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Es liegt seit je in der Natur des Menschen, mittels von Orakelsprüchen sowie mantischer Praktiken die Zukunft für das eigene Handeln zu erkunden. Auf einer anderen Stufe tritt der Prophet als Träger des Wortes Gottes auf, er verkündet den Willen der Gottheit, um so dessen Gegenwart den Menschen erfahrbar zu machen.
Parusie bedeutet also die Anwesenheit einer Gottheit, wie sie sich im Hellenismus vor allem an dem Phänomen der Epiphanie dokumentieren lässt. Im Neuen Testament meint Parusie dagegen die machtvolle Wiederkunft des Menschensohnes am Himmel zum Weltgericht.
Der Sammelband vereinigt 25 Beiträge von Altphilologen, Althistorikern, Archäologen, Religionswissenschaftlern und Theologen, um von Homer im 8. vorchristlichen Jahrhundert bis zu Augustin in der Spätantike eine Entwicklungslinie unter Beachtung der spezifischen Schlüsselbegriffe aufzuzeigen.
Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Genese der Begriffe im frühen Christentum, wobei es auf den Nachweis ankommt, dass das Christentum auch ein Teil der griechisch-römischen Antike ist.
Studien zur politischen Idee der Germanistik, 1806-1814
Author: Christian Lück
Viele namhafte Intellektuelle, Dichter, Juristen, Historiker, Philologen waren um 1800 von dem Gedanken besessen, dass ein deutscher Nationalstaat nur durch die Überwindung des »fremden« römischen Rechts und Wiederherstellung eines »einheimischen« Rechts erreicht werden könnte.
Noch 1846 hielt das spätere Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung Georg Beseler das Römische Recht für ein »Nationalunglück«. Damit schrieb er einen Gedanken fort, der mit Beginn der »Deutschen Bewegung« im 18. Jahrhundert vorgetragen wurde. Christian Lück untersucht den Diskurs von Justus Möser, der um 1770 Goethe und Herder wichtige Anregungen geliefert hat, über Savignys Historische Rechtsschule, die politische Romantik, Fichte, Kleist, Adam Müller, die Gebrüder Grimm bis zum Germanistentag 1846. Die Studien verstehen sich als Beitrag zur Gründungsgeschichte der Germanistik als historischer Wissenschaft des Deutschen.
Interdisziplinäre Perspektiven auf ihre Begriffe, Phänomene und Funktionen
Volume Editor: Hendrick Heimböckel
Dieser Band erweitert das Forschungsfeld zur Ideen- und Begriffsgeschichte der Einbildungskraft um 1800 mit neuen methodischen sowie interdisziplinären Ansätzen und Detailstudien.
Die Beiträge zeigen, wie sich die Begriffe der Einbildungskraft im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum wandelten und sie das Denken des Menschen sowie öffentliche Debatten über die Ergebnisse bestehender Forschung hinaus prägten. Im Anschluss daran verdeutlichen sie, dass die mit Einbildungskraft verbundenen Phänomene fundamentaler Bestandteil ästhetischer Reflexion, Praxis und Topoi waren.
Neben der gut erforschten Verfremdungsästhetik des russischen Formalismus entwickelt sich in den 1920er Jahren eine bislang wenig rezipierte phänomenologische Formphilosophie. Interdisziplinäre Forschungsgruppen in Moskau und Leningrad arbeiteten an einer synthetischen Kunstwissenschaft.
Die Anthologie präsentiert grundlegende, teilweise auch im Original unpublizierte Texte erstmals in deutscher Übersetzung. Schlüsselkonzepte und -begriffe der sowjetischen phänomenologischen Ästhetik werden ebenso zugänglich wie originelle Ansätze, die für die aktuelle Ästhetik und Kunstwissenschaft von großem Interesse sind. Dies trifft auf exemplarische Studien der empirisch-psychologischen Kunstforschung sowie auf ausgewählte Lemmata aus dem „Wörterbuch der Begriffe der Kunstwissenschaften“ zu, welches erst 2005 auf Russisch erscheinen konnte.
Zur Geschichte und Theorie literarischer Eigenhändigkeit
Author: Peter Risthaus
Mit dem eigenhändigen Unterschreiben geht es zu Ende. Zunehmend übernehmen digitale Signaturen ihre Rolle. Was aber wird überhaupt die individuell-eigenhändige Unterschrift gewesen sein?
Die materiale Form, in der Unterschriften heute gegeben werden, ist nicht kontingent, sondern Ergebnis komplexer historischer Transformationen. Unterschreiben ist deshalb nur vorderhand ein einfacher Schreibakt, was bereits daran zu erkennen ist, dass selbst berühmte Philosophen wie Friederich Nietzsche, Walter Benjamin oder Jacques Derrida sich an ihr abarbeiten und zwar nicht allein in der Theorie: Sie unterschreiben selbst, zum Teil unter Pseudonym oder als Gott Dionysos. Zentraler Ort, an dem der komplexe Rechtsakt des Unterschreibens verhandelt wird, ist die Literatur. Wer den Geschichten zwischen Literatur und Recht folgt, kann lernen, Unterschriften zu lesen und begreifen, dass sie auch im Recht operative Fiktionen sind.
