Easier than Painting

Die Filme von Andy Warhol

Series:

Edited by Henning Engelke and Marc Siegel

Easier Than Painting nimmt das filmische Werk von Andy Warhol erstmals in seiner gesamten Breite in den Blick. Das Buch versammelt namhafte Autoren aus Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft, die sich aus einer Reihe ergänzender Perspektiven dem Werk nähern.
Warhols lange verborgen gebliebene Filme sind möglicherweise der wichtigste Teil seines Werkes, denn seine ästhetische Konzeption scheint generell auf den Film ausgerichtet: Zwischen 1963 und 1968 konzentrierte er sich vornehmlich auf dieses Medium. Es entstanden etwa 600 Filme.
Ihr Spektrum reicht von den Screen Tests berühmter Kunst- und Kulturpersönlichkeiten über die frühen minimalistischen Filme und experimentellen Narrative bis zu den kommerziell ausgerichteten Filmen der späten 1960er Jahre. Der Band zielt auf eine umfassende Neubewertung von Warhols Filmen.

Jean-Luc Godard

Film denken nach der Geschichte des Kinos

Series:

Edited by Vinzenz Hediger and Rembert Hüser

In einem Moment der Mediengeschichte, in dem der Film nicht mehr nur im Kino, sondern in allen Medien auftritt, nimmt der vorliegende Band das Werk des französischen Regisseurs Jean-Luc Godard zum Ausgangspunkt für eine vielstimmige Reflexion über die Geschichten und die Zukünfte des Kinos.
Wohl mehr als jeder andere Regisseur hat Godard sich bemüht, die Geschichte des Kinos im Medium selbst zu
schreiben, etwa in seinem monumentalen Filmessay Histoire(s) du cinéma. Und mehr als jeder andere Regisseur hat Godard immer wieder die Frage gestellt, was nach dem Kino kommt: Wie es mit der Geschichte der Kunst nach dieser »Erfindung ohne Zukunft«, wie Louis Lumière es einmal formulierte, weitergeht. Zugleich schreibt Godard dem Kino im 20. und 21. Jahrhundert eine besondere Rolle der historischen Zeugenschaft zu, was seinem Werk eine Relevanz weit über den Horizont einer Geschichte der Kunstform Film hinaus verleiht.

Unmarkierte Sichtbarkeit?

Weiße Identitäten in der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie

Series:

Leena Crasemann

In kolonialen Projekten produzierte man unzählige Aufnahmen von Menschen anderer Kulturen. Wie befassen sich heutige KünstlerInnen mit diesem Bildererbe und welche Rolle spielt dabei weiße Identität?
Im Zuge des postcolonial turn sind künstlerische Fotoarbeiten entstanden, die sich mit der Repräsentation weißer Identität befassen. Die historischen Bedingungen, wie die kolonialen Dienstbarmachungen des Mediums, sind der Bezugsrahmen. Nur heute geht es weniger um die nicht-weißen Anderen als um die Repräsentation des weißen Subjekts. Es wird untersucht, wie sich weiße Identität im Bild dar- und herstellt und wie deren machtvolle Aufladung jenseits des fotografischen Rahmens funktioniert. Inwiefern wird das Unmarkierte sichtbar gemacht? Und welche Rolle kommt dem bildgebenden Verfahren der Fotografie zu?

Echtzeit im Film

Konzepte – Wirkungen – Kontexte

Edited by Stephan Brössel and Susanne Kaul

Echtzeit im Film. Wie lässt sich der Trend zu filmischer Echtzeit analytisch fassen? Wie der Echtzeit-Begriff für eine filmwissenschaftliche Auseinandersetzung heuristisch nutzbar machen?

Der Band widmet sich einem Phänomen, das in der jüngeren Filmgeschichte eine Konjunktur erlebt. Im Kern handelt es sich um eine Konvergenz zweier Zeitebenen, die etwa in der Erzähltheorie als Übereinstimmung zwischen der Zeit der Präsentation des Films auf der Leinwand und der in der Fiktion ablaufenden Zeitdauer gefasst wird. Im vorliegenden Band erfährt der Begriff eine breitere Klassifikation, wird in zentrale Konzepte überführt und hinsichtlich seiner Wirkungspotentiale
geprüft sowie historisch, kulturell und gattungstheoretisch kontextualisiert. Bereitgestellt werden soll der Filmwissenschaft dadurch Echtzeit als eine fundierte Analysekategorie.

