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Revisiting Aspect and Aktionsart

A Corpus Approach to Koine Greek Event Typology

Series:

Francis G. H. Pang

In Revisiting Aspect and Aktionsart, Francis G.H. Pang employs a corpus approach to analyze the relationship between Greek aspect and Aktionsart. Recent works have tried to predict the meanings that emerge when a certain set of clausal factors and lexical features combine with one of the grammatical aspects. Most of these works rely heavily on Zeno Vendler's telicity distinction. Based on empirical evidence, Pang argues that telicity and perfectivity are not related in a systematic manner in Koine Greek. As a corollary, Aktionsart should be considered an interpretive category, meaning that its different values emerge, not from the interaction of only one or two linguistic parameters, but from the process of interpreting language in context.

Christus Militans

Studien zur politisch-militärischen Semantik im Markusevangelium vor dem Hintergrund des ersten jüdisch-römischen Krieges

Series:

Gabriella Gelardini

In Christus Militans knüpft Gabriella Gelardini an Interpretationen an, die das Markusevangelium im Kontext des jüdisch-römischen Krieges und des Aufstiegs der Flavier interpretieren. Von Interesse sind darin aber nicht nur „ideologische Macht- oder Herrschaftsdiskurse“ und damit „politische Theologie,“ sondern insbesondere auch die militärischen Zusammenhänge und die Kriegssemantik im engeren Sinn. Dies erfolgt eingedenk der großen Bedeutung, die das Militär und der Krieg für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Herrschaft in der Antike hatten, besonders bei Dynastiewechseln, etwa wie hier von der julisch-claudischen zur flavischen Dynastie.
Diesen Wechsel zur flavischen Dynastie zeichnet die Autorin zunächst in einer umfassenden kontextuellen Analyse nach, nicht allein auf der Basis des Werkes von Josephus und antiken Historikern, sondern erstmals auch unter Einbezug zeitnaher Militärhistoriker. Die Rekonstruktion dieses durch Militär und Krieg erzielten Aufstiegs, der seinen krönenden Abschluss in der Machtergreifung und einem den Krieg beendenden Triumph in Rom fand, trägt sie dann an den Evangelientext heran, und stellt in der Erzählung des Protagonisten Jesus Christus vergleichbare politisch-militärische Inkodierungen fest, nicht zuletzt auch in Form von „hidden transcripts,“ welche diesen Herrschaftsantritt ebenfalls als einen Dynastiewechsel darstellen, nämlich von der herodianischen zur davidisch-messianischen Dynastie.
Politisch-militärische Inkodierungen ließen sich in jeder Szene finden, so dass die Autorin das Repertoire von Anknüpfungsmöglichkeiten des markinischen Texts an den literarisch-historischen Kontext des ersten jüdisch-römischen Kriegs um viele, neue und oft auch plausiblere Deutungsangebote erweitert konnte. Inkodierungen stellte sie aber auch auf lexikalischer Ebene fest; denn nicht weniger als ein Drittel des markinischen Lexikons trägt im Blick auf seine Semantik auch oder ausschließlich militärische Bedeutung. Eine zentrale Rolle misst sie der sogenannten Passion Jesu zu. Denn zwar steht der Kreuzestod als Sinnbild für die militärische Niederlage, interpretiert man seinen Tod jedoch konsequent im Kontext des „Triumphzugs,“ dann wäre er auch als sühnendes und von Kriegsschuld reinigendes Opfer zu deuten. Und als solches – lässt sich schließen – hätte Jesus die religiös zwingende Voraussetzung für eine gottgewollte und siegreiche, durchaus auch militärisch zu verstehende Rückkehr geschaffen.

In Christus Militans, Gabriella Gelardini builds on interpretations that construe the Gospel of Mark in the context of the Jewish-Roman War and the rise of the Flavians. She explores not only “ideological discourses of power and domination,” but also military contexts and the semantics of war. This book thus acknowledges the great importance of the military and warfare for establishing and maintaining power in antiquity.