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Schöpferische Weltbetrachtung

Zum Verhältnis von Einbildung und Erkenntnis in Texten der deutschen Romantik

Serie:

Ruth Pouvreau

Ob die Welt, die wir erleben, außerhalb von uns vorhanden sei oder uns allein durch unsere Einbildungskraft vorgestellt werde, ist seit Descartes die bestimmende Frage neuzeitlicher Erkenntnistheorie. Erstmals Fichte hat ausgeführt, daß jeder Versuch ihrer Beantwortung notwendig in einen unendlichen Zirkel führt, in welchem unser Erleben in dialektischer Bewegung bald als Wahrnehmung, bald als Einbildung erscheint. Wie dieser Zirkel das Denken und Empfinden der frühromantischen Dichtergeneration aufs tiefste durchdringt, wirkt er zugleich als strukturierendes Prinzip ihrer literarischen Produktion. Der Einbildungskraft, deren Wirkungsmacht alle frühromantischen Texte aufs eindringlichste bezeugen, wird dabei unterschiedliche Wertschätzung zuteil.

Fichte und Novalis

Transzendentalphilosophisches Denken im romantisierenden Diskurs

Serie:

Bernward Loheide

Die deutsche Romantik gilt gemeinhin als Überwindung der abstrakten Ich-Philosophie Fichtes. Dieses weitverbreitete Muster differenzierend beweist die vorliegende Studie, daß das philosophische, naturwissenschaftliche und poetische Werk des Novalis auf genau diejenigen Probleme des Subjektdenkens antwortet, die Fichte zu einer Vertiefung seines eigenen Ansatzes bewegt haben. Kongenial greift Novalis transzendentalen Ansatz seines Lehrers auf und nimmt damit zugleich in einigen Punkten dessen späte Wissenschaftslehre vorweg. Der Romantiker par excellende ist ein Fichteaner.

Natur, Kunst, Freiheit

Deutsche Klassik und Romantik aus gegenwärtiger Sicht. Deutsch-Polnische Tagung der Universität Warschau und des Collegium Europaeum Jenense (Jena) (Oktober 1995) in Warschau unter Mitwirkung der Friedrich-Schiller-Universität (Jena), und d

Serie:

Ediert von Marek J. Siemek

Die Beiträge dieses Bandes aus verschiedenen Disziplinen, Philosophie, Literaturgeschichte und Kunstgeschichte schließen sich zum Bild einer Epoche zusammen, die einen Höhepunkt des deutschen Geisteslebens darstellt. Dabei treten bestimmte Züge heraus, welche die Genese dieser Kultur in relativ eng umgrenzten Kommunikationszentren zeigen: Königsberg - Düsseldorf - Jena - Weimar - freilich mit Ausstrahlung auf das übrige Deutschland. So etwa: die Stilisierung der Geselligkeit über den literarischen Dialog bis zur philosophischen Interpersonalitätslehre Fichtes und einer dem entsprechenden Dialektik des Dialogs; einer Staats- und Gesellschaftsauffassung, die zwar noch in der klassischen Naturrechtslehre der Aufklärung gründete, aber den Rechtsbegriff so in sich zu gliedern wußte, daß er Implikationen verbindlich auch für das politische Handeln hergeben konnte und so aus dem Rechtsbegriff erstmals die Umsetzung des Völkerfriedens politisch fordern konnte. Es zeigt sich hier ein Grundmodell, das aller pragmatisch ausmachbaren Verallgemeinerungsfähigkeit überlegen ist, da die sittliche Person auch schon im Recht eine individuelle Aufforderung erhält, soll politisches Handeln von der öffentlichen Meinung anerkannt werden. Schließlich tritt eine neue Religiosität auf, die ein Naturverständnis einbezog, das ästhetischer Herkunft war, und die vielleicht deswegen ihren überzeugendsten Ausdruck in der Malerei fand. In allen diesen Bereichen aber werden Natur und Kunst im Lichte der neuentdeckten Freiheit des autonomen Individuums wiederbelebt.