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Der Wert der Bildung

Menschliche Entfaltung jenseits von Knappheit und Konkurrenz

Renate Girmes

Vom »Baum der Erkenntnis« zu essen, war keine Sünde, sondern eine Ermächtigung. Erkennend schaffen Menschen je individuell Welt/en. Um eine gemeinsame Welt teilen zu können, müssen sie miteinander bezogen auf die Welt interagieren. Das ist der Kern des Generationsverhältnisses und mithin von Bildung und Erziehung.
Menschen tragen durch ihre Selbstermächtigung keine Schuld, aber sie sind einander etwas »schuldig«, nämlich Zuwendung füreinander und für die menschliche Welt auf der Erde. Bildung eröffnet die Chance, dass Menschen sich ihres schöpferischen Potenzials und ihrer Verantwortung bewusst werden und sie zu nutzen verstehen. Wenn das gelingt, entsteht der Wert der Bildung. Das geht nicht? Als Steve Jobs das I-Phone vorstellte, sagte er: We re-invented the phone. Wir dachten alle zu wissen, was ein Telefon kann und haben erfahren, welche ungeahnten Möglichkeiten sich wissensbasierten neu eröffnen ließen. Eine neue Erfahrung und ein neuer Begriff von Bildung sind ebenso möglich - auf der Grundlage einer wissen(schaft)s-basierten Re-Vision der Bildungskonzepte und Bildungspraxen. Dazu macht das vorliegende Buch Vorschläge und Mut: Let’s re-invent education.

Erziehung als Handwerk

Studien zur Zeigestruktur der Erziehung

Klaus Prange

Die Operative Pädagogik will nicht nur begründet sein, sie muss auch selber in ihrer Tragweite und in ihren Konsequenzen demonstriert werden. Das ist das verbindende Motiv in den hier vorgelegten Analysen und Perspektiven zur Operativen Pädagogik. Der leitende Gedanke ist: Pädagogik ist als Praxis und als Reflexion auf diese Praxis von der Eigenart des erzieherischen Handelns her zu verstehen. Sie besteht in der Operation des Zeigens in Hinsicht auf Lernen.
Das Erziehen ist ein Handwerk im wörtlichen Verstande und in dem erweiterten Sinne eines beredten Handwerks. Ohne die Hand kein Zeigen. Ob es um die Artikulation von Unterricht oder die Machtverhältnisse in pädagogischen Inszenierungen geht oder um das Ballspiel und didaktische Verstehensprozesse, um das Verhältnis von Antwort und Frage in der Pädagogik oder das Problem nachhaltigen Lernens: immer ist das Handwerk des Zeigens der zentrale Fokus für das pädagogische Handeln und für die Reflexion auf dieses Handeln.

Kindheit bei Maria Montessori und Ellen Key

Disziplinierung und Normalisierung

Marcus Reiß

Reformpädagogik gilt bis heute als »magische Größe«. Ihre Anhänger verzaubert sie mit der eingängigen Formel: Nicht nur »naturgemäß« soll Erziehung sein, sondern auch wertschätzend, praxisnah und individuell. So verspricht sie Heilung (von falscher Pädagogik) und argumentiert scheinheilig: Sowohl »begradigen« als auch »überwinden« sind unverzichtbare Bestandteile ihres Kanons pädagogischer Leitbegriffe.
Die Kindheitskonzepte von Maria Montessori und Ellen Key werden besonders dafür geschätzt, dass sie das »Leben« feiern. Dabei argumentieren sie mitunter allerdings wenig lebensbejahend. Besonders augenfällig ist, dass sie vor allem gesunde, normale und folgsame Kinder besonders wertschätzen. Der ideale Nachwuchs soll sowohl folgsam als auch unauffällig sein: Nicht jedes Kind ist aus sich heraus wertvoll. Daher appellieren sie an künftige Eltern, möglichst nur den richtigen Erbanlagen ins Leben zu verhelfen (was nicht zwangsläufig die eigenen sind). Überhaupt haben beide sehr konkrete Vorstellungen davon, wie Kinder sein müssen... und was passieren könnte, wenn sie nicht sind, wie sie sein sollen.

