Restricted Access

Edited by Dominik Geppert and Hans-Peter Schwarz

Konrad Adenauer und Ludwig Erhard – die beiden „ungleichen Gründerväter“ der Bundesrepublik Deutschland faszinieren bis heute. Der neue Band der Rhöndorfer Ausgabe dokumentiert ihren Austausch über Fragen der Wirtschaftsordnung und Wirtschaftspolitik.
Die Edition präsentiert Briefe, Memoranden und Gesprächsaufzeichnungen zur Wirtschaftspolitik der Gründerjahre der Bundesrepublik. Behandelt werden ordnungspolitische Grundsatzfragen wie die Kartellgesetzgebung, die Mitbestimmung und die Regelung der Sozialpartnerbeziehungen. Die Dokumente geben aber auch Aufschluss über praktische und prinzipielle Aspekte der Konjunkturpolitik – etwa die Maßnahmen zur Sicherung des Wachstums, die Einhegung der Lohn- und Preisentwicklung sowie die Debatte um die gesellschaftlichen Folgen des Konsums. Somit wirft die Edition nicht nur einen neuen Blick auf das Verhältnis zwischen Adenauer und Erhard, sondern erschließt auch die Frühgeschichte der bundesrepu-
blikanischen Wirtschaftspolitik.

Restricted Access

Mozambique on the Move

Challenges and Reflections

Series:

Edited by Sheila Pereira Khan, Maria Paula Meneses and Bjørn Enge Bertelsen

Being a first of its kind, this volume comprises a multi-disciplinary exploration of Mozambique’s contemporary and historical dynamics, bringing together scholars from across the globe. Focusing on the country’s vibrant cultural, political, economic and social world – including the transition from the colonial to the postcolonial era – the book argues that Mozambique is a country still emergent, still unfolding, still on the move.
Drawing on the disciplines of history, literature studies, anthropology, political science, economy and art history, the book serves not only as a generous introduction to Mozambique but also as a case study of a southern African country.

Contributors are: Signe Arnfred, Bjørn Enge Bertelsen, José Luís Cabaço, Ana Bénard da Costa, Anna Maria Gentili, Ana Margarida Fonseca, Randi Kaarhus, Sheila Pereira Khan, Maria Paula Meneses, Lia Quartapelle, Amy Schwartzott, Leonor Simas-Almeida, Anne Sletsjøe, Sandra Sousa, Linda van de Kamp.
Restricted Access

Europe and China in the Cold War

Exchanges Beyond the Bloc Logic and the Sino-Soviet Split

Series:

Edited by Janick Marina Schaufelbuehl, Marco Wyss and Valeria Zanier

Europe and China in the Cold War studies Sino-European relations from the establishment of the People’s Republic of China (PRC) in 1949 to the Tiananmen Square protests of 1989. Based on new multi-archival research, the international authorship presents and analyses diplomatic and personal relationships between Europe and China at the political, economic, military, cultural, and technological levels.
In going beyond existing historiography, the book comparatively focuses on the relations of both Eastern and Western Europe with the PRC, and adopts a global history approach that also includes non-state and transnational actors. This will allow the reader to learn that the bloc logic and the Sino-Soviet split were indeed influential, yet not all-determining factors in the relations between Europe and China.
Open Access

Series:

Edited by Niklas Bernsand and Barbara Törnquist-Plewa

In Cultural and Political Imaginaries in Putin’s Russia scholars scrutinise developments in official symbolical, cultural and social policies as well as the contradictory trajectories of important cultural, social and intellectual trends in Russian society after the year 2000. Engaging experts on Russia from several academic fields, the book offers case studies on the vicissitudes of cultural policies, political ideologies and imperial visions, on memory politics on the grassroot as well as official levels, and on the links between political and national imaginaries and popular culture in fields as diverse as fashion design and pro-natalist advertising. Contributors are Niklas Bernsand, Lena Jonson, Ekaterina Kalinina, Natalija Majsova, Olga Malinova, Alena Minchenia, Elena Morenkova-Perrier, Elena Rakhimova-Sommers, Andrei Rogatchevski, Tomas Sniegon, Igor Torbakov, Barbara Törnquist-Plewa, and Yuliya Yurchuk.
Restricted Access

Albert Speer

Aufstieg und Fall eines Mythos

Wolfgang Schroeter

Albert Speer – der „gute Nazi“: Dieser selbst inszenierte Mythos prägte entscheidend die bundesdeutsche Nachkriegsgeschichte. Wenn nicht einmal Hitlers Stararchitekt und Rüstungsminister etwas vom Holocaust gewusst haben wollte, konnten sich Millionen von Kriegsteilnehmern entlastet fühlen.

