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Author: Gerald Bär
Zum ersten Mal erörtert ein Buch das enigmatische Motiv des Doppelgängers, welches hier nicht nur in der deutschen Literatur untersucht wird, getrennt in Drama, Dichtung und Epik und unternimmt in einem breit angelegten Versuch den Brückenschlag zum (Stumm)film. Was in der bisher vorliegenden Sekundärliteratur nur angedeutet wurde, thematisiert dieses interdisziplinäre Werk, das auch auf Spaltungsphantasien in Malerei und Fotografie eingeht. Im Mittelpunkt stehen Facettenreichtum, Vieldeutigkeit und Langlebigkeit des fantastischen Doppelgänger-Motivs, welches sogar im literarischen Realismus oder durch die Erkenntnisse der Psychoanalyse kaum an Attraktivität verliert und sich im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit psychischer Phänomene auf der Leinwand eindrucksvoll zurückmeldet. Für Literatur- und Filmwissenschaftler ist diese Thematik genauso interessant, wie für philosophisch und psychoanalytisch geschulte Leser.
Beiträge zum vierten Kongress der Internationalen Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft in Berlin vom 03. – 08. Oktober 2000
Volume Editor: Helmut Girndt
Avantgarde – Avantgardekritik – Avantgardeforschung
Volume Editors: Wolfgang Asholt and Walter Fähnders
Die Bedeutung der Erscheinung für die Ansatzproblematik der transzendental begründeten Existenzphilosophie Heinrich Barths
Author: Dorothea Grund
Ist die Würde des Menschen nur ein Postulat, das allenfalls theologisch, nicht aber philosophisch begründet werden kann? Oder kann eine Grundlegung von Individuum und Existenz philosophisch geleistet werden, ist es doch gerade die genuine Aufgabe der Philosophie, eine solche zu leisten? Von dieser Leitfrage ist die hier vorliegende Auseinandersetzung mit dem Basler Philosophen Heinrich Barth (1890-1965) bestimmt. Barth, der von dem Marburger Neukantianismus her kommt, hat auf die Begründungs-bedürftigkeit der Existenz hingewiesen und mit seinem System einer transzendental begründeten Existenzphilosophie den Versuch unternommen, diese zu leisten. Zu seinem transzendentalphilosophischen Ansatz tritt Barths Philosophie der Erscheinung, von der aus er seine spätere Systematik Erkenntnis der Existenz entwickelt. Die hier gestellte Aufgabe ist es, erstmalig die Frage zu beantworten, ob Barth aufgrund seines transzendental- und erscheinungsphilosophischen Ansatzes und nicht aufgrund seiner theologischen Voraussetzungen - ein sein Lebenswerk durchgängig beschäftigendes Thema - die Existenz philosophisch begründen kann. Die Konsequenzen einer solchen Ansatzproblematik entscheiden nicht nur darüber, ob die Existenz als, wie es Barth nennt, In-die-Erscheinung-Treten, als Erkenntnis, sich ihrer selbst und anderer Dinge bewußt werden kann, sie sich auf ihren Ursprung auszurichten vermag, oder ob sie faktisch genommen ein Vorkommnis unter Vorkommnissen bleibt, Existenz und Dasein dann auch folglich unterschiedslos zusammenfallen. So hat Barths Verständnis der philosophischen Begründung eminente Konsequenzen auch für das Bestimmungsverhältnis von Philosophie und Theologie.
Die systembildende Funktion des Zuschauers in Eugen Finks VI. Cartesianischer Meditation
Zur Grundlegung der Handlungsphilosophie
Author: Frank Witzleben
Der Übergang vom Verhältnisbewußtsein zum Selbstbewußtsein kann unmöglich nur vom Verhältnisbewußtsein aus gedacht werden, weil wir uns eine Welt, in der das Bewubtsein unserer selbst verteilt ist auf die Dimensionen der Handlung vor deren Zentrierung in uns, gar nicht vorstellen können. Jedes Tableau der Handlungsmöglichkeiten, so abstrakt es auch abgefaßt sein mag, ist gebunden an Vorstellungen möglicher Handlungssubjekte, denen wir Handlungsmöglichkeiten zuschreiben. Handlungstheorie ist daher notwendig Reflexion unserer Praxis, in der wir uns selbst als Selbstbewußtsein erfahren, das seinem Verhältnisbewubtsein enthoben ist, ohne dieses dadurch selbst schon aufzuheben zu können. Daß uns Freiheit im Handeln unaufhebbar prekär und problematisch bleiben mub, ist die Grundvoraussetzung dafür, dab wir Handlungstheorien historisch und bereichsbezogen ständig neu entwerfen müssen. Das Verhältnis von Handlungsphilosophie zu Handlungstheorien kann daher so gefaßt werden, daß Handlungsphilosophie die Grundbegrifflichkeit in kritischer Absicht bereitstellt, die den bereichsorientierten, mehr oder weniger deskriptiven Handlungstheorien abgehen muß. Dazu muß die ontologische Differenz von Handlung und Interpretation methodologisch ernst genommen werden. Die radikale Andersheit der hier zu begründenden Konzeption liegt vor allem in der Ansicht, daß Handlungen nicht als isolierbare Ereignis-Entitäten aufgefaßt werden können, die gegenüber der »Welt der Tatsachen des Bewußtseins« eine kausale, d.h. von der Welt des Bewußtseins abgetrennte Rolle übernehmen.
