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Die Grundschule des Machbaren

Zur Kritik materialistischer Bildungstheorie und -praxis

Roger Behrens

Die Debatten über Bildung und Erziehung sowie deren Sinn und Zweck haben Konjunktur. Obwohl unter einem allgemeinen Vorzeichen der Kritik stehend, spielt eine materialistische Bildungstheorie und -praxis in diesen Debatten keine Rolle mehr.
Noch in den 1970er Jahren gingen von der kritischen Theorie der Bildung, Erziehung und Pädagogik entscheidende Impulse aus; mit kritischen Konzepten wie »materialistische Bildungstheorie« oder »dialektische Pädagogik« konnte das humanistische Bildungsideal auch praktisch aktualisiert werden (antiautoritäre Erziehung, Kinderladenbewegung, freie Schulen etc.). Allerdings sind solche gesellschaftlichen Interventionen heute restlos integriert, die kritischen Motive weitgehend absorbiert, entschärft oder schlechterdings vergessen. Eingebettet in eine kritische Begriffs- und Gesellschaftsanalyse rekonstruiert die Studie historisch und systematisch dieses »Scheitern«, beleuchtet aber auch das »Machbare« einer materialistischen Bildungstheorie und -praxis.

Die Welt als Kulisse

Übertreibungen in Richtung Wahrheit

Käte Meyer-Drawe

Die offene Frage der Mündigkeit

Studien zur Politizität der Bildung

Serie:

Carsten Bünger

Bildung ungleich Humankapital

Symposium über die Ökonomisierung im Bildungswesen

Serie:

Ediert von Uwe Hochmuth and Michael Mangold

Bologna-Prozess statt humboldtschem Bildungsideal: Die aktuellen Bildungsreformen führen zu einer einseitigen Ökonomisierung des Bildungswesens.
Der Wert von Bildung richtet sich nicht allein nach ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Gesellschaftspolitische Aufgabenstellungen, wie die Sicherung des sozialen Zusammenhalts, die Förderung der kulturellen Entwicklung und die Stärkung der Demokratie, können ohne Bildung nicht bewältigt werden.
Bildung ungleich Humankapital diskutiert die Grenzen des heutigen Bildungsbegriffs und zeigt Alternativen auf.

Serie:

Uwe Hochmuth

Serie:

Uwe Hochmuth and Michael Mangold

Serie:

Ediert von Norbert Ricken, Roland Reichenbach and Hans-Christoph Koller

Die Autorinnen und Autoren analysieren und problematisieren die Konstruktion von Erziehungswirklichkeit und pädagogischer Erkenntnis sowohl aus theoriegeschichtlichen Perspektiven als auch hinsichtlich dominanter Theoriefiguren im gegenwärtigen erziehungswissenschaftlichen Diskurs.
Diese Kämpfe - 'Erkenntnispolitik' genannt - scheinen auf verdeckte und subtilere Art & Weise als noch vor Jahrzehnten ausgefochten zu werden und sind gegenwärtig kaum Gegenstand des Nachdenkens. In der scheinbar ideologiefernen, von interesselosen Methoden geprägten postpolitischen Situation ist die Frage nach Wirklichkeitskonstruktion und Erkenntnispolitik gerade auch erziehungswissenschaftlich von
Bedeutung. Denn in der zeitgenössischen, eher verschärften und auf vermeintlichen offensichtlichen Selbstverständnissen beruhenden Bildungsdiskussion stellt sich die Frage, was denn wie mit welchen Mitteln von wem mit welchem Interesse als Erziehungswirklichkeit 'konstruiert' wird.