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  • Ferdinand Schöningh x
  • Psychology of Religion x
  • Religious Studies x
  • Hauptsprache: German x
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Author: Reimar Hartge
Der Drang nach Menschlichkeit kennt bei dem, der sich darauf einlässt, kein Zögern und Zaudern. – Er bohrt sich – einer Quelle gleich – sogar durch hart abweisenden Fels! – Eigentlich müsste das Hinfinden zur Menschlichkeit etwas Selbstverständliches sein; doch rücksichtslos verlogenes Konkurrenzstreben, stur egoistisches Denken bei der Gefahrenabwehr und brutal feindliche Gesinnung lähmen die Suche nach Tugenden. – Menschlichkeit findet ihre Bedeutung im intuitiven Erkennen und Differenzieren möglicher Charakterstärken und -schwächen. – Mitmenschlichkeit strebt danach, eigene gewissenhaft geläuterte Persönlichkeit harmonisch heilsam in die Menschengemeinschaft einzubringen. – Im Idealfall sollten Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit ´zusammenfließen`, wie Spektralfarben es tun. –
Eine qualitative Studie zu religiösen Orientierungen von Frauen aus der charismatisch-evangelikalen Bewegung
In diesem Band wird die religiöse Kultur einer charismatischen Frauengruppe psychologisch analysiert. Partizipierende Beobachtungen, Dokumentenanalysen und narrative Interviews bilden den methodischen Zugang zu den religiösen Deutungen des Alltags und der eigenen Lebensgeschichte. Die Analysen zeigen, daß die Bekehrung zur charismatisch-evangelikalen Variante des christlichen Fundamentalismus die Konstruktion eines Erfahrungs- und Erwartungsraums erlaubt, welcher sich durch einen Zuwachs an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten auszeichnet. Alltagspraktisch bieten sich dadurch u.a. Möglichkeiten der Rationalisierung von Entscheidungen und der Bewältigung von Kontingenzen. Lebenspraktisch können durch die religiöse Strukturierung von Erfahrungen deren personale, soziale und leibliche Dimensionen wieder akzentuiert und zu einer stringenten Lebensform verbunden werden. Dazu gehören auch ritualisierte Formen narrativer Selbstthematisierung, welche die Konstruktion einer kohärenten Biographie erlauben. Eine feministisch-kritische Interpretation derartiger Lebensgeschichten zeigt, daß manche dieser Erzählungen auch als Emanzipationsgeschichten gelesen werden können.
Gegenstandstheoretische Überlegungen zum Religionsbegriff und der methodische Entwurf einer kulturpsychologischen Religionsforschung bilden den metatheoretischen Kontext dieser empirischen Studie. Dabei wird das Konzept einer Religionspsychologie als hermeneutischer Kulturanalyse theoretisch ausgearbeitet und zugleich empirisch erprobt.