Browse results

You are looking at 1 - 10 of 24,042 items for

  • Primary Language: ger x
  • Search level: All x
Clear All

Abstract

In his love songs, Heinrich von Mügeln demonstrates how he as a Sangspruch poet aspires to mastery (Meisterschaft). This is characterised by a complex and varied use of imagery relating to nature, which allows the poet to surpass the representation and negotiation of love in the Minnesang tradition both rhetorically and conceptionally. The texts also draw on learned knowledge and should be read taking the concepts of natural philosophy of the so-called School of Chartres into account. Using the example of the first three songs, the article shows to what extent the texts thus occupy a position that is as significant as it is exemplary in the lyric history of the late Middle Ages.

In: Poetica

Abstract

The Pathos of Sobriety: Reconsidering Laconism

This article attempts to reframe literary laconism by distinguishing between laconism as a stylistic routine of the twentieth century and as a universal device of deceiving expectations. To do so, it addresses the systematic question of how laconism suggests what it omits and how we can deal with the unresolved status of pathos within this process. Using a broad international corpus with an emphasis on Russian literature, this article asks, moreover, to what extent the category of laconism, rhetorical at its basis, can prove fruitful for literary history.

In: Poetica
Author: Leon Wirtz

Abstract

Xenophon’s account of the Battle of Cunaxa has been much praised by ancient and modern critics for its vividness (enargeia). Plutarch states that he brings the events right before our eyes, making us participate in the dangers. However, critics have been reticent about how this effect is created. This paper tries to explain the vividness with recent enactivist theories of cognition: the selective focus on certain aspects of scenes is in alignment with the way humans perceive objects in the real world. Less vivid passages do exist but are still narrated in a dynamic fashion. However, greater prominence is given to enactive passages, thus creating a high degree of vividness.

In: Poetica

Abstract

This essay tests the concept of the possible world for an analysis of Daniel Casper von Lohenstein’s novel Arminius (1689/90). Starting from the basic literary concept of ‘world’, which usually has the function of establishing a distinction between reality and fiction, the paper first examines, using the example of battle, fight, and war, how the novel depicts contingency and how its depictions are related to the concepts of providentiality and doom, which in turn are reconstructed as subsequent interpretations. A narrative analysis traces how the novel contributes to a pluralization of the concept of ‘world’. While Lohenstein presents coincidences and misfortunes in their fateful concatenation encompassing long periods of time and thus, on the whole, establishes the aberration of the narrated from the historical events, Gottfried Wilhelm Leibniz exemplifies the equality of possible and real world frequently by resorting to narrative strategies. The possible world of the novel serves as a reminder that the real world could be a different one.

In: Poetica
In: Poetica

Zusammenfassung

Die Welt hat für Fichte in seiner Jenaer Zeit eine gewisse ursprüngliche Realität, die vom Nicht-Ich her kommt. In Fichtes Berliner Zeit aber verschwindet dieses halb unbedingte Nicht-Ich und verwandelt sich, wie auch das reine Ich selbst, in ein Moment des Wissens, eines absoluten Wissens oder Sehens, das nicht mehr subjektiv oder menschlich, sondern das Eine ist, von dem die ganze Welt und wir selbst herkommen. Dieses Wissen besitzt jedoch in sich selbst keine eigene Realität, sondern es ist das Bild oder Schema eines absoluten Seins, das Fichte auch Gott nennt, das jetzt als erstes reales Prinzip fungiert. Aber, um von sich zu wissen, braucht das Wissen Unterscheidungen und Mannigfaltigkeit, und es ist in diesem eigenen Prozess und bildenden Leben des Wissens, wo die Welt und wir selbst als Momente seiner Entwicklung erzeugt sind, als Bilder der Bilder. Das ist die neue Realität der Welt und der neue Idealismus.

