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The Egerton Gospel (Egerton Papyrus 2 + Papyrus Köln VI 255)

Introduction, Critical Edition, and Commentary

Series:

Lorne R. Zelyck

In this commentary on the Egerton Gospel, Lorne R. Zelyck presents a fresh paleographical analysis and thorough reconstruction of the fragmentary text, which results in new readings and interpretations. Details surrounding the acquisition of the manuscript are presented for the first time, and various scholarly viewpoints on controversial topics, such as the date of composition and relationship to the canonical gospels, are addressed. This early apocryphal gospel (150-250 CE) provides traditional interpretations of the canonical gospels that are similar to those of other early Christian authors, and affirms Jesus’ continuity with the miracle-working prophets Moses and Elisha, his obedience to the Law, divinity, and violent rejection by Jewish opponents.

Erzählte Bewegung

Narrationsstrategien und Funktionsweisen lateinischer Pilgertexte (4.-15. Jahrhundert)

Series:

Susanna Fischer

In Erzählte Bewegung. Narrationsstrategien und Funktionsweisen lateinischer Pilgertexte (4.-15. Jahrhundert), Susanna Fischer analyzes the function and structure of the genre of pilgrimage narratives from a literary point of view.
The first part of the book is devoted to theoretical reflections and a systematic analysis of characteristic elements of pilgrimage narratives. Interpreting the texts from a narrative perspective, she focuses not only on formal characteristics but also on narrative structures and thus takes a closer look at the poetics of pilgrimage narratives. Through the detailed analysis of fourteen Latin texts about pilgrimage to the Holy Land from the 4th to the 15th century, she illustrates the development of a literary tradition with specific structural, stylistic and narrative characteristics.

Biblical Exegesis without Authorial Intention?

Interdisciplinary Approaches to Authorship and Meaning

Series:

Edited by Clarissa Breu

In Biblical Exegesis without Authorial Intention? Interdisciplinary Approaches to Authorship and Meaning, Clarissa Breu offers interdisciplinary contributions to the question of the author in biblical interpretation with a focus on “death of the author” theory. The wide range of approaches represented in the volume comprises mostly postmodern theory (e. g. Jacques Derrida, Michel Foucault, Paul de Man, Julia Kristeva and Gilles Deleuze), but also the implied author and intentio operis. Furthermore, psychology, choreography, reader-response theories and anthropological studies are reflected. Inasmuch as the contributions demonstrate that biblical studies could utilize significantly more differentiated views on the author than are predominantly presumed within the discipline, it is an invitation to question the importance and place attributed to the author.

Series:

Cilliers Breytenbach

Zusammenfassung

In diesem Vortrag wird der Ertrag des Wirkens Adolf Deissmanns für die neutestamentliche Wissenschaft anhand seines Werks Licht vom Osten, dessen sprach-, literatur-, religions-, sozial- und kulturgeschichtlichen Methoden und Ergebnissen sowie dessen Rezeption dargestellt. Es ist Deissmann darum gegangen, das Ethos des Christuskultes zu erfassen und vor seinem kulturgeschichtlichen Hintergrund auszulegen. Das macht ihn zu einem der ersten Religions- und Kulturhistoriker des Urchristentums und zum Vorreiter einer Literaturgeschichte der urchristlichen Schriften, wie sein Freund Martin Dibelius und sein Schüler Karl Ludwig Schmidt sie entwickelten. Über Dibelius beeinflusste Deissmann die US-amerikanische Forschung nachhaltig (Malherbe).

Series:

G.H.R. Horsley

Zusammenfassung

Adolf Deissmann (1866–1937) war ein verhinderter Klassischer Philologe. Hätte die Last der familiären Tradition, in deren Erbe er stand, nicht auf ihm gelegen, hätte er vielleicht eine Karriere als Klassischer Philologe verfolgt, statt als Theologe, als der er Lehrstühle in Heidelberg und Berlin innehatte. Dass er seinen Fokus auf die Philologie legte, wird aus dem gesamten Œuvre seiner akademischen Publikationen ersichtlich, zumindest bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Licht vom Osten, sein berühmtestes Buch, zeigt uns, wie er sein Verständnis der Altertumswissenschaften von der Klassischen Philologie übernommen hat und es auf das Studium des Neuen Testaments anwendet. Auf diese Weise scheint er eine Art Erfinder einer „Neutestamentlichen Altertumswissenschaft“ gewesen zu sein. Die Lexikographie blieb ein Leitmotiv seiner Karriere, wenngleich ein eng umschriebenes: es ging ihm um die Erklärung der Sprache des Neuen Testaments durch nicht-literarische Texte, die auf Stein oder Papyrus erhalten geblieben sind. Sein Lexikon allerdings vermochte er nie zu vollenden. Dieser Beitrag soll prüfen, ob es im Kontext seiner Zeit angemessen ist, Deissmann als Epigraphiker, als Papyrologen oder als Lexikographen zu betrachten. Für den ersten Bereich seiner wissenschaftlichen Arbeit ist das Ergebnis negativ, für den zweiten leidlich positiv, und für den letzten Bereich unklar. Trotz dieses Befundes, darf man ihn weiterhin als Philologen ansehen, wenngleich als einen atypischen.

Series:

Karl Dienst

Zusammenfassung

Der Beitrag beschäftigt sich mit den biographischen Bezügen Adolf Deissmanns nach Nassau, die er nach eigenem Bekunden auch für seine wissenschaftliche Arbeit als besonders prägend empfunden hat. Skizziert wird das geistig-religiöse Milieu, dem Deissmann entstammt, und dessen historischer Kontext, insbesondere die komplexen kirchenpolitischen Zusammenhänge in der Nassauer Landeskirche. Verfolgt wird diese Linie von der Geburt und Kindheit in Langenscheid und Erbach über Ausbildung, Vikariat und erste Berufsjahre in Dausenau und Herborn, bevor Deissmann 1897 eine ordentliche Professur in Heidelberg antrat, bis zur (abgelehnten) Berufung als Generalsuperintendent nach Wiesbaden im Jahr 1919.

Series:

Dietz Lange

Zusammenfassung

Deissmann war in Deutschland einer der treuesten und tüchtigsten Mitarbeiter Söderbloms in Fragen der Ökumene. Beide Männer teilten ein lebendiges Interesse an der Geschichte der Religionen und den Angelegenheiten der Kirche. Einerseits schätzte Söderblom die wissenschaftliche Arbeit Deissmanns im Bereich des Neuen Testamentes sehr, besonders seine Ausführungen zum „mystischen“ Element im Denken des Paulus, das eng mit seinem eigenen Konzept von Religion übereinstimmt. Andererseits übernahm Deissmann dessen Auffassung von der Einheit der Kirche und unterstützte deren Ausbreitung. Dieses bedeutete, dass keine der existierenden Kirchen für sich beanspruchen kann, selbst die absolute Wahrheit zu besitzen. Ihr gemeinsamer Glaube an Christus und die Liebe vereinen sie. Diese Verbindung sollten sie durch die Bildung eines Weltkirchenrates sichtbar machen, wobei sie an ihren unterschiedlichen Glaubenstraditionen festhalten, über diese aber in friedlicher Art und Weise streiten sollten. Dabei sollten sie gemeinsam die geistliche Lücke, die der Erste Weltkrieg hinterlassen hat, in Angriff nehmen. Für Söderblom sollten die Kirchen, die so verbunden waren, Vorreiter für die Versöhnung zwischen den Nationen werden, welche das Ziel des Völkerbundes war. Seit der Stockholmer Konferenz im Jahr 1925 stimmte Deissmann mit seinem schwedischen Mentor in dieser Frage vollständig überein.

Series:

Barbara Aland

Zusammenfassung

Deissmann nimmt zu den Fragen der Paulusforschung zu Anfang des 20. Jahrhunderts in keiner Weise Stellung, sondern geht bei seiner Sicht auf Paulus in erster Linie von den durch ihn neu fruchtbar gemachten epigraphischen und papyrologischen Quellen zur Umwelt des Paulus aus. Er erweist sich damit als das Beispiel eines Auslegers, dessen unbestrittenes Verdienst es ist, auf bisher vernachlässigte Quellen zur Erforschung der Gestalt des Paulus hingewiesen zu haben, der diese dann aber in ihrer Bedeutung derart überzieht, dass unzureichende Schlüsse gezogen werden. Der Beitrag demonstriert das an drei Hauptthemen von Deissmanns Paulusbetrachtung, an der sozialen Welt des Paulus, an der von Deissmann so genannten Christusmystik und an der von ihm als unliterarisch angesehenen Brieflichkeit der Paulusbriefe.

Series:

Alexander Weiß

Zusammenfassung

Der Beitrag will zum einen zeigen, dass sich Deissmann in Licht vom Osten sehr viel differenzierter zur sozialen Zusammensetzung des frühen Christentums geäußert hat, als es die etwas eindimensionale Rezeption vermuten lässt, und dass er den Wortlaut einer Schlüsselstelle von der ersten zur vierten Auflage entscheidend modifiziert hat. In sehr viel zugespitzterer Form hatte er die ‚Unterschichtenthese‘ allerdings in einem Vortrag auf dem 19. Evangelisch-Sozialen Kongress in Dessau 1908 geäußert, und wahrscheinlich hat dieser Vortrag, bei dem eine große Zahl an Theologen zugegen war, viel stärker als Vehikel für die Verbreitung der These und ihre Verbindung mit dem Namen Deissmann gedient. Des Weiteren wird gezeigt, dass die ‚Unterschichtenthese‘ keineswegs die wissenschaftliche communis opinio seiner Zeit war, und schließlich werden Deissmanns tatsächlich ja eben sehr viel ausgewogenere Aussagen gewürdigt, welche bei genauerem Hinsehen vieles in nuce vorwegnahmen, was dann erst seit den 1980er Jahren von althistorischen Sozialhistorikern und Vertretern des ‚new consensus‘ unter den Neutestamentlern formuliert wurde.

Series:

Albrecht Gerber

Zusammenfassung

Zwischen November 1914 und November 1921 verbreitete der Berliner Theologe und Philologe Adolf Deissmann die international wirkungsreichen Evangelischen Wochenbriefe, die bis 1917 zugleich in englischer Übersetzung unter dem Titel Protestant Weekly Letters erschienen. Mit diesen religions- und kulturpolitischen Schriften schuf er ein bedeutsames Forum für die internationale Völkerverständigung, das ihm weltweit zu einflussreichen Beziehungen verhalf. Die Briefe stehen über der zeitgenössischen Kriegspropaganda und sind deshalb ein wichtiger Quellenbestand zum damaligen internationalen Gedankenaustausch. Inhaltlich streben sie unbeirrt nach humanitärer Verständigung unter den Völkern, zeigen aber auch Deissmanns in Akademikerkreisen eher seltene Bereitschaft, eigene Standpunkte und Urteile durch einen gründlichen Reflexionsprozess zu revidieren, mithin eine besondere Charakterstärke. Obwohl sie heute historisch unterschätzt sind, können Deissmanns Wochenbriefe als ein vielseitiges Vorbild auch (oder besonders) für unsere Zeit gelten.