Wolfgang Schroeter begibt sich auf die Spuren der Entstehung und Wirkungsgeschichte des Speer-Mythos. Wie war er selbst an dessen Erschaffung beteiligt? Wer unterstützte und wer entlarvte ihn? Erstmals verfolgt der Autor den Wandel des Speer-Bildes über die Generationen. Während die Kriegs- und Flakhelfergeneration Speer heroi-sierte, revoltierten die „68er“ später dagegen. Doch trotz seiner radikalen Entzauberung in aktuellen Bestsellern und Ausstellungen lebt Speer heute weiter – nicht mehr als Identifikationsfigur, sondern als Ikone der Popkultur.
Restricted Access

Gudrun Ensslin

Die Geschichte einer Radikalisierung

Alex Aßmann

Gudrun Ensslin – Pastorentochter, Studienstiftlerin, Terroristin: Was sagen diese Schlagworte über die Person? Wie kam es zu ihrer Radikalisierung?

Im Fokus des Buches steht die Kehrtwendung Gudrun Ensslins aus einer vornehmlich bürgerlichen Existenz zu einem Dasein im Untergrund. Diese Wende der späteren Mitbegründerin der RAF in die Militanz und den Terrorismus scheint sich ohne nennenswerten ideologischen Anlauf vollzogen zu haben. Bis ins Jahr 1967 nimmt Ensslin beispielsweise kaum an Demonstrationen teil. Im Vordergrund steht für sie der Aufstieg ins linksliberale Kulturestablishment der Bundesrepublik, eine geplante Dissertation über Hans Henny Jahnn, schließlich auch ihr Kind. Der Tod Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 markiert den Beginn ihrer Radikalisierung, die sie geradezu zur Kaufhausbrandstiftung und daran anschließend zur RAF-Gründung katapultiert. Was den Zeitgenossen damals schon rätselhaft erschien, ist auch heute für uns ein aktuelles Problem. Immer wieder fragen wir uns, wie Radikalisierung unbemerkt entstehen konnte (und kann). Folgt man dem Radikalisierungsverlauf Gudrun Ensslins durch die Bildungsinstitutionen hindurch, dann wird sichtbar, wie sich darin langsam das Erleben von Bildung und das von Radikalität immer ähnlicher werden.
Alex Aßmann rekonstruiert den Weg Ensslins von der Studentenbewegung in den Linksradikalismus als Bildungsgeschichte. Ihren Ausgang nimmt diese Entwicklung in den 1940er und 50er Jahren, denen das besondere Augenmerk des Autors gilt. Sein Buch eröffnet auf diese Weise einen neuen Blick auf die RAF-Protagonistin und räumt mit weit verbreiteten Missverständnissen auf.
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"We Shall Overcome"

Die DDR und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung

Series:

Maria Schubert

Ihren Kampf begriffen amerikanische Bürgerrechtler seit jeher als einen globalen und trugen diesen in die DDR. Wäh-rend die SED dort Solidarität mit der afroamerikanischen Bevölkerung verkündete, ermutigten Martin Luther Kings Ideen so manchen zum Widerstand gegen das heimische Regime…
Maria Schubert untersucht anhand der DDR-Besuche von Paul Robeson, Martin Luther King, Ralph Abernathy und Angela Davis die Wirkungsgeschichte der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung im ostdeutschen Staat. Ne-ben der offiziellen SED-Politik gegenüber dem sogenannten „anderen Amerika“ stehen die eigenwilligen Umdeutungen des Bildes bei der Bevölkerung im Mittelpunkt. Dabei setzt sich die Autorin mit der Geschichte der afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und der sozialistischen Gedankenwelt auseinander. Sie zeigt, wie (inner-)gesellschaftliche Entwicklungen in der DDR durch transnationale Einflüsse eine besondere Dynamik erhielten.
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Nation und Nationalismus in Tadschikistan

Eine historisch-empirische Analyse

Faeza Yaqub

Die nationale Identitätsbildung in Tadschikistan wird mit zahlreichen historischen Ereignissen verknüpft, die Größe, Macht und Stabilität symbolisieren sollen.
Das nationale Selbstverständnis in der ehemaligen Sowjetrepublik Tadschikistan hat sich seit der Unabhängigkeit grundlegend verändert. Der Vergleich zwischen der sowjetisch- und der postsowjetisch geprägten Generation in Tadschikistan offenbart diesen Wandel. Zurückzuführen ist dies auf den nationalpolitischen Kurs der tadschikischen Regierung, die mittels einer Vielzahl von Kampagnen ein pronationales Selbstverständnis fördert, indem sie ethnische Minderheiten aus dem Nationsbildungsprozess ausschließt und zunehmender Diskriminierung aussetzt. Die nationale Abgrenzungspolitik der Regierung gefährdet damit nicht nur die innere Stabilität Tadschikistans, sondern auch die Beziehungen zum Nachbarstaat Usbekistan.
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Series:

William Tamplin

In Poet of Jordan, William Tamplin presents two decades’ worth of the political poetry of Muhammad Fanatil al-Hajaya, a Bedouin poet from Jordan and a public figure whose voice channels a popular strain of popular Arab political thought. Tamplin’s footnoted translations are supplemented with a biography, interviews, and pictures in order to contextualize the man behind the poetry.

The aesthetics and politics of vernacular Arabic poetry have long gone undervalued. By offering a close study of the life and work of Hajaya, Tamplin demonstrates the impact that one poet’s voice can have on the people and leaders of the contemporary Middle East.