Negative Pädagogik

Sokrates und die Geschichte des Lernens

Patrick Bühler

In Philosophie und Theologie und in jüngeren, pädagogischen Nachbardisziplinen seit mindestens hundert Jahren auf vielfältige Weise erforscht, hat Negativität in der Pädagogik selbst bislang kaum Beachtung gefunden. Die Geschichte der pädagogischen SokratesRezeption bietet eine der seltenen Gelegenheiten, den Umgang der Pädagogik mit Negativität zu studieren.
Die späte und bescheidene Karriere der Negativität in der Pädagogik wirkt um so erstaunlicher, als ihr Werdegang nicht nur in Nachbardisziplinen anders verlaufen ist, sondern als Kommunikation selbst - und damit natürlich auch Lehren und Lernen - immer Negationen einschließt. Für eine Analyse des ,negativen‘ Apriori der Pädagogik eignet sich Sokrates ganz besonders. Zum einen wird dem Philosophen seit rund 150 Jahren von Pädagogen einhellig und in Übereinstimmung mit Philologen und Philosophen attestiert, neben einer positiven auch eine negative Didaktik anzuwenden. Zum anderen ist die Geschichte der ,sokratischen Methode‘ ein äußerst aussagekräftiger ,Gradmesser‘, dient Sokrates doch der Pädagogik seit drei Jahrhunderten als Referenzgröße.

Schulmodell: Jena-Plan

Grundlagen eines reformpädagogischen Programms

Ralf Koerrenz

»Schule als Gegenöffentlichkeit« ist der hermeneutische Schlüssel, mit dem Ralf Koerrenz das schulpädagogische Reformmodell des Jena-Plans interpretiert. Die Chancen und Ambivalenzen des Modells werden dadurch gleichermaßen sichtbar.
Die reformpädagogische Konzeption »Jena-Plan« von Peter Petersen muss von seinen erziehungsphilosophischen Grundlagen aus verstanden werden. Von »Schule als Gegenöffentlichkeit« werden die didaktischen Handlungsebenen in der Schule (Lehren, Lernen) ebenso verständlich wie die Spiegelung der Theorie in der pädagogischen Praxis. Die Bestimmung der Konturen dieses Modells geschieht hier jenseits der historischen Debatten um die Verstrickung Petersens in den Nationalsozialismus. Gefragt wird nicht zuletzt mit Blick auf Leitbild und Praxis heutiger Jena-Plan-Schulen nach einem kontextunabhängigen Kern dessen, was eine Schule zur Jena-Plan-Schule macht. Die Chancen und Ambivalenzen des Modells werden so gleichermaßen sichtbar.

Erfahrung - Medium - Mysterium

Studien zur medialen Technik in bildungstheoretischer Absicht

Series:

Ralf Mayer

Edited by Alfred Schäfer

Der Autor untersucht die Relevanz von Formen technischer Medialität gerade für solche Subjektivierungsprozesse, die mit dem Bildungsbegriff in Beziehung gebracht wurden. Dabei wird der These eines immanenten Verhältnisses zwischen dem Medien-, Erfahrungs- und Bildungsbegriff in Form elementarer Suchbewegungen nachgegangen.
Die Spurensuche entfaltet in systematischer Weise ausgewählte Konzepte von Selbst-, Fremd- und Weltexplikationen, reflektiert auf die Konsequenzen der Unverfügbarkeit der Identifikation von Selbst und Anderem und mündet in die Frage nach dem Verhältnis von Subjekt bzw. Subjektivierung und medialer Technik. Die bildungstheoretische Absicht der Arbeit verweist diesbezüglich nicht allein auf eine reflexive Bewegung, die der medialen Formierung des Subjekts nachgeht. Sie fragt zudem nach den Schnittstellen, an denen der Mensch die verordnete Selbstformierung riskiert.

