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Geist und Gegenwart

Entwurf einer analytischen Transzendentalphilosophie

Peter Rohs

Die Zeitbestimmungen, die in dem sogenannten »Verfließen der Zeit« begründet sind (wie die vergehende Gegenwart), spielen für unsere geistige Existenz eine fundamentale Rolle. In dem Buch soll gezeigt werden, dass sich wesentliche Eigenarten unserer Erkenntnisfähigkeiten, aber auch die kausale Wirksamkeit des Geistes in der physischen Welt auf dieser Grundlage befriedigend verstehen lassen. Ein starker Freiheitsbegriff, der die Möglichkeit einschließt, etwas Neues zu beginnen, kann auf diese Weise gerechtfertigt werden. Das Ergebnis ist ein nicht-naturalistischer Dualismus, freilich nicht der Substanzen, sondern der zeittheoretischen Basis entsprechend der Prozesstypen. Ein solcher Dualismus, der weder den Gesetzen der Physik noch den Tatsachen der Evolution widerspricht, erlaubt es, an den herkömmlichen Merkmalen von Personalität festzuhalten.

Konstitutive Regeln und normative Tatsachen

Eine kritische Studie zu John Searles Theorie institutioneller Realität

Lisa Marani

Searles einflussreiche Institutionentheorie gibt eine Antwort auf die Frage, auf welche Weise Institutionen wie Sprachen, Spiele, Geld und Eigentum in ihrer Existenz von handelnden Personen abhängen. Zentral für seine Theorie ist der Begriff der konstitutiven Regel. Wir verhelfen der institutionellen Realität zur Existenz, indem wir Regeln akzeptieren, die für viele unserer alltäglichen Handlungen konstitutiv sind: Ohne die Akzeptanz dieser Regeln könnten wir weder Versprechen geben noch könnten wir Geschenke machen, Äpfel kaufen oder Poker spielen. Daraus ergeben sich nach Searle wichtige Konsequenzen für die Frage, welche Rechte und Pflichten Personen im Rahmen von Institutionen haben. Die Autorin analysiert Searles Begriff der konstitutiven Regel, diskutiert die von verschiedenen Seiten geübte Kritik an Searles Unterscheidung zwischen konstitutiven und bloß regulativen Regeln und geht der Frage nach, wie man dafür argumentieren kann, dass es Regeln gibt, die für eine Aktivität konstitutiv sind. Aufbauend auf der Analyse des Begriffs der konstitutiven Regel wird eine Antwort auf die Frage gegeben, in welchem Sinne institutionelle Tatsachen als normative Tatsachen bezeichnet werden können. Diese Frage ist interessant, weil Searles institutionelle Tatsachen eine grundlegende Rolle für unser Handeln spielen.

Das präreflexive Selbst

Subjektivität als minimales Selbstbewusstsein

Daniel Wehinger

Gibt es Erleben ohne Selbstbewusstsein? – In der gegenwärtigen Philosophie des Geistes wird diese Frage fast durchweg bejaht. Phänomenalität und Selbstbewusstsein werden als getrennte Phänomene behandelt, wobei das Hauptaugenmerk dem phänomenalen Bewusstsein gilt. Gegen eine solche Zweiteilung der Bewusstseinsproblematik wendet sich dieses Buch. Argumentiert wird für einen inneren Zusammenhang zwischen Phänomenalität und Selbstbewusstsein. Alles Erleben enthält demnach ein minimales Bewusstsein meiner selbst. Insofern meine Erfahrungen subjektiv sind, insofern sie sich für mich auf eine gewisse Art und Weise anfühlen, gehen sie mit einem präreflexiven Selbstbewusstsein einher. Dieses präreflexive Selbstbewusstsein stellt eine grundsätzliche Herausforderung für den Naturalismus dar. Sowohl die klassischen Higher-order-Theorien als auch die jüngeren selbstrepräsentationalistischen Ansätze scheitern an ihm. Selbstbewusstsein, so zeigt sich, steht im Zentrum der Bewusstseinsproblematik. Das Phänomen des Erlebens lässt sich nicht ohne das Phänomen des Selbstbewusstseins erklären.

