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Dass das Wohlergehen künftig lebender Individuen moralische Berücksichtigung verdient, ist unbestritten. Sowohl im Rahmen des öffentlichen Diskurses als auch in der akademischen Umwelt- oder Zukunftsethik wird diese Ansicht vertreten.
Durch das Problem der Nicht-Identität wird sie jedoch auf empfindliche Weise in Frage gestellt: Wie kann eine Handlung wie die Verschwendung begrenzt verfügbarer Ressourcen falsch sein, wenn die faktisch davon betroffenen künftig lebenden Individuen nur durch sie in die Existenz gelangen konnten? Gilt dann nicht, dass diese Handlung für niemanden schlecht ist und keine Schädigung darstellt? Dieses Buch verfolgt das Ziel zu verdeutlichen, wie das moralische Unrecht, das künftig lebende Individuen durch Handlungen gegenwärtig lebender Akteur:innen erfahren – trotz des Faktums der Nicht-Identität – mithilfe eines nicht-personenbezogenen Prinzips identifiziert und das Problem der Nicht-Identität somit gelöst werden kann.
Principles to Guide Philosophical Community
Author: Eli Kramer
Until rather recently, philosophy, when practiced as a way of life, was, for most, a communal enterprise of mutually reinforced personal cultivation. In these times of social isolation, including in academic philosophy itself, it is time, yet again, to revitalize this lost, but vital, intercultural mode of philosophy. This volume characterizes a neglected communal mode of philosophy — the philosophical community — by describing the constellation of metaethical principles (general, axiological, cultural, and dialectical) that cultivates its values. The book draws on examples from across the globe and history, including interviews of adherents of living philosophical communities.
Editor: Dieter Sturma
Kaum ein Begriff hat so viele Erweiterungen und Umdeutungen erfahren wie der Begriff der Natur. Seit seiner Einführung in der ionischen Naturphilosophie befindet er sich in einem Prozess stetiger Revision und inhaltlicher Ausdifferenzierungen.
Die damit einhergehende Inkohärenz und Unübersichtlichkeit ist aber kein semantisches Unglück. In den verschiedenen begrifflichen Konstellationen zeichnen sich vielmehr der Ort der humanen Lebensform in der Natur und die epistemischen, ethischen und ästhetischen Einstellungen zur Natur ab. Die Beiträge thematisieren arbeitsteilig semantische, systematische und normative Aspekte menschlicher Naturverhältnisse wie Ursprung und Veränderung, die menschliche Natur, Verbindungen von Naturwissenschaft, Ethik, Technik und Ästhetik sowie bioethische, tierethische, umweltethische und klimaethische Herausforderungen.
Eine Untersuchung zur epistemischen Abhängigkeit
Wie ist das Verhältnis zwischen Menschen und Maschinen in der Medizin zu verstehen? Wie funktioniert menschliches Erkennen? Wer definiert, was krank und gesund ist? Wie soll die Gesundheitsversorgung in Zukunft ausgerichtet sein? Gehören gutes Leben und gutes Sterben zu den Aufgaben der Medizin?
Die Philosophie kann Mediziner:innen sowohl in ihrer Forschungstätigkeit als auch in ihrer klinischen Praxis unterstützen, indem sie Reflexionsmöglichkeiten zu diesen und weiteren Fragen anbietet. Mit einem umfassenden Verständnis von Philosophie entwirft dieser Band ein eindringliches Bild dessen, was Philosophie für die Medizin leistet und leisten kann: Philosophie kann für die Medizin methodische Inkonsistenzen in Forschung und Praxis aufzeigen, normative Konzepte hinterfragen und klären, Grundannahmen über Welt- und Menschenbilder in Hinblick auf ihre Implikationen für die medizinische Praxis reflektieren, das Zusammenspiel von Medizin, Kultur und Gesellschaft kritisch beleuchten. Das Buch versammelt unter anderem Beiträge aus Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, Anthropologie, Phänomenologie, Technikphilosophie, Sozialphilosophie sowie der Theorien des guten Lebens.
Ein Begriff in seiner Aktualität
Verantwortung: Dieser Begriff prägt derzeit viele aktuelle Debatten in Gesellschaft und Wissenschaft.
Das Buch versucht eine Präzisierung des Begriffs, indem es die Ausgestaltung von Verantwortung im Werk und Wirken bedeutender Persönlichkeiten wie Hannah Arendt, Karl Barth, Ernst Bloch, Emmanuel Levinas, Max Weber und Carl Friedrich von Weizsäcker nachzeichnet und seine besondere Relevanz in Gesellschaft und Wissenschaft reflektiert: Angesichts einer sich rasant wandelnden Welt mit zentralen Herausforderungen wie Klimawandel und Migration, aber auch Digitalisierung und Forschung zu Künstlicher Intelligenz stellt sich die Frage nach der Verantwortung immer dringlicher.