Arbeit am Bild

Christoph Schlingensief und die Tradition

Series:

Edited by Peter Scheinpflug and Thomas Wortmann

Das enfant terrible und die Tradition? Ein Sammelband widmet sich Christoph Schlingensiefs Umgang mit medialen, ästhetischen und genrehistorischen Traditionslinien.
Die ‚Arbeit am Bild‘ erklärte Christoph Schlingensief retrospektiv zu seinem zentralen ästhetischen Prinzip. Und tatsächlich präsentieren sich seine Projekte gleichermaßen als Bildproduktions- wie Bildzerstörungsmaschinerien. Der vorliegende Sammelband unternimmt eine interdisziplinäre Kontextualisierung des Œuvres und befragt Schlingensiefs Werk konsequent auf seine medien-, kultur- und genrehistorischen Bezüge. In den Fokus rückt damit erstmals in einem umfassenden Sinne Schlingensiefs produktives Verhältnis zur Tradition.

Das filmische Universum

Schriften zur Ästhetik des Kinos

Series:

Etienne Souriau

Edited by Guido Kirsten

Mit Das filmische Universum liegen erstmals sämtliche filmästhetische Schriften Étienne Souriaus auf Deutsch vor. Der Band erweist Souriau als historischen Kinogänger und systematischen, hoch aktuellen Denker des Films.
Als Erfinder so zentraler Begriffe wie dem der Diegese und dem des Profilmischen, gehört Souriau zu den einflussreichsten Filmtheoretikern seiner Zeit. Mit den Übersetzungen werden die gesammelten Vorträge, Artikel, Buchkapitel und Lexikoneinträge, die er dem Film gewidmet hat, einer deutschsprachigen Leserschaft zugänglich. Darin geht es unter anderem um das Konzept des filmischen Universums, einen systematischen Vergleich des Films mit anderen Künsten und den Stellenwert der Tiere im Film. Ergänzt werden Souriaus Schriften um ein Vorwort des Übersetzers und Herausgebers Guido Kirsten sowie eine Würdigung Souriaus als Filmtheoretiker durch Christian Metz.

Moulding the Socialist Subject

Cinema and Chinese Modernity (1949-1966)

Series:

Xiaoning LU

Der kleine Film

Mikrohistorie und Mediengeschichte

Series:

Linda Waack

Der kleine Film legt keine Ontologie des Mediums nahe, sondern eine Möglichkeit das Kleine als historiografische und filmtheoretische Größe zu thematisieren. Das Buch befasst sich mit drei Sammlungen von Amateuraufnahmen aus der Zeit des Nationalsozialismus und konfrontiert sie mit Siegfried Kracauers Geschichte – Vor den letzten Dingen – mehrere verschollene Gegenstände, die zu der Frage führen, wie sich das Kleine im historiografischen Prozess zum Großen positionieren lässt. Kracauers methodisches Grundproblem des Maßstabs wird in Varianten durchgespielt: vom Einzelding zur Geschichte, vom Gelegenheitsbild zum Filmmotiv, vom Aufsatz zur Filmtheorie und zuletzt vom kleinen Film zur kulturgeschichtlichen Mikrologie. Dabei geht es nicht um Kleinigkeitskrämerei, sondern um das, was bleibt, wenn die großen Schauplätze der Filmgeschichte in den Hintergrund treten.

Angus Phillips

The Materiality of Textbooks

From black-and-white textbooks to the digital textbook

Alenka Kepic Mohar

This article discusses changes in the materiality of textbooks by examining several examples of primarily Slovene textbooks from various periods. By focusing on their spread design rather than technical aspects (e.g., length, weight, and format), one may infer that their materiality changed with the development of printing technologies and publishing skills. Based on the assumption that textbook visuality is a field of meaning that requires different bodily movements, postures, and engagement with the physical environment to produce cognitive processing, this article sheds light on how the body adapts to the changed materiality of digital textbooks. Numerous micro-movements in a long string of procedures are required in a digital textbook ecosystem. All the participants should be aware of the different demands and properties of the digital textbook ecosystem. Therefore, further empirical research is needed.

