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Die Entstehung des biblischen Konzepts der Leviten
Author: Raik Heckl
Die Untersuchung zeichnet die Entstehung des Levitismus nach. Dieser kommt erst in der spätvorexilischen Zeit als judäische Innovation des Stammeskonzeptes auf. Überlieferungen über den Jakobsohn Levi werden nach 722 in Juda zur Formung einer Gruppenidentität der Beamten und literalen Eliten genutzt. Mose und Aaron als Beamte des Gottes Israel werden Protagonisten dieser Gruppierung, weswegen man auch das Priestertum am Zentralheiligtum als Teil der Beamtenschaft integrierte, sodass u.a. im Deuteronomium von levitischen Priestern gesprochen wird. In der nachexilischen Zeit wurden eine Reihe von Berufen und Gruppen unter der Bezeichnung „Leviten“ als eine Art Tempelbeamtentum der Priesterschaft unterstellt. Dabei wurde eine Professionalisierung des Kultbetriebes und eine radikale Trennung von kultischen und nichtkultischen Bereichen und Tätigkeiten vollzogen. Darin agierten die Leviten für das Volk und repräsentierten es in den nichtkultischen Bereichen des Tempels.

The study tracks the origins of the Biblical Levitism. It only emerged in the late pre-exilic period as a Judean innovation of the tribal concept. After 722, traditions about Jacob's son Levi were used in Judah to form a group identity of officials and literal elites. Moses and Aaron, as officials of the God of Israel, became protagonists of this group. Therefore, the priests at the central shrine were also integrated as part of the officials, so that Deuteronomy, for example, speaks of Levitical priests. In the post-exilic period, a number of professions and groups were subordinated to the priesthood under the designation "Levites" as a kind of temple office. In the process, a professionalisation of the cultic sector and a radical separation of cultic and non-cultic areas and activities took place. In this, the Levites acted on behalf of the people and represented them in the non-cultic areas of the temple.
Volume Editors: Andreas Mauz and Christiane Tietz
In wissenschaftlichen wie nichtwissenschaftlichen Kontexten sind Interpretationen meist mehr als bloße Verstehensvorschläge. Sie treten oft mit einem dezidierten Geltungsanspruch auf – und können auch als Fehlinterpretationen effektiv wirksam werden.
Am deutlichsten zeigt sich der Geltungsaspekt des Interpretationshandelns, wenn die fragliche Interpretation auf konkurrierende Auffassungen trifft. Im Konflikt der Interpretationen werden Geltungsansprüche ausgehandelt. Hier zeigt sich exemplarisch, welche normativen Ressourcen in Anspruch genommen werden, um diesen oder jenen claim zu verteidigen. Aber welche Muster sind dabei konkret im Spiel? Welche Logiken und Begrifflichkeiten bestimmen die Artikulation dieser Geltungsansprüche – und ihrer Analyse? Kurz: Wie verbinden sich Interpretations- und Geltungstheorie?