A Semiotic Reinterpretation of The Great Ideas Movement for the 21st Century
This volume tests a hypothesis—philosophy and science are identical forms of behavioristic, organizational psychology: a psychological habit of wondering about causes of organizational existence, formation, and behaviour. Focusing attention on two universal and culturally influential great ideas—freedom and religion—this volume’s array of international scholars demonstrate that leading ancient and medieval philosophers did philosophy in this way. Also, well-known philosophers/scientists like Mortimer J. Adler and John N. Deely practiced philosophy this way. Doing so is precisely what made these philosophers uniquely capable of generating great ideas as motivational principles that dramatically alter cultures. In a nutshell, this work offers significant support for its historically and philosophically ground-breaking thesis.
Mit Diskussionsbeiträgen von Martin Bunte, Jakub Kloc-Konkołowicz, Hernán Pringe, Jacco Verburgt, Kenneth R. Westphal und Manfred Wetzel
Volume Editors: Werner Flach and Christian Krijnen
Freiheit ist ein Grundbegriff der modernen Philosophie und die Freiheitskonzeptionen Kants und Hegels bilden wichtige Quellen, um Freiheit zu begreifen. Allerdings sind nicht nur Sinn und Gehalt ihrer Konzeptionen bis heute umstritten, sondern auch eine adäquate Bewertung erweist sich als ein Desiderat der Forschung.
In der vorliegenden Studie bringt Werner Flach Kants geltungs- und prinzipientheoretische Freiheitslehre zur Darstellung und sucht zu zeigen, welches Erklärungspotential diese Lehre in puncto Humanität hat. Christian Krijnen bringt hingegen Hegels logische und geistphilosophische Freiheitslehre zur Darstellung und sucht zu zeigen, dass und wie in Kants Lehre der fundamentale Aspekt der Wirklichkeit der Freiheit unterbeleuchtet bleibt. Die Diskussionsbeiträge von Martin Bunte, Jakub Kloc-Konkołowicz, Hernán Pringe, Jacco Verburgt, Kenneth R. Westphal und Manfred Wetzel machen deutlich, welchen Stellenwert dem einen und dem anderen Paradigma im aktuellen Urteil zuerkannt wird.

Freedom is one of the main issues of modern philosophy and Kant’s and Hegel’s conceptions of freedom form a major source for comprehending it. However, not only are both Kant’s and Hegel’ conceptions discussed controversially, in the philosophical debate it also remains highly contested which of them offers a more thorough account of freedom.
In this volume, Werner Flach presents Kant’s conception of freedom as well as its potential for understanding basic features of humanity. Christian Krijnen presents Hegel’s conception of freedom and shows that Kant’s conception neglects an essential feature that concerns the actualization of freedom. In their contributions to the discussion, Martin Bunte, Jakub Kloc-Konkołowicz, Hernán Pringe, Jacco Verburgt, Kenneth R. Westphal, and Manfred Wetzel assess the results.
Auf dem Weg zu einer psychologisch informierten Ethik
Author: David Franz
Menschen überschätzen ihre Rationalität erheblich. Psychologische Informiertheit kann die Ethik davor bewahren, diese Selbstüberschätzung unhinterfragt aufzugreifen.
Wir Menschen halten zumindest uns selbst im Großen und Ganzen für rational. Wir glauben zu wissen, warum wir uns auf eine bestimmte Weise verhalten, und wir können auf Nachfrage viele Gründe für unsere Einstellungen und Handlungen angeben. Die psychologische Forschung zeigt jedoch die Unzulänglichkeit dieses rationalistischen Selbstverständnisses auf. Gerade in Bezug auf tiefsitzende Einstellungen und wertebezogene Handlungen sind Selbsttäuschungen eher der Regelfall als die Ausnahme. Eine psychologisch informierte Ethik versucht, diese beschränkte menschliche Selbsttransparenz umfassend zu berücksichtigen. Dadurch kann sie nicht nur philosophisch-psychologische Grenzfragen beantworten, sie überzeugt vor allem durch ein realitätsnahes Menschenbild.
On the Kinship of Spirit and Thought: John Henry Newman and Edith Stein
Author: Jan Kłos
Both Newman and Stein present a mature response to the challenges of their eras. In like manner they reflect splendid examples of genuine persons in the grip of disrupting cultural trends. They show the primacy of individual conscience and the importance of individual integrity even at the expense of social ostracism and extermination. Newman and Stein are outstanding witnesses of individual freedom vis-à-vis social and political systems. This book uniquely combines two biographies of these figures in order to show that no matter what kind of circumstances we may live in, loyalty to one’s own self is the most significant part of life.

"In a penetrating account of Newman and Edith Stein, Jan Kłos explores the spirituality of two saints, each of them 'speaking to our time'. By explorations of their life and work, the author provides a wealth of insights for the twenty-first century. At once sensitive and learned, Jan Kłos's Heart Speaks unto Heart is a volume to be treasured and read again." - Prof. Andrew Breeze, Universidad de Navarra, Spain
"In this profound and stimulating study, Kłos invites the reader to think, not so much about Newman and Stein as with them, and thus join them in their unique but mutually illuminating efforts to make sense of their faith, their times (still very much our times), themselves, and, ultimately, the mystery of the truth in whose grasp they both lived and died. In translating Newman’s work, Stein discovered herself in communion with him. Heart Speaks unto Heart beautifully explores this communion, and in doing so shows us why it matters." - Prof. Paul Wojda, University of St. Thomas, U.S.A.