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Poetik der Nation

Englishness in der englischen Romantik

Serie:

Ulrike Kristina Köhler

This comparative study focuses on the manifestations of Englishness in various literary genres of English Romanticism. Political essays, travelogues, the Gothic novel and balladry are scrutinized from a production-oriented and context-sensitive perspective and through an imagological lens. This book centres around the interplay between national stereotypes and genre-specific (and nationally unspecific) tropes and conventions. Attention is given to the implied reader, cultural knowledge, the narrative situation and to focalization, as well as lyric-specific elements. The book demonstrates how narratology, cultural memory studies, reception theory, rhetoric and text linguistics can be integrated more effectively into the toolkit of imagology. This will allow national images to be deconstructed in a more fine-grained manner.

Diese vergleichende Fallstudie richtet den Blick auf die Erscheinungsformen von Englishness in Gattungen der englischen Romantik. Aus einer produktionsästhetischen wie kontextbewussten Perspektive legt sie den politischen Essay, den Reisebericht, die Gothic novel und die Ballade unter das imagologische Mikroskop. Dabei gilt das Interesse dem Zusammenspiel von nationalen Stereotypen und Topoi mit Gattungselementen ohne nationale Konnotation. Der Adressat, kulturelles Wissen, Erzählsituation und Fokalisierung sowie lyrikspezifische Elemente stehen dabei im Fokus. In theoretischer Hinsicht zeigt dieses Buch, wie sich das Handwerkszeug der Narratologie, der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung, der Rezeptionsästhetik, der Rhetorik und der Textlinguistik weit stärker als bisher gewinnbringend in das Analyseinstrumentarium der Imagologie integrieren lässt. So lassen sich nationenbezogene Bilder zukünftig nuancierter nachzeichnen und im Zuge dessen besser dekonstruieren.

Transkulturelle Beziehungen

Spanien und Österreich im 19. und 20. Jahrhundert

Serie:

Ediert von Marisa Siguán and Karl Wagner

Der vorliegende Band versammelt die Arbeiten von spanischen und österreichischen Literaturwissenschaftlern, die im Rahmen eines von Marisa Siguán (Universität Barcelona) und Karl Wagner (Universität Wien) geleiteten bilateralen Forschungsprojekts intertextuelle und interkulturelle Beziehungen zwischen österreichischer und spanischer Literatur im 19. und 20. Jahrhundert erforscht haben.
Die Beiträge des Bandes konzentrieren auf folgende symptomatische Aspekte der literarisch-kulturellen Entwicklung in Spanien und Österreich:
- auf Differenzen, Besonderheiten und unterschiedliche Prozesse, die Epochenbegriffe wie Realismus und Fin de siècle nachhaltig transformiert haben.
- auf das dynamische Verhältnis von Zentrum und Peripherie in den literarischen Manifestationen, das in besonderer Weise vergleichende Kultur-Analysen herausfordert.
- auf Bewältigungsversuche des Horrors der Geschichte in der Literatur beider Länder, die ein fundamentales Thema für die Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt. Dabei interessiert insbesondere auch die Frage, inwieweit sich bei den Tätern und deren Nachfahren ein Bewusstsein von dem gebildet hat, was sie taten; Versuchen, die Monstrosität der je eigenen Vergangenheit revisionistisch zu verharmlosen und mit einer selbstzufriedenen Geschichtslosigkeit kompatibel zu machen, gilt besondere kritische Aufmerksamkeit.

Serie:

Ernst Grabovszki

Welche Möglichkeiten der Kooperation zwischen Vergleichender Literaturwissenschaft und Sozialgeschichte gibt es? Selbst wenn der Zenit der Sozialgeschichte als modisdcher Orientierung in der Literaturwissenschaft – im speziellen der Germanistik – überschritten ist, können sozialgeschichtliche Fragestellungen noch lange nicht als überholt gelten. Das beweisen nicht nur die zeitgenössische theoretische Diskussion, sondern auch die aktuellen Problemstellungen der (Vergleichenden) Literaturwissenschaft. Diese Arbeit umreißt die Entstehung und die Programmatik der Sozialgeschichte innerhalb der Geschichtswissenschaft in Deutschland, Frankreich und den USA und untersucht jene Nahtstellen, an denen Sozialgeschichte und Komparatistik sinnvoll kooperieren können: Die Methode des Vergleichs, die Mentalitätsgeschichte, die Imagologie, die Historische Anthropologie, die Ethnographie, der New Historicism und schließlich Weltliteratur unter den Vorzeichen der Globalisierung werden als interdisziplinäre Projekte beschrieben.