Edited by Jürgen Mittelstraß

Paul Lorenzen wurde am 24.3.1915 in Kiel geboren. Er studierte von 1933 bis 1938 Mathematik, Physik, Chemie und Philosophie in Kiel, Berlin und Göttingen und wurde 1938 in Mathematik bei Helmut Hasse in Göttingen promoviert. 1946 erfolgte die Habilitation für Mathematik in Bonn. Ab 1956 hatte Lorenzen einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Kiel inne. Er wechselte 1962 nach Erlangen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1980 blieb. Ab 1967 nutzte er die vorlesungsfreie Zeit zu Gastprofessuren an der University of Texas at Austin, später an der Boston University. Lorenzen starb am 1.10.1994 in Göttingen. Mit seinen Ansätzen zu einer konstruktiven Begründung der Mathematik hatte sich Paul Lorenzen bereits international einen Namen gemacht, als er sich in den 50er Jahren verstärkt Fragen der allgemeinen Sprach- und Wissenschaftstheorie zuwandte. In der Folge setzte er sich vor allem für Logik, für begriffliches Denken und methodisch geordnetes Vorgehen im philosophischen Diskurs ein. Dieser Band versammelt die Beiträge einer im Oktober 2015 veranstalteten Tagung zur Philosophie Paul Lorenzens. Die Tagung ging den Schwerpunkten in der Philosophie Paul Lorenzens und deren Weiterentwicklung aus der Sicht seiner Schüler nach.

Philosophie und Phantastik

Über die Bedingungen, das Mögliche zu denken

Edited by Karsten Weber, Hans Friesen and Thomas Zoglauer

Die Beiträge von Karsten Berr und Hans Friesen, Arno Görgen und Rudolf Inderst, Rüdiger Vaas, Karsten Weber, Klaus Wiegerling sowie Thomas Zoglauer zeigen die unglaubliche Spannweite des Themas, wie Philosophie und Phantastik zusammenhängen: Sowohl eher grundsätzliche und theoretische Fragen als auch der Umgang mit Zukünften oder philosophischen Ideen in der phantastischen Literatur, dem Film und in Computerspielen werden behandelt. Dabei spielt stets eine Rolle, wie wir über das Mögliche, aber (noch) nicht Seiende nachdenken können; ebenso wird behandelt, wie mit dem Nachdenken über das Mögliche Antworten auf schon lange debattierte Fragen der Philosophie gegeben werden können. Phantastik erweitert dabei den Raum des Möglichkeiten bis an die Grenzen des Denkbaren; so werden Szenarien zugänglich, die für realistische Überlegungen nicht erreichbar sind.

Franz von Kutschera

Die europäische Neuzeit ist eine Epoche der Befreiung der Menschen aus kirchlichen, religiösen, politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten. Sie hat zu einer großartigen Entfaltung geistigen Lebens geführt. Ihr Ziel war Selbstbestimmung. Die wurde aber oft im engen Sinn einer Autonomie, einer radikalen Unabhängigkeit verstanden. Thema dieses Buches ist die große Rolle, welche die Idee der Autonomie in der neuzeitlichen Geistesgeschichte und für ihren Verlauf gespielt hat, in Philosophie und Wissenschaften, in Religion, Malerei und Literatur. Thema ist auch das Ende dieser Entwicklung. Die Literatur hat heute weithin ihren Anspruch aufgegeben, Gefühle und Gedanken mitzuteilen, die Malerei ihr Ziel, die Welt in neuem Licht zu zeigen. Die Philosophie zweifelt an einer objektiven Wahrheit und damit an der Möglichkeit von Erkenntnis, und die Neurologen sagen uns, das Projekt der Neuzeit, die Selbstbestimmung des Menschen, sei von Anfang an illusorisch, weil es weder Freiheit gebe noch zu befreiende Subjekte.

