Milieu des militanten „Salafismus“. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der rechtlichen Begründung von gewaltsamen Widerstand ( ǧihād) gegen staatliche Organe in muslimischen Mehrheitsgesellschaften, sowie die hiermit verbundene Ausweitung dieses Rechtsmittels vom Individuum auf Kollektive. Anhand der komparatistischen Untersuchung der Schriften von vier ausgewählten Autoren aus Ägypten und Saudi-Arabien zeigt Nedza, dass deren divergenter nationaler Kontext eine entscheidende Rolle sowohl für ihre jeweiligen textlichen Referenzrahmen als auch ihre entsprechenden Schlussfolgerungen spielt. Damit wird die bisher weithin akzeptierte These vom “Salafismus” als global einheitlichem Phänomen auf den Prüfstand gehoben.

Die Geschichte hinter der Geschichte

Zum Streit um das literarische Erbe der Schriftsteller Franz Kafka und Max Brod

Julius H. Schoeps

Thomas L. Gertzen

Hingabe als Weg in den Untergang

Ein Vergleich von Stendhals Julien Sorel mit Herman Melvilles Kapitän Ahab

Johannes Frankow

Editors Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte