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Reinhard Andress

Mallorca läßt zunächst einmal nicht an deutschsprachige Schriftsteller als Exilanten des Dritten Reiches denken. Doch verschlug es einige von ihnen auch dorthin, so Albert Vigoleis Thelen, Harry Graf Kessler, Franz Blei, Karl Otten, Marte Brill, Erich Arendt, Klaus Mann und Herbert Schlüter. Einmal auf der Insel angelangt, verbrachten sie ihre Exilzeit dort unter unterschiedlichen Umständen und verließen Mallorca spätestens 1936, als der Spanische Bürgerkrieg anfing und sie sich gewissermaßen wieder auf der falschen Seite befanden. Ihre Inselerlebnisse haben sie z.T. auch literarisch verarbeitet: Otten und Thelen in den Romanen Torquemadas Schatten und Die Insel des zweiten Gesichts, Blei in einem Romanfragment mit dem Titel Lydwina und Arendt in Gedichten. In den Emigrantenromanen Der Vulkan und Der Schmelztiegel von Mann und Brill hat sich die Insel ebenfalls niedergeschlagen. Die vorliegende Studie setzt sich das Ziel, dieses unbekannte Kapitel in der deutschen Exilforschung aufzuarbeiten. Dabei werden die näheren Umstände der Exilzeit auf Mallorca beleuchtet und die erwähnten Werke analysiert. Zu einem großen Teil stützt sich diese Studie auf unveröffentlichte Quellen

Ernst Thälmann

Mensch und Mythos

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Edited by Peter Monteath

Diese Sammlung bietet eine breit angelegte Neubewertung des Lebens und der historischen Rolle von Ernst Thälmann, dem Vorsitzenden der Deutschen Kommunistischen Partei in der Zeit 1925 bis zu seiner Verhaftung von den Nazis 1933. Eine bedeutende Figur zu Lebzeiten - Thälmann war KPD-Führer während einer schicksalsschweren Zeit in der deutschen Geschichte - Thälmanns politische Rolle war keinesfalls auf die Zeit vor seinem Mord im Jahr 1944 begrenzt. In der DDR wurde er zum unangreifbaren Märtyrer im antifaschistischen Kampf erhoben.
Die Beiträge in der ersten Hälfte des Bandes unternehmen anhand erst neulich zugänglicher Materialien aus den Archiven eine kritische Auseinandersetzung mit der historischen Figur Thälmann, von seiner Jugend bis hin zu seiner Haftzeit. In der zweiten Hälfte richtet sich das Augenmerk auf die politisch motivierte Bildung und Instrumentalisierung des Thälmann-Mythos in der offiziellen Geschichtsschreibung, im Film, in Denkmälern und in der Kunst der DDR.
Der Band wird allen Wissenschaftlern, die auf den Gebieten moderne deutsche Geschichte und Geschichte der DDR arbeiten, von Interesse sein.
This collection offers a wide-ranging re-evaluation of the life and the influence of Ernst Thälmann, the leader of the German Communist Party from 1925 through to his arrest and imprisonment by the Nazis in 1933. Significant in the context of his own life-time - Thälmann was KPD leader through a fateful period of German history - Thälmann’s political influence was by no means confined to the period before his murder in 1944. In the GDR he was promoted to the status of unassailable martyr to the antifascist cause.
The contributions in the first half of the volume re-examine critically and on the basis of newly accessible archival material the historical figure of Thälmann, from his early years through to the period of his incarceration. The second half of the collection then turns to the GDR's politically motivated creation and manipulation of the Thälmann myth, as it found representation in official history, in film and in art.
The volume will be of interest to scholars working in the area of modern German or East German history.

Mit den Augen eines Kindes

Children in the Holocaust. Children in Exile. Children under Fascism

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Edited by Viktoria Hertling

Die vorliegenden siebzehn Beiträge basieren weitgehend auf den Vorträgen der im Oktober 1996 an der University of Nevada in Reno veranstaltenden Konferenz Children in the Holocaust - Children in Exile - Children under Fascism. Die Tagung beschäftigte sich erstmals mit den einschneidenden, oft nicht wieder auszulöschenden traumatischen Erfahrungen von Kindern im nationalsozialistischen Deutschland, im Exil und im Holocaust. Mit dem Jahr 2000 - also in weniger als zwei Jahren - gehört der Holocaust, den auch Daniel J. Goldhagen als das schockierendsten Ereignis des zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnet, das innerhalb der deutschen Geschichte am schwierigsten zu verstehen sei, zu den Ereignissen des sogenannten 'Letzten Jahrhunderts'. Ist es darum nicht geboten, die Auseinandersetzung mit diesen Ereignissen, die für viele Menschen selbst heute noch mit schweren Ängsten verbunden sind, unter neuen Gesichtspunkten zur Diskussion zu bringen, damit die Thematik auch über die Schwelle zum nächsten Jahrhundert hinweg in unseren Sichtweite nichts an ihrer Ungeheuerlichkeit einbüße?

Vivat Helvetia

Die Herausforderung einer nationalen Identität

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Edited by Jattie Enklaar and Hans Ester

Die Frage nach der nationalen Identität bedeutet ein Nachdenken über ge-schichtliche Entstehungsbedingungen einer Nation und eine Neuorientierung in einer immer komplexer werdenden Gesellschaft der Gegenwart. Der Schutz, der eine nationale Identität - oft geprägt von Mythen - dem Kollektiv der Individuen, das wir Staat nen-nen, bietet, legt die Möglichkeiten einer Zukunft fest und kann sie einschränken. Auf der anderen Seite gibt es das Anti-Modell eines aufklärerischen Inter-nationalismus, ein oft modisches Konzept, das die Nation als die Erfindung des Nationalismus definiert; es kann als realistische Alternative betrachtet, aber auch als Utopie in Frage gestellt werden.
Anlässlich des 150jährigen Bestehens der schweizerischen Bundesver-fassung beschäftigen sich die Beiträge in diesem Band mit Fragen zu Kunst- und Kulturpolitik, Politik und Staatswesen, Geschichte, Sprache und Religion sowie mit der Darstellung der schweizerischen Wirklichkeit in litera-rischen Texten, mit dem Zweck, im Gedenkjahr 1998 ein Bild der heutigen Schweiz zu vermitteln, wobei besondere Aufmerksamkeit dem Übergang zu einem überstaatlichen Föderalismus gilt, der sich vor der Frage gestellt sieht, alte Mythen zu ersetzen oder umzudeuten. Dieser Prozess, der heutzutage in der Schweiz stattfindet und tief in die Geschichte des Staates zurückreicht, dankt seinen Erfolg der inneren Selbstbestimmung, deren Bedeutung für die Herausforderung einer eigenen Identität hier in thematisch unterschiedlichen Beiträgen dargelegt wird.