Editor: Ulrich Breuer
Der „Kritischen Friedrich-Schlegel-Ausgabe“ kommt in der Romantikforschung eine Schlüsselstellung zu. Friedrich Schlegel gehört bis heute zu den wichtigsten Impulsgebern der internationalen Literaturtheorie und den Begründern einer umfassenden Literaturgeschichte.
Sein Leben und das seiner Ehefrau Dorothea, einer konvertierten Jüdin, umspannt und repräsentiert nicht nur sämtliche Phasen der deutschen Romantik, sondern hat sie auch nachhaltig geprägt und gestaltet. Die Edition bietet eine kritische Neuausgabe sämtlicher zu Lebzeiten gedruckter Schriften Friedrich Schlegels unter Einschluss der berühmten Fragmente und Kritiken sowie seiner poetischen Werke (Abteilung I) und eine kommentierte, durch Register erschlossene Transkription seines umfangreichen handschriftlichen Nachlasses (Abteilung II). Darüber hinaus enthält sie sämtliche Briefe nicht nur von und an Friedrich Schlegel, sondern auch von und an Dorothea Schlegel, geb. Mendelssohn (Abteilung III). Dadurch geht sie über vergleichbare Referenzausgaben hinaus.
Der nationalsozialistische Vierjahresplan und der synthetische Kolonialismus in der deutschsprachigen Populärliteratur
In diesem Buch werden populäre Texte über Kunststoffe untersucht und neuartige Formen des deutschen Kolonialismus im Nationalsozialismus identifiziert.
Karl Aloys Schenzingers Roman Anilin ist nach Mein Kampf der zweitgrößte Bestseller der Jahre zwischen 1933 und 1945. Anders als Hitlers Autobiografie ist der Roman über die Geschichte der Farbstoffchemie, den Millionen Menschen gelesen haben, bisher kaum erforscht. Alexander Wagner rekonstruiert anhand von Anilin und anderen populären „Büchern mit Stoffbezug“, deren Thema die synthetischen Stoffe, Kunstfasern, Medikamente und vieles andere sind, wie durch diese Stoffe ein neues Verhältnis zum eigenen Raum entsteht, der auf neue Weise als „fremd“ wahrgenommen werden kann. Wagner identifiziert in der Propaganda zur NS-Wirtschaftspolitik eine Fortsetzung des deutschen Kolonialismus ohne Kolonien. Damit wird eine Lücke in der deutschen Kolonialgeschichte zwischen „Platz an der Sonne“ und den Angriffskriegen des Zweiten Weltkriegs geschlossen.
The essays in this collection are written to make readers (re)consider what is possible in Africa. The essays shake the tree of received wisdom and received categories, and hone in on the complexities of life under ecological and economic constraints. Yet, throughout this volume, people do not emerge as victims, but rather as inventors, engineers, scientists, planners, writers, artists, and activists, or as children, mothers, fathers, friends, or lovers – all as future-makers. It is precisely through agents such as these that Africa is futuring: rethinking, living, confronting, imagining, and relating in the light of its many emerging tomorrows.
In Alfonso de Cartagena’s 'Memoriale virtutum' (1422) María Morrás and Jeremy Lawrance offer a new edition from the manuscripts of a compilation of Aristotle’s Nicomachean Ethics addressed by the major Castilian intellectual of the day, bishop Alfonso de Cartagena, to the heir to the throne of Portugal, crown prince Duarte.
The work was a speculum principis, an education for the future king in the virtues suitable to a statesman; Cartagena’s choice of Aristotle was thus a significant index of the advent of new Renaissance ideas. This edition shows how the “memorial” throws light on the ideological transformation of society those ideas would bring, setting new ethical guidelines for the ruling class at the crossroads between medieval feudalism and Renaissance absolutism.
Casuistry and Early Modern Spanish Literature examines a neglected yet crucial field: the importance of casuistical thought and discourse in the development of literary genres in early modern Spain. Faced with the momentous changes wrought by discovery, empire, religious schism, expanding print culture, consolidation of legal codes and social transformation, writers sought innovation within existing forms (the novella, the byzantine romance, theatrical drama) and created novel genres (most notably, the picaresque). These essays show how casuistry, with its questioning of example and precept, and meticulous concern with conscience and the particularities of circumstance, is instrumental in cultivating the subjectivity, rhetorical virtuosity and spirit of inquiry that we have come to associate with the modern novel.