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Literatur und Repräsentation in der politischen Moderne
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Die demokratische Stimmabgabe – handelt es sich hierbei um eine irrelevante Metapher? Oder sollte man sie beim Wort nehmen, um nach der Beziehung zwischen der Stimmabgabe in Repräsentativdemokratien und den „stummen Stimmen“ der modernen Literatur zu fragen?
Das Buch antwortet hierauf mit einem transdisziplinär erweiterten, post-poststrukturalistischen Repräsentationskonzept, das Erkenntnisse der Sozial-, Rechts- und Geschichtswissenschaften mit aktuellen Literatur- und Kulturtheorien verbindet. Diese Grundlage eröffnet neue, bei den Umbruchsjahrzehnten um 1800 ansetzende Perspektiven auf die Relation zwischen ästhetischer und politischer Repräsentation (Darstellung/ Stellvertretung) und auf zentrale Etappen in der Geschichte der politischen Ästhetik von Kollektivität. Materialien der Verwaltungs-, Bildungs-, Theater-, Popularkultur- und Literaturgeschichte heranziehend, nimmt die Studie chorisch katechisierende Schulkinder, idiosynkratische Theatergänger und lärmempfindliche Kinobetreiber ebenso in den Blick wie literarische Positionen von Friedrich Schiller bis zu Elias Canetti, Anton Kuh, Felix Salten und Franz Kafka.
Rhetorische Grundlagen, poetische Konzepte, philologische Metaphorik, 1700-2000
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Die Konjunktur von Ressourcenfragen in den Philologien gibt Anlass, einen Schritt zurückzutreten und nach der älteren Metapher zu fragen: nach der rhetorischen, poetischen und philologischen »Quelle«.
Etabliert sich die »Quelle« als Terminus im engeren Sinne tatsächlich erst in den verwissenschaftlichten Philologien des 19. Jahrhunderts? Wie stark überlagert der romantische und postromantische Leitdiskurs alternative Quellenverständnisse? Je genauer man hinsieht, desto deutlicher erweist sich die Quellenmetapher als hintergründig, vielschichtig, problematisch. Wo verflacht die Rede von der Quelle in der Metaphernvergessenheit der Hilfswissenschaften? Wo wird das Versprechen der Unerschöpflichkeit zur Zumutung und Bedrohung? An welcher Stelle kommt das Ressourcenverständnis als Gegenszenario ins Spiel?
Poetologie und Politik bei Alfred Döblin und Leonhard Frank
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Die literarische Ohnmacht eröffnet den Körper als Schauplatz politischer, gesellschaftlicher und historischer Kräfte und formuliert so einen Gegenwartskommentar, der Fragen nach dem Recht und seiner Neuordnung diskutiert. Besonders geeignet für die Untersuchung der Ohnmacht als Epochensignatur sind das Frühwerk Alfred Döblins und das Werk Leonhard Franks: Die programmatisch und ästhetisch einander nahen Autoren, die Mitglieder der 'Sektion für Dichtkunst' der Preußischen Akademie der Künste waren, entwickeln poetologische Einsätze der Ohnmacht zur Darstellung gesellschaftlicher Umbrüche: In den Szenen der körperlichen Ohnmacht verdichten sich die Katastrophen und Krisen des 20. Jahrhunderts. Untersucht werden neben historischen Zeugnissen literarische Texte, u. a. Döblins 'Die drei Sprünge des Wang-lun. Chinesischer Roman' (1916), Franks Erzählung 'Die Kriegskrüppel' (1917) und sein Roman 'Die Jünger Jesu' (1949) mit seinen beiden Theateradaptionen.
Seine Entstehung und seine Bearbeitung durch Burkard Waldis und Matthäus Schultes
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Erstmals wird eine umfassende Druckgeschichte von Kaiser Maximilians I. „Theuerdank“ geboten, die sowohl jeden einzelnen Druck als auch die jeweilige Textfassung im Vergleich zur Originalfassung detailliert analysiert. Darüber hinaus konzentriert sich die Studie auf die Genese des „Theuerdank“, indem einerseits nach den Inspirationsquellen gefragt und andererseits die drucktechnische Realisation des Erstdrucks untersucht wird. Maximilian selbst war für die Konzeption des Werkes verantwortlich. Als Geschenk für ausgewählte Persönlichkeiten sollte es nicht nur der Idealisierung und Memoria nach seinem Ableben dienen, sondern auch zur Bindung an seine Person zu Lebzeiten beitragen. Nach dem Erstdruck 1517 auf Papier und Pergament erschienen in der Zeit von 1519 bis 1693 elf weitere Druckausgaben, die sich in der Konzeption, nach ihrem Text und durch ihre Rahmentexte unterscheiden, sodass sich der „Theuerdank“ bis 1693 der Öffentlichkeit stets in einem neuen Gewand präsentierte.
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Im Mittelpunkt der Studie steht die Rekonstruktion des Schreibverfahrens in Lichtenbergs Sudelbüchern, in denen der Physiker, Philosoph und Literat von 1765 bis zu seinem Tod 1799 Notizen verschiedenster Art zusammentrug. Das „Buch, in das ich alles eintrage“, wird Schauplatz einer Evidenzerzeugung, wie sie zwischen Descartes und Kant Programm war. Im Schreibverfahren Lichtenbergs erreicht die Zeit der Evidenz einen Höhepunkt, sie stößt aber auch an ihre Grenze.
Ältere Arbeiten Campes sind in diesem Buch mit neuen zu einer in sich geschlossenen Studie zusammengefügt. Das methodische Konzept der „Schreibszene“, mit dem Autorschaft und Kreativität in Wissenschaft und Literatur neu zu durchdenken sind, wird an literarischen Aufsätzen und Experimentalberichten erprobt. Im Fokus stehen aber Lichtenbergs Sudelbücher: Hier ist exemplarisch zu beobachten, wie etwas, das wohl nie als Werk geplant war, für uns heute aber Lichtenbergs wichtigstes Werk darstellt, Gestalt annimmt.
Author:
In der Frühen Neuzeit avanciert der Schreibkalender zu einem der prominentesten Medien und generiert mit dem Kalenderschreiben eine völlig neue Kulturpraktik. Das geht nicht spurlos an der zeitgenössischen Literatur vorbei: Auch außerhalb des Kalenders wird in verschiedenen Texten kalendarisch geordnet und geschrieben. Diese Studie untersucht erstmals diese kalendarischen Spuren in der frühneuzeitlichen Literatur. Hierfür wird ein materialwissenschaftlich inspirierter Zugang gewählt: Der Schreibkalender, seine besondere materiale Faktur und die damit verbundenen Praktiken dienen als Ausgangspunkt für die literaturwissenschaftlichen Analysen.

In the early modern period, the calendrical diary became one of the most prominent media and generated a completely new cultural practice of calendar writing. This also impacted contemporary literature: even beyond calendars, numerous texts were organised and written following the style of calendars. This study is the first to analyse these calendrical traces in early modern literature. For this purpose, a material culture studies approach is chosen: The literary analyses is based on the calendrical diary, its particular materiality and the practices associated with it.
In: Kalender und Literatur in der Frühen Neuzeit (16. und 17. Jahrhundert)
In: Kalender und Literatur in der Frühen Neuzeit (16. und 17. Jahrhundert)
In: Kalender und Literatur in der Frühen Neuzeit (16. und 17. Jahrhundert)
In: Kalender und Literatur in der Frühen Neuzeit (16. und 17. Jahrhundert)