In: Fichte Studien

Zusammenfassung

Der Begriff der „Realität“ unterliegt begriffsgeschichtlich wie ebenfalls der der „Erscheinung“ erheblichen semantischen Schwankungen. Im Sinne der Transzendentalphilosophie Kants ist „Realität“ zunächst das, „was einer Empfindung überhaupt korrespondiert“ bzw. „dessen Begriff an sich selbst ein Sein (in der Zeit) anzeigt“ (KdrV B 182 / A 143). Wenn Kant im Sinne seines Ansatzes dabei „Realität“ und „Dasein“ (im Sinne des Modalbegriffs „Wirklichkeit“) kategorial trennen muß („Realität“ geht auf die qualitative Bestimmung des Objekts, „Dasein“ zielt auf seine nur reflexiv einzuholende „absolute Position“ im Kontext der Erfahrung überhaupt), kann man Fichtes Philosophie als den Versuch verstehen, beide Aspekte gerade zu vereinen bzw. ineinanderzuschieben: Es geht Fichte darum, die Realität in ihrer Beziehung auf den Grund der Erscheinung, auf das Absolute oder das „Seyn“ hin transparent werden zu lassen. Insbesondere in seiner Spätphilosophie, aus der hier die in besonderer Weise einer Neufassung des Erscheinungsbegriffs gewidmete WL von 1812 herangezogen wird, bemüht sich Fichte darum, die sich uns erschließende Welt der Erscheinung immanent auf den Grund des Erscheinens, das Reich der Sichtbarkeit und auf das lebendige Urbild der erscheinenden Mannigfaltigkeit zu beziehen. Das bedeutet vor allem, dass sich nunmehr mitten in der „realitas phaenomenon“ ein Absolutes als das innere Licht der Erscheinung zur Geltung bringen kann, das zugleich nicht mehr eigentlich ontologisch verstanden werden muss.

In: Fichte Studien
Author: Georg Spoo

Zusammenfassung

Bei Idealismus und Realismus handelt es sich um verschiedene Arten, unser Bewusstsein der Außenwelt zu erklären. Beide sind jedoch problematisch: Der Idealismus identifiziert Außenwelt mit dem Bewusstsein von ihr, sodass unser Bewusstsein eigentlich über gar keinen Außenweltbezug mehr verfügt. Darin besteht die Gefahr des Solipsismus. Der Realismus trennt hingegen die Außenwelt von dem Bewusstsein von ihr, wodurch fraglich wird, wie wir überhaupt ein Bewusstsein der Außenwelt erlangen können. Darin besteht die Gefahr des Skeptizismus. Fichtes Erklärung unseres Bewusstseins der Außenwelt richtet sich gegen diese einseitigen Erklärungsansätze. Sein Ansatz lässt sich durch drei Hauptthesen kennzeichnen: Erstens muss jede Erklärung des Gegenstandsbewusstseins den Dualismus vermeiden und ihren Ausgang vom Selbstbewusstsein nehmen: Eine Erklärung des Realismus unseres alltäglichen Außenweltbezuges ist philosophisch nur idealistisch möglich. Zweitens muss diese nicht-dualistische und idealistische Erklärung gleichwohl der Zweistelligkeit und damit auch dem Realismus unseres Gegenstandsbewusstseins Rechnung tragen: Der Sinn des Gegenstandsbewusstseins liegt darin, dass wir über ein Bewusstsein von etwas verfügen, das selbst kein Bewusstsein mehr ist. Drittens scheitern sämtliche idealistischen und realistischen Ansätze, wenn sie unser Gegenstandsbewusstsein ausschließlich theoretisch erklären wollen. Unser Bewusstsein hat nur deshalb einen Realitätsbezug, weil wir uns ursprünglich praktisch zur Welt verhalten. Ein rein theoretischer Idealismus führt unweigerlich zum Solipsismus.

In: Fichte Studien
Author: Martin Bunte

Zusammenfassung

Der Beitrag versucht, sich dem Realitätsproblem, also der Frage, ob der äußere Grund unserer Erfahrung nur problematisch anzunehmen sei, aus fichtescher Perspektive zu nähern. Anleitend ist dabei Fichtes Diskussion des bestimmten Gegensatzes von idealer und realer Auffassung in der zweiten Lesung der Wissenschaftslehre von 1804. Durch ihr gegenseitiges faktisches Ausschließen zeigt Fichte, dass keine ihrer vier möglichen Positionen (niederer/höherer Realismus/Idealismus) als Standpunkt der Wissenschaftslehre in ihrem Aufstieg zur absoluten Genesis in Frage kommt. Dies gelingt erst mit der Einsicht in den sich konstituierenden Akt des Wissens als eines sich vorkommenden Vorkommens in Gestalt des absoluten Ich. Dabei wird dafür plädiert, dass es sich bei den vier Momenten dieses Aufstieges nicht einfach nur um aufzuklärende, respektive zu genetisierende Vorurteile handelt, sondern wesentlich um die apperzeptionslogischen Strukturmomente der Reflexion selbst. Zuletzt sollen die sich hieraus ergebenden Fragen hinsichtlich der grundsätzlichen Interpretationshaltungen gegenüber der Wissenschaftslehre (logischer, axiologischer und ontologischer) diskutiert werden.

In: Fichte Studien