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Zum Verhältnis von Ästhetik und Religion in der Moderne
Ästhetische Formen sind Kristallisationspunkte kultureller, religiöser und politischer Konflikte. Dies gilt, sofern sie religiös determinierten und legitimierten Bedeutungssystemen angehören. Sie stehen im Horizont bestimmter Klassifikationsschemata, epistemischer Unterscheidungen, unterschiedlicher Konzeptionen von Sprache und sozialer Normativität.
Der Band fragt nach der Rolle und Funktion »autonomer« Kunst im Säkularisierungsprozess. Dieser ist nicht zuletzt durch die insistierende Präsenz christlicher Referenzen in der modernen europäischen Kunst gekennzeichnet. In Frage steht damit aber, dass die Kunst der Moderne sich in einem a-religiösen oder post-religiösen Raum bewegt. Umgekehrt liegt die Vermutung nahe, dass die säkulare Signatur der modernen Kunst erst vor dem Hintergrund des Christentums verständlich wird.
Eine Untersuchung anhand der Rechtsprechung der Römischen Rota
Das kirchliche Prozessrecht manifestiert sich in einem detailreichen Normenkomplex, der nur selten in den Blick wissenschaftlicher Untersuchung gerät. Grund genug, einigen Detailfragen Raum zu geben, die gleichzeitig paradigmatische Problemanzeigen für den gegenwärtigen Zustand kirchlicher Rechtskultur darstellen.Neben der eigentlichen Hauptsache können im kanonischen Prozess auch so genannte akzessorische Fragen auftreten, die von der Hauptsache abhängig sind, aber eine eigene richterliche Entscheidung verlangen. Die auf derartige Fragen fokussierte Untersuchung der Rechtsprechung der Römischen Rota offenbart einen höchst bedenklichen Zustand des geltenden Prozessrechts. Ist der Untergang des kanonischen Prozesses längst besiegelt?
In: Numen

Abstract

This article describes a Daoist salvific ritual called jilian 祭鍊, “oblatory refinement,” as presented within a ritual manual written by Zheng Sixiao 鄭思肖 (1241–1318). Zheng’s formulation of this ritual and his extensive commentary on its individual elements show that he regards this ritual not only as a means of achieving salvation for others, but also as a complete system of self-cultivation that is capable of enabling the practitioner’s self-apotheosis. After discussing the historical background of the ritual and describing its various stages, I analyze Zheng’s approach to ritual practice and his understanding of the relationship between ritual and self-cultivation, both of which are characterized by his emphasis on the quality of “sincerity” (cheng 誠). Ultimately, I argue that the Daoist notion of an “inner,” cognitive and affective dimension of ritual practice points to useful ways of supplementing contemporary theoretical understandings of ritual that focus primarily, if not exclusively, on the formal aspects and social contexts of ritual activities.

In: Numen