Eine analytische Bibliographie. Band 4: 1700 - 1760
Ars Mercatoria ist ein Nachschlagewerk von euro-päischer Dimension. Es erschließt ein gewaltiges Textkorpus von kaum zu überschätzender Bedeu-tung für die Geschichte der materiellen Kultur Europas seit dem späten Mittelalter. Zwischen dem späten 15. und dem frühen 19. Jh. erschienen in ganz Europa mehr als 12.000 Anleitungen, die den Kaufleuten kommerzielles Wissen für die alltägliche Praxis zur Verfügung stellten. Ars Mercatoria eröffnet der historischen Wissenschaft den Zugang zu diesem Quellenfundus. Die Bibliographie ist das Ergebnis langjähriger sorgfältiger Forschungen in mehr als 300 europäischen und amerikanischen Bibliotheken. Die Subskriptionsfrist endet mit Erscheinen des letzten Bandes.
München zwischen kulturellem Pluralismus und "Hauptstadt der Bewegung"
Britanniens bitterste Niederlage
Der Name Gallipoli steht bis heute für den vielleicht verheerendsten Misserfolg der britischen Militärgeschichte, zugefügt durch das Osmanische Reich. Bei Gallipoli bewährte sich der junge türkische Befehlshaber Mustafa Kemal so brillant, dass er zum Volkshelden wurde. Sein Weg an die Spitze eines erneuerten türkischen Staates nahm dort seinen Anfang.
Die britischen Planungen für Gallipoli glichen der Büchse der Pandora: Dem Osmanischen Reich sollte die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge am Bosporus entrissen werden. Ein hoch gestecktes Ziel und die Selbstüberschätzung des Empire spielten einander in die Hände. Einmal in Gang gesetzt, ergaben sich immer neue Debakel aus der schlechten Vorbereitung der Operation; die Einheiten des Empires hatten dafür mit hohem Blutzoll zu büßen. Der Name Gallipoli warnt bis heute vor leichtfertigen Planungen durch nachlässige und arrogante Befehlshaber. Neben der Schilderung von Vorgeschichte und des opferreichen Schlachtverlaufs zeigt dieses Buch auch, wie die Kriegsparteien sich bis heute jeweils an Gallipoli erinnern.
Wie »jüdisch« waren wirtschaftliche Aktivitäten von Juden?
Ausgehend von dieser Leitfrage stellt der Band dar, wie sich die Berufsfelder, die ökonomische Lage und das wirtschaftliche Handeln von Juden seit dem 18. Jahrhundert veränderten und welche Auswirkungen dies auf ihre Integration in die Gesamtgesellschaft hatte. Durch einen Blick auf jüdische Wohltätigkeit und Philanthropie werden die Ungleichheiten des rapiden wirtschaftlichen Aufstiegs des jüdischen Bürgertums seit der Mitte des 19. Jahrhundert betrachtet. Dieser Aufstieg steht in einem starken Kontrast zu den zahlreichen Anfeindungen aufgrund angeblicher wirtschaftlicher jüdischer Dominanz, die ebenso thematisiert werden wie die Ausplünderung der Juden im Nationalsozialismus. Der Band schließt mit einer Darstellung der sogenannten Wiedergutmachung und der Probleme bei der Restitution jüdischer Vermögen. Auch die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland wird thematisiert.