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Michael Haneke

Einführung in seine Filme und Filmästhetik

Susanne Kaul and Jean-Pierre Palmier

Hanekes Filme sind preisgekrönt und umstritten. Sie sind formbewusst gestaltet und stellen auf provokative Art moralisch brisante Themen dar. Die erzählten Geschichten sind sowohl realistisch als auch modellhaft. Sie bieten keine offensichtlichen psychologischen Erklärungen und gesellschaftlichen Lösungen für die dargebotenen Charaktere und deren Konflikte.
Dieses Buch erklärt die Formstrenge sowie die Medienreflexivität der Filme Hanekes und diskutiert auch die Fragen nach der Gewaltdarstellung und der moralischen Wirkung.
Alle Filme Hanekes, bis hin zu Happy End, werden analysiert. Darüber hinaus werden auch die frühen Fernsehfilme Hanekes und seine Operninszenierungen in den Blick genommen. Die Interpretationen liefern Informationen zu den Produktions- und Rezeptionshintergründen der Filme sowie eingehende Analysen der Handlung und der audiovisuellen Gestaltung. Jedes Film-Kapitel wird zudem mit einer exemplarischen Szenenanalyse abgeschlossen.
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Lose Leute

Figuren, Schauplätze und Künste des Vaganten in der Frühen Neuzeit

Anhand von literarischen und historischen Textzeugen des 16. bis 18. Jahrhunderts beschreibt das Buch ›lose Leute‹ und ihre Künste jenseits der abwertenden Sammelkategorie des Vagabunden. Erstmals systematisch sichtbar gemacht wird auf diese Weise die kulturdynamische Bedeutung frühneuzeitlicher Mobilität.
›Lose Leute‹: Mit dieser Formel Harsdörffers unternimmt das Buch die (literar-)historische Bestandsaufnahme eines Gattungs- und Medienhorizonts des Vaganten, der sich von indizierenden Quellen (z. B. Liber vagatorum) über fiktionale Genres (z.B. Schelmenroman, Fastnachtspiel) bis zu ephemeren Textzeugen (z.B. Flugblatt, Theaterzettel) erstreckt. Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion zeitgenössischer Existenz- und Ausdrucksformen des Vaganten in Literatur, Musik und bildender Kunst. Auf diese Weise konturiert sich frühneuzeitliche Mobilität als neuer Forschungsgegenstand.
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Disasters of War

Perceptions and Representations from 1914 to the Present

Experiences of war and violence are engraved in historical memory for generations, influencing individual as well as collective attitudes in different conflicts.
Starting with World War I, the contributions in this volume examine such complex interrelationships using concrete examples, such as the presentation of soldiers and veterans in modern German art, the theatre of Brecht and Heiner Müller as well as representations of war in film and literature. The authors focus on the perception and cultural processing of war and violence and reveal astonishing examples of their aftereffects in the period from 1914 to the present.
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Series:

Margalit Finkelberg

In The Gatekeeper: Narrative Voice in Plato’s Dialogues Margalit Finkelberg offers the first narratological analysis of all of Plato’s transmitted dialogues. The book explores the dialogues as works of literary fiction, giving special emphasis to such topics as narrative levels, focalization, narrative frame, and metalepsis.


The main conclusion of the book is that in Plato the plurality of the speakers’ opinions is not accompanied by a plurality of points of view. Only one perspective is available, that of the narrator. Contrary to the widespread view, Plato’s dialogues cannot be considered multivocal, or “dialogic” in Bakhtin’s sense. By skillful use of narrative voice, Plato unobtrusively regulates the readers’ reception and response. The narrator is the dialogue’s gatekeeper, a filter whose main function is to control how the dialogue is received by the reader by sustaining a certain perspective of it.
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Zwischen Biafra und Bonn

Hungerkatastrophen und Konsumkritik im deutschen Katholizismus 1958–1979

Johannes Stollhof

Hungerkatastrophen der sogenannten „Dritten Welt“ prägten die Wahrnehmung einer ganzen Generation in der Bonner Republik: Das „Biafrakind“ weckte enorme Emotionen und forderte zu umfangreichen Hilfsaktionen heraus, „Biafra“ wurde aber auch zur Chiffre für die neue Herausforderung globaler Gerechtigkeit.