Von Rang und Namen

Philosophical Essays in Honour of Wolfgang Spohn

Edited by Wolfgang Freitag, Hans Rott, Holger Sturm and Alexandra Zinke

Wolfgang Spohn is an eminent figure in contemporary analytic philosophy. Though best known for his seminal work in formal epistemology, in particular for the inception and development of ranking theory, his philosophical interests are much broader, covering virtually all parts of theoretical philosophy. This collection of essays from colleagues, friends and former students reflects the wide variety of Spohn’s philosophical interests. It contains articles on epistemology (e.g., the nature of knowledge and belief, ranking theory, formal theories of belief and its revision), theory of science (e.g., causality, induction, laws of nature), philosophy of language (e.g., theories of meaning, the semantics of counterfactuals) and philosophy of mind (e.g., intentionality, intuitions, free will) as well as on logic, ontology and game theory. The authors: Ansgar Beckermann, Wolfgang Benkewitz, Bernd Buldt, Ralf Busse, Christoph Fehige, Wolfgang Freitag, Gordian Haas, Volker Halbach, Franz Huber, Andreas Kemmerling, Manfred Kupffer, Hannes Leitgeb, Godehard Link, Arthur Merin, Thomas Müller, Julian Nida-Rümelin, Martine Nida-Rümelin, Hans Rott, Holger Sturm, Thomas Ede Zimmermann and Alexandra Zinke.

Scanning the Hypnoglyph

Sleep in Modernist and Postmodern Representation

Series:

Nathaniel Wallace

Nathaniel Wallace’s Scanning the Hypnoglyph chronicles a contemporary genre that exploits sleep’s evocative dimensions. While dreams, sleeping nudes, and other facets of the dormant state were popular with artists of the early twentieth century (and long before), sleep experiences have given rise to an even wider range of postmodern artwork. Scanning the Hypnoglyph first assesses the modernist framework wherein the sleeping subject typically enjoys firm psychic grounding. As postmodernism begins, subjective space is fragmented, the representation of sleep reflecting the trend. Among other topics, this book demonstrates how portrayals of dormant individuals can reveal imprints of the self. Gender issues are taken up as well. “Mainstream,” heterosexual representations are considered along with depictions of gay, lesbian, and androgynous sleepers.

The Mismeasure of Wealth

Essays on Marx and Social Form

Series:

Patrick Murray

The Mismeasure of Wealth: Essays on Marx and Social Form gathers Patrick Murray’s essays reinterpreting Marx and Marxian theory published since his Marx’s Theory of Scientific Knowledge (1988), along with a previously unpublished essay and an introduction. Murray’s essays concentrate on Marx the historical materialist, the investigator of historically specific social forms of wealth and labour. There is no production in general; the production of wealth always involves specific social forms and purposes that matter in many ways. Marx’s attention to the dynamics and far-reaching consequences of historically specific social forms – in particular those that are constitutive of the capitalist mode of production – sets him off from classical political economy and traditional Marxism. In probing Marx’s dialectical accounts of the commodity, value, money, surplus value, wage labour and capital, The Mismeasure of Wealth establishes Marx’s singular relevance for critical social theory today.


Peripheral Visions in the Globalizing Present

Space, Mobility, Aesthetics

Series:

Edited by Esther Peeren, Hanneke Stuit and Astrid Van Weyenberg

This volume sheds new light on how today’s peripheries are made, lived, imagined and mobilized in a context of rapidly advancing globalization. Focusing on peripheral spaces, mobilities and aesthetics, it presents critical readings of, among others, Indian caste quarters, the Sahara, the South African backyard and European migration, as well as films, novels and artworks about marginalized communities and repressed histories. Together, these readings insist that the peripheral not only needs more visibility in political, economic and cultural terms, but is also invaluable for creating alternative perspectives on the globalizing present. Peripheral Visions combines sociological, cultural, literary and philosophical perspectives on the periphery, and highlights peripheral innovation and futurity to counter the lingering association of the peripheral with stagnation and backwardness.