Serie:

Ediert von Jattie Enklaar and Hans Ester

Der 1749 geborene Goethe war ein rastlos tätiger und kreativer Mensch. Als großer Deutscher und Europäer reicht seine Bedeutung weit über das 18. Jahrhundert hinaus; sein Werk ist wesentlicher Bestandteil der Geschichte Deutschlands und Europas und durch die Auseinandersetzung mit seinem Werk ist er bis zum heutigen Tag lebendig geblieben. Die hier gesammelten Beiträge eint ihr unverhohlenes Interesse an Goethes Werk, mehr noch die Faszination, die an exemplarischen Texten dargestellt, zeigt, wie modern und zugleich überzeitlich Goethe in seinen literarisch ästhetischen, weltanschaulichen und politischen Ansichten wirkt. Das hier Vorgelegte provoziert, indem es Eingegrenztes überschreitet und die heutigen Leser dazu anregt, die Goethesche Tiefe mit neuen Augen zu entdecken.

Edle Tropfen vom Helikon

Zur Anspielungsrezeption der antiken Mythologie in der deutschen höfischen Lyrik und Epik von 1180-1300

Serie:

Manfred Kern

Die Untersuchung beschäftigt sich zum ersten Mal systematisch und umfassend mit den Anspielungen auf die antike Mythologie in der deutschen höfischen Literatur. Im einleitenden Kapitel werden mittelalterliche und höfische Antikerezeption diskutiert, der Begriff Anspielungsrezeption, Erkenntnisinteressen und Methoden definiert. Der erste Hauptteil widmet sich den Anspielungen in der Vergleichsrelation. Dabei zeigen sich typologisierende Strategien dominant. Im Mittelpunkt des zweiten Hauptteils stehen die mythologischen Geschichten, die die höfischen Texte als literarische Modellfälle zitieren. Ein dritter Hauptteil beschäftigt sich schließlich mit der höfischen Venus und ihrem Sohn Amor/Cupido, mit ihrer Rolle in lyrischer und epischer Minnehandlung und mit ihrer Funktion als allegorische Minnebilder. Im Zentrum steht die Analyse der spezifischen Strategien, die die höfische Literatur im Umgang mit der antiken Mythologie als einem traditionellen poetischen Medium entwickelt. Die mythologischen Anspielungen werden als prägnante Textsegmente begriffen, die sehr deutlich poetologische Prozesse widerspiegeln, Rezeptionsverhalten, Identifikationsmechanismen und Intertextualität thematisieren. Ebenso klar zeigen sie die Einbindung der deutschen höfischen Literatur in ein kommunizierendes System der europäischen Literaturen des Mittelalters. Die Studie ist somit für den Fachbereich der Mediävistik, der Klassischen Philologie und der Komparatistik von Interesse.
This study deals with explicit allusions to classical mythology in German courtly literature from 1180 to 1300 for the first time extensively and systematically. In the introduction the medieval and courtly reception of antiquity are discussed, the term mythological citation, interests of research and methods are defined. The first part is devoted to comparative allusions, particularly in relation to female beauty, with typological strategies dominating. The second part treats the exemplary mythological stories which are referred to by the courtly lyric and epic texts in order to base their themes of minne on a prominent poetic tradition. In the third part the focus is on courtly Venus and her son Amor/Cupid respectively, either as personifications or as pictured allegories of minne. This study tries to analyse the specific methods employed by courtly literature when dealing with classical mythology as a traditional poetic medium. The mythological citations are conceived as significant segments of text, which very clearly reflect poetological processes, interests of reception, ways of identification and intertextuality. They also demonstrate the position of courtly literature within medieval European literature as a whole. The major role played by classical motifs and topics in the development of courtly lyric and romance has long been known; it becomes equally apparent in a productive system of mythological allusions. The volume therefore is of interest for those who are concerned with studies in medieval literature, classical philology and comparative literature.

Serie:

Ediert von Hubert van den Berg and Ralf Grüttemeier

Dem hier präsentierten Band liegt die These zugrunde, daß die Anfänge der Praxis, kunstprogrammatische Texte als Manifest zu bezeichnen, und die anschließende Hoch-konjunktur in der avantgardistischen Nomenklatur vor dem Hintergrund der problematisch gewordenen Intentionalität im Dreieck Künstler, Kunstwerk und Publikum gesehen werden muß. Den Beleg dafür tritt der vorliegende Band von drei Ansätzen aus an: Interpretation, Funktionalität und Strategie.
Dabei wird ein Korpus aus verschiedenen Kunstsparten behandelt, das von literarischen Deklarationen der russischen Moderne ab 1893 bis zu postmodernen Manifesten reicht, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Manifesten der historischen Avantgarde. Damit ist das vorliegende Buch auch als ein Beitrag zur Historiographie der Bezeichnung von Texten der Avantgarde als Manifeste, der Rolle von Manifesten in der Avantgarde und letztlich auch der Textproduktion der Avantgarde insgesamt zu verstehen.