Vorstellungen von Europa in Literatur und Philosophie
Volume Editors: Peter Delvaux and Jan Papiór
Das Thema Europa bewegt nicht nur die Politik. Wie sah man Europa und was wollte man damit? Wie zeigt es sich jetzt und was für Probleme wirft es auf? Was wird von ihm angstvoll erwartet und sehnlich erhofft? Wie wollen wir es haben und wie sollen wir es gestalten? Was halten wir von seiner Integration und wie stellen wir uns diese vor? Derlei Fragen zu erörtern, fand ende September 1995 in Pozna??n??/Posen ein Symposium unter dem Titel statt, der jetzt auch der Haupttitel des hier angezeigten Jahrbuchs der Duitse Kroniek ist. Aus Deutschland und der Schweiz, den Niederlanden und Portugal waren Teilnehmer angereist zu inteerrkultureller und interdisziplinärer Diskussion. Fast alle der dort gehaltenen Vorträge sind in diesen Sammelband eingegangen, sowie noch einige andere Beiträge.
Niederländisch-polnische Beziehungen gibt es auch ansonsten. Sie laufen nicht nur geographisch über Deutschland, das vereinigte nunmehr; schmerzliche Erinnerungen gehören dazu, unterschiedlich, aber erkennbar. Der Niederländer sieht in Polen die Aktualität einer nur allzu vertrauten, aber bei ihm selber abgeebbten Reizbarkeit, bei deutschen Autoren aber Hemmungen, welche in seltsamem Kontrast zur Virtuosität der Gedankenführung stehen. Polen fühlt sich seit langem von Europa verlassen und ihm dennoch nach wie vor zugehörig und erhofft sich dort nunmehr einen angemessenen Spielraum für die Verwirklichung neuer Möglichkeiten, während andere ja schon zu resignieren drohen. Denn auch der Europagedanke ist kompromittiert worden, und das wirkt sich in der Versuchung aus, ihn zu verabschieden und der Frage auszuweichen, was denn zu geschehen habe. Das wird referiert und kommentiert. Die Sinnfrage taucht auf, und philosophische Anstrengungen werden nachgezeichnet in Auseinandersetzung mit Ortega, ter Braak, Guardini, Heidegger, Jaspers, Canetti, Habermas. Bildende Kunst und Musik fehlen nicht ganz.
So sei der Leser – der europamüde wie der hoffnungsfrohe – aufgefordert zur Teilnahme an solcher Besinnung.
Author: Alfred Noe
Die hier unternommene Rekonstruktion der ab 1656 in der Wiener Hofbibliothek aufgegangenen Fuggerbibliothek dient der Dokumentation einer ungewöhnlich aus-geprägten Rezeption romanischer Literaturen in Süddeutschland. Die hauptsächlich von Philipp Eduard Fugger zusammengetragene Büchersammlung stellt ein außergewöhnliches Zeugnis für eine bisher ungeahnte Tiefe des Interesses besonders an italienischer Literatur dar. Die komplette bibliographische Liste der rekonstruierten Titel, ein Register der Bearbeiter und Übersetzer dieser Werke, sowie ein Register der Druckorte und Drucker erlauben erstmals einen umfassenden Einblick in Aufbau und Herkunft dieser Bibliothek.
Author: Bernward Gesang
Imagologische Untersuchungen zur Darstellung Irlands und der Iren in der deutschsprachigen Literatur
Author: Doris Dohmen
Heilige, edle Wilde oder Barbaren: Literarische Irlanddarstellungen aller Zeiten, die in eine übergreifende imagotype (deutsch-englisch-irische) Makrostruktur eingebunden sind, zeichnen sich durch eine eindeutige Polarisierung aus. Anders als eher thematologisch ausgerichtete Arbeiten analysiert diese Untersuchung vorhandene Irlandbilder in ihrer Genese, Entwicklung und Wirkung und leistet so einen Beitrag zur komparatistischen Imagologie. Ziel der Arbeit ist es nicht, konstatierte Irlandbilder, die durchaus eine objektiv nachweisbare Wirkung auf den außerliteratischen Bereich und die Rezeption von Literatur ausüben, im Sinne der Völkerpsychologie als wahr oder falsch zu klassifizieren. Am konkreten Beispiel Irlands wird vielmehr der Einfluß von Alteritätserfahrungen auf die Bildung literarischer Stereotypen sowie - umgekehrt - die Bedeutung von Literatur für die Wahrnehmung des Fremden, das immer in Abgrenzung zum Eigenen erfahren wird, nachgewiesen.