The Role of Literary Prizes in Inciting Change

The Women’s Prize for Fiction and the Booker Prize

Zoë Chatfield

Originally, literary prizes were restricted to the world of academia, but since the 19th century they have grown to become commercial events in the publishing calendar. This article looks at the role of the literary prize as an agent of change by focusing on two prominent prizes in the United Kingdom: the Booker and the Women’s Prize for Fiction. By analysing data from archive material held at Oxford Brookes University, this article argues that the founding of the Women’s Prize highlighted an issue with the Booker and promoted discussion around that issue, and that the Booker reacted positively in the years after the introduction of a competing literary prize.

Thanks for Typing

The invisible wives, daughters, mothers, and other women behind famous men

Karen Christensen

In this paper, I review the Thanks for Typing conference held at Oxford University in March 2019, which explored the experiences of women who worked as literary helpmeets for famous men. I also give some details from the papers presented there. In my paper ‘“Jumped-up Typists”: Two secretaries who became guardians of the flame’, I discussed how two literary wives, Sophia Mumford (1899–1997), wife of the American historian and philosopher Lewis Mumford, and Valerie Eliot (1926–2012), second wife of T. S. Eliot, found their identities in supporting, and later defending, their husbands’ work. I also looked at the consequences of their devotion as they grew older. It was clear from the papers presented at Thanks for Typing that the contributions of the women who surround powerful or influential men—not only as typists but as assistants, muses, and even managers of their husbands’ affairs—are often hidden and suppressed. The full acknowledgment of those who contribute to creative and intellectual work is a subject that needs further attention from both men and women.

Alison Baverstock and Jackie Steinitz

To explore the reason why some biographies by or about politicians are more successful than others, and to help publishers consider the range of factors that may impact on their commissioning decisions, we sought to establish a range of likely influencing factors and to combine them in a formula. This is not a magic prediction tool, but rather a range of considerations that need to be worked through for various publishing propositions before decisions are made. As an exercise, and a starting point for wider discussions, it may benefit a group of individuals preparing for an editorial meeting at which commissioning is to be considered.

Ursula Frohne, Lilian Haberer and Annette Urban

Anatomisches Kino

Der transgressive Blick in den lebenden Körper bei Mona Hatoum und Yuri Ancarani

Erec Gellautz

Back to School

Die Geschichte der Gegenwart in Phil Collins’ marxism today (prologue) und use! value! exchange!

Johan Frederik Hatle

Cave | Cinema:

Höhle(n) | Kino

Lutz Koepnick

Das kinematographische Dispositiv nach dem Film:

Über die Zukunft der Obsoleszenz und Handlungsmacht der Bilder

Thomas Elsaesser

Der einleuchtende Grund digitaler Bilder

Die Mediengeschichte und Medienpraxistheorie des Displays

Tristan Thielmann

Die Türen der Backstage

Notizen zu Joseph L. Mankiewicz, All Above Eve (USA 1950)

Stefanie Diekmann

Diller Scofidio + Renfro

Architecture After Images

Edward Dimendberg

Entfaltungen des Einzelbildes

Überlegungen zu Morgan Fishers Werk

Christa Blümlinger

Angela Lammert

Filmgestaltung 1962

Die BRD erfinden

Kathrin Peters

Gegendispositive:

Zur Formierung von Screen, Raum und AkteurInnen in den osmotischen Projektionsarchitekturen Aeronout Miks

Lilian Haberer

Gun Tape Footage

Zut technischen Videografie des Krieges aus der Luft

Gerrit Walczak

Ursula Frohne, Lilian Haberer and Annette Urban

Inszenierungen mobilen Betrachtens

in Bewegtbildinstallationen von Amanda Beech, Philippe Parreno und Ryan Trecartin/Lizzie Fitch

Maeve Connolly

Jenseits der Mauern von Sanaa

Pasolinis Appell an die UNESCO (1970–74)