Pädagogische Ironie - Ironische Pädagogik

Diskursanalytische Untersuchungen

Series:

Jens Oliver Krüger

Was setzt es voraus, eine pädagogische Ironie zu identifizieren? Und unter welchen Voraussetzungen avanciert die Pädagogik selbst zur ironischen Angelegenheit? Die Ironie gehört zu den traditionsreichsten Begriffen der Geistesgeschichte. Eine systematische Aufarbeitung von aktuellen und historischen Bezügen grundiert die These einer konstitutiven Widerständigkeit der Ironie gegenüber identifizierenden Zugriffen. Im Rahmen von diskursanalytischen Untersuchungen kann gezeigt werden, dass ausgehend vom Ironieproblem systematische Anfragen an das Pädagogische der Pädagogik möglich sind.

Das Buch ermöglicht einen strukturierten Zugang zum pädagogischen Ironiediskurs und erörtert methodische und systematische Implikationen aktueller Reflexionen zur Ironietheorie. Dabei werden spezifische Potentiale der Diskursanalyse für erziehungswissenschaftliche Forschung ausgelotet. Die Zielsetzung der Studie besteht im Nachweis einer systematischen Anschlussfähigkeit von Ironie für ein pädagogisches Nachdenken.

Jens Oliver Krüger, Dr. phil., geb. 1976, arbeitet als Dozent am Institut für Pädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alfred Schäfer

Bildung sollte ein individuell begründetes Selbst- und Weltverhältnis ermöglichen. Dieses neuhumanistische Versprechen beinhaltete immer schon eine Distanz zu den sozial akzeptierten Wissensbeständen und Fähigkeitsprofilen. Deren Aneignung war nicht das Kriterium einer gelingenden Selbstbildung.
Ein solches Verständnis von Bildung scheint nur sinnvoll, wenn soziale Ordnungsvorstellungen nicht als selbstverständlich geltende verstanden werden. Dass deren Begründung nicht nur aus der Sicht des sich bildenden Individuums, aber auch im Hinblick auf den Streit um das Richtige und Gültige problematisiert werden kann, verweist auf eine Verbindung von Bildungs- und Demokratietheorie. Aktuelle Demokratie-theorien thematisieren die letztliche Unmöglichkeit der Begründung sozialer Ordnung und den daraus resultierenden Streit um Begründungsansprüche. Von hier aus erscheint die Frage sinnvoll, ob das Bildungsversprechen nicht zugleich einen politisch-demokratischen Einsatz enthält und wie man sich diesem (theoretisch und empirisch) nähern kann.

Ontologies for Developing Things

Making Health Care Futures Through Technology

Series:

Casper Bruun Jensen

Ontologies for Developing Things is a work of unflagging intelligence and intellectual energy, spilling over with new ideas, surprising angles, sharp perceptions and interesting juxtapositions, and written with correspondingly attractive punch and force. Readers interested in information technologies, contemporary developments in social studies of science, and related cultural and political theory will find the book immensely engaging and endlessly useful. - Barbara Herrnstein Smith, Duke University and Brown University [author of Scandalous Knowledge: Science Truth and the Human and/or Natural Reflections: Human Cognition at the Nexus of Science and Religion]

Beyond 'Presentism'

Re-imagining the Historical, Personal, and Social Places of Curriculum

Edited by James Nahachewsky and Ingrid Johnston

"Precisely titled, this powerful collection constitutes a “chronotope,” an erudite enactment of interstices within and among historical time, spiritual place, and political culture, a recollection focused forward to those “hybrid” generations (in Canadian classrooms) whose frontier is haunted by forts populated by not always their ancestors, inscribed in their national, regional, aboriginal identities. Homophobic, hygienic, the curriculum is always already inhabited by the language of the Other, propelling us toward “post-post” being, forested in difference, rooted in images, refracted through mirrors and windows. In constructing this crucial collage of decolonization, the contributors summon us to study with them the place we inhabit."

WILLIAM F. PINAR, Professor and Canada Research Chair,
Department of Curriculum and Pedagogy, University Of British Columbia, Canada