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Jerónimo Nadal (1507-1580) und der „verschriftlichte“ Ignatius

Die Konstruktion einer individuellen und kollektiven Identität

Series:

Ignacio Ramos Riera

Deutsch
Niemand ist mehr verantwortlich für die Entstehung jenes Denksystems, das auf Ignatius von Loyola (1491-1556) und seinen Exerzitien basiert, als Jerónimo Nadal. Ignacio Ramos legt in seiner Studie Jerónimo Nadal (1507-1580) und der „verschriftlichte“ Ignatius: Die Konstruktion einer individuellen und kollektiven Identität die ursprünglichen Konturen der sogenannten „ignatianischen“ Spiritualität dar. Es wird deutlich, wieviel Einfluss Nadal auf die Herausbildung des „Ignatianischen“ hatte.

Anhand Nadals lange verkannten Selbstzeugnisses (Chronicon Natalis) wird hermeneutisch herausgearbeitet, wie der gequälte Reifeprozess von Nadal originales Denken erzeugte – insbesondere in Bezug auf Ignatius.

An diese europäische Schlüsselgestalt des jungen Jesuitenordens heranzutreten, gewährt einen existentiell vermittelten Einblick in manche der gesellschaftlichen und philosophischen Spannungen (converso-Frage, Rolle der Vermittlungen...) z. Zt. des Humanismus und der großen Reformen.

English
Jerónimo Nadal plays a key role in the creation of the tradition of thought based on the person of Ignatius of Loyola (1491-1556) and his Spiritual Exercises. Ignacio Ramos’ book Jerónimo Nadal (1507-1580) und der „verschriftlichte“ Ignatius unveils the large percentage of too often overlooked “Nadalian” moments in the origins of “Ignatian” Spirituality.

Leaning on Nadal’s autobiographical account ( Chronicon Natalis, fully translated) the author deploys a hermeneutical method to show how Nadal´s stressful maturation process became a source of original thought, especially regarding Ignatius.

The reader will gain an existentially mediated insight into some of the social and philosophical hot spots (converso question, role of mediations...) of Humanism and the reformation era.