Erstmals werden in diesem Band die Auswirkungen des weltweiten Hungerszenarios auf den Katholizismus in Deutschland behandelt. Im Kontext neuer gesellschaftlicher Bewegungen trat in Teilen engagierter Katholiken die politische Aktion für die „Dritte Welt“ an die Stelle des traditionellen Verständnisses karitativer Fürsorge und Hilfe und löste im Kampf um gerechtere Utopien heftige Konflikte aus. Ihr Engagement trug kirchlichen Institutionen jedoch auch viele Sympathien ein und ermöglichte ihnen bis heute geltenden Einfluss im entwicklungspolitischen Bereich.
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Die Messen an der Petersbasilika zu Rom im 18. Jahrhundert

Die Entwicklung der Vertonungen des Ordinarium Missae von 1743 bis 1798

Gunnar Wiegand

St. Peter galt in ihrer spirituellen Bedeutung als Haupt- und Musterkirche des Christentums, heutzutage wird sie gar als bedeutendste neuzeitliche Kirche Roms angesehen.
Das Domkapitel wählte für das Profiensemble der »Cappella Giulia« nur die besten Bewerber in das Amt des Kapellmeisters, sodass die Messen den neuesten musikalischen Geschmack widerspiegelten.
Der Band lädt Musikwissenschaftler und andere an klassischen Klängen Interessierte dazu ein, eine neue musikalische Facette des Vatikans kennenzulernen, denn er präsentiert zum ersten Mal die faszinierende Musik, die zu den Messen in der Basilika erklungen ist, identifiziert sämtliche vertonte Messordinarien, die zwischen 1743 und 1798 entstanden sind, ordnet sie in den historischen Kontext ein und charakterisiert sie exemplarisch.
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Katholische Arbeiter im Mutterland der Reformation

Konfession und Arbeitsmigration in Sachsen 1871–1914

Benjamin Gallin

Die Arbeitsmigration brachte im späten 19. Jahrhundert Bewegung in die konfessionelle Landkarte Mitteldeutschlands: Als „boomende“ Industrieregion zog das Königreich Sachsen nach 1871 massenhaft katholische Arbeiter aus dem Habsburgerreich und den preußischen Ostprovinzen an.

Die Migranten kamen in ein Land mit einem ausgeprägten protestantischen Bewusstsein und zugleich in eine Hochburg der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Vorstellungen religiöser und gesellschaftlicher Zugehörigkeit, die sich in dieser Situation herausbildeten. Methodisch innovativ und sprachlich gewandt gelingt es dem Autor, die Integrationsprozesse einer sozialen und religiösen Minderheit historisch verstehbar zu machen.
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Joseph Görres

Durch seinen Protest gegen die rechtswidrige Verhaftung des Kölner Erzbischofs Droste Vischering im November 1837 und den damit verbundenen Aufruf an die deutschen Katholiken, sich die Rechtsgleichheit zu erkämpfen (»Athanasius«, Ges. Schriften 17,1), hatte Görres eine Debatte entfacht, die zu einer Flut von kritischen und zustimmenden Schriften führte, wie sie seit den Tagen Luthers in Deutschland nicht mehr erlebt worden war.
Aus der Fülle der gegen ihn gerichteten Broschüren wählte Görres vier aus, deren Autoren er mit der Bezeichnung für die kampfentscheidende dritte Schlachtreihe der römischen Legionen »Triarier« nannte.
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Series:

Early German Romanticism has long been acknowledged as a major literary movement, but only recently have scholars appreciated its philosophical significance as well. This collection of original essays showcases not only the philosophical achievements of early German Romantic writers such as Friedrich Schlegel and Novalis, but also the sophistication, contemporary relevance, and wide-ranging influence of their philosophical contributions. This volume will be of interest both to students looking for an introduction to romanticism as well as to scholars seeking to discover new facets of the movement – a romantic perspective on topics ranging from mathematics to mythology, from nature to literature and language. This volume bears testimony to the enduring and persistent modernity of early German Romantic philosophy.
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Launched in 1991, the Asian Yearbook of International Law is a major internationally-refereed yearbook dedicated to international legal issues as seen primarily from an Asian perspective. It is published under the auspices of the Foundation for the Development of International Law in Asia (DILA) in collaboration with DILA-Korea, the Secretariat of DILA, in South Korea. When it was launched, the Yearbook was the first publication of its kind, edited by a team of leading international law scholars from across Asia. It provides a forum for the publication of articles in the field of international law and other Asian international legal topics.

The objectives of the Yearbook are two-fold. First, to promote research, study and writing in the field of international law in Asia; and second, to provide an intellectual platform for the discussion and dissemination of Asian views and practices on contemporary international legal issues.

Each volume of the Yearbook contains articles and shorter notes; a section on Asian state practice; an overview of the Asian states’ participation in multilateral treaties and succinct analysis of recent international legal developments in Asia; a bibliography that provides information on books, articles, notes, and other materials dealing with international law in Asia; as well as book reviews. This publication is important for anyone working on international law and in Asian studies.