Serie:

Ediert von Norbert Bachleitner, Alfred Noe and Hans-Gert Roloff

Zahlreiche Fachkollegen und Schüler haben sich zusammengefunden, um in diesem Band Alberto Martino zu seinem 60. Geburtstag die Ehre zu erweisen. Mit diesem Geschenk soll der Forscher und Lehrer gewürdigt werden, dessen beständiges Interesse an den literarischen Wechselbeziehungen in Europa und an einer sozialgeschichtlich orientierten, auf Quellen-material fundierten Literaturgeschichte vielen als Anregung diente, ja sogar zum Vorbild wurde.

Serie:

Alfred Noe

Die Rezeption von Originaltexten der romanischen Literaturen, insbesondere der Lyrik, hat bisher in der hauptsächlich mit Übersetzungen beschäftigten Sekundärliteratur relativ wenig Beachtung gefunden. Die Aufnahme dieser Texte über Vertonungen soll in dem hier rekonstruierten Bestand an profaner Vokalmusik in romanischen Sprachen und den möglicherweise daraus abgeleiteten deutschen Versionen dokumentiert werden. Von den über 15.000 registrierten Liedanfängen werden über 3.700 ihren Autoren zugewiesen und in einem speziellen Index zugänglich gemacht, wobei über 1.000 präzise Nachweise erstmals hier dem bisherigen Stand der Forschung hinzugefügt werden. Die Untersuchung von Umfang und Tiefe der Rezeption von italienischer Literatur im deutschen Sprachraum kann sich fortan mit den hier verzeichneten über 14.000 Liedanfängen auf die konkrete Basis einer im Detail rekonstruierten Sammlung stützen.

Serie:

Alfred Noe

Die hier unternommene Rekonstruktion der ab 1656 in der Wiener Hofbibliothek aufgegangenen Fuggerbibliothek dient der Dokumentation einer ungewöhnlich aus-geprägten Rezeption romanischer Literaturen in Süddeutschland. Die hauptsächlich von Philipp Eduard Fugger zusammengetragene Büchersammlung stellt ein außergewöhnliches Zeugnis für eine bisher ungeahnte Tiefe des Interesses besonders an italienischer Literatur dar. Die komplette bibliographische Liste der rekonstruierten Titel, ein Register der Bearbeiter und Übersetzer dieser Werke, sowie ein Register der Druckorte und Drucker erlauben erstmals einen umfassenden Einblick in Aufbau und Herkunft dieser Bibliothek.

Die Präsenz der romanischen Literaturen in der 1655 nach Wien verkauften Fuggerbibliothek. 1. Band

Diplomatische Ausgabe des Codex 12.579 der Österreichischen Nationalbibliothek («Mauchter-Katalog»)

Serie:

Alfred Noe

Die diplomatische Ausgabe des Codex 12579 der Österreichischen Nationalbibliothek stellt die Grundlage einer Analyse der Präsenz romanischer Literaturen in der 1655 nach Wien verkauften Fuggerbibliothek dar. Mit diesem Verkaufsverzeichnis («Mauchter-Katalog»), das bisher nur als Handschrift zugänglich war, wird eines der wichtigsten Dokumente der europäischen Bibliotheksgeschichte zugänglich gemacht, sodaß eine weitergehende Erforschung des Bestandes der Bibliothek von Georg, Philipp Eduard und Friedrich Fugger erfolgen kann. Die rund 15000 in diesem Katalog aufgelisteten Titel umspannen neben den literarischen Texten und den Musikbüchern ein weites Feld von Fachliteratur, die für die Geschichte von Theologie, Jurisprudenz, Philosophie, Medizin und Geschichtsschreibung von höchstem Interesse sein muß.
Die an der Präsenz der fremdsprachigen bzw. ausländischen Werke ablesbaren Rezeptionsvorgänge sind besonders aufschlußreich für eine Vergleichende Literaturwissenschaft, deren Ziel die historische Nachzeichung des Einflusses der romanischen Literaturen auf den deutschen Sprachraum darstellt.