Toni Hilderbrandt

Ursula Frohne, Lilian Haberer and Annette Urban

L’entre images im Installationsraum

Projektionsarchitekturen zwischen Kinesis und Stasis bei David Claerbout und Ulla von Brandenburg

Lilian Haberer

Hanjo Berressem

Ursula Frohne, Lilian Haberer and Annette Urban

Re-Set

Wahrnehmungsapparat Raum bei Christoph Schlingensiefs Installationen

Natalie Keppler

Skript, Storyboard, Szenario

Notationen zwischen Film und Fotografie in der Kunst der 1970er-Jahre am Beispiel von John Baldessari

Annette Urban

Torsionen des Blicks

Zum Verhältnis von Auge und Optik im Dispositiv

Martina Dobbe

„(…) un plan plane pour révéler l’apparition-disparition“

Visuelle Interfaces in der Architektur Jean Nouvels

Henry Keazor

Uncanny Technologies:

Photography, fantasy and the moving image

Joanna lowry

Von Realen und Imaginierten Räumen

Strategien für eine neue dokumentarische Praxis

Karina Nimmerfall

Was Kino gewesen sein wird

Zur Rekonfiguration des Zuschauens in Max Ophüls’ Lola Montès

Fabienne Liptay

Series:

Edited by Christoph Neubert and Martin Müller

Standards vermitteln die Beziehungen zwischen Menschen, Dingen und Zeichen – besonders wirksam dort, wo sie nicht als Konvention, sondern als ›natürlich‹ erscheinen. Prozesse der Standardisierung und Naturalisierung gewinnen in modernen Gesellschaften zunehmend an Relevanz, sei es im Bereich der Ökonomie, des Selbstmanagements oder der (Lebens-)Wissenschaften. Verfahren der Standardisierung und der Naturalisierung stehen dabei in einem systematischen Verhältnis, sie erscheinen als komplementäre Operationen, durch die kulturelle Praxen, Wahrnehmungen und Technologien in einen Zustand der Selbstverständlichkeit übergehen. Aus medien- und kulturwissenschaftlicher Perspektive suchen die Beiträge des Bandes die Auseinandersetzung mit aktuellen und historischen Phänomenfeldern sowie mit übergreifenden theoretischen Konzeptualisierungen.

Series:

Edited by Jörn Glasenapp

»Jedes Porträt, das mit Empfindung gemalt ist, ist ein Porträt des Künstlers, nicht dessen, der ihm sitzt. Der ist bloß der Anlass, die Gelegenheit.« Dies behauptet Basil Hallward, der Maler aus Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray, der damit einmal mehr bestätigt, was seit jeher für das Porträt, und nicht nur das gemalte, konstitutiv ist: dass es die Spannung einer Relation ins Bild setzt. Der vorliegende Band spürt dieser Spannung in den unterschiedlichsten Porträt- und Medienkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts nach.

Archäologie der Tastatur

Musikalische Medien nach Friedrich Kittler und Wolfgang Scherer

Maren Haffke

Das Buch entwirft eine Medienarchäologie musikalischer Tateninstrumente. Dabei widmet es sich zum einen der musikalischen Tastatur als Medium eigener Materialität und erforscht das Potential dieser Perspektive für die Fragestellungen der Medienwissenschaft. Tastaturen werden als diskrete Interfaces einer Geschichte protodigitaler Verfahren zugeordnet. Die Möglichkeit einer solchen Untersuchung wird bereits in den frühen Schriften des Medienwissenschaftlers Friedrich Kittler angedeutet. Das Buch untersucht außerdem, wie eine solche Perspektive in Kittlers Argumentationen zu Gunsten einer Emphase analoger Klangmedien zurück tritt. Diese Emphase verweist auf den Übergang in Kittlers Arbeit von einer Medienarchäologie zu einer Medienontologie. Anhand von Kittlers und Wolfgang Scherers Zugriff auf Tastaturen wird der fachgeschichtliche Status medienwissenschaftlicher Kritik an der literarischen Hermeneutik befragt.

Brand(ing) Independence

In praise of small presses

Rose Michael

Background: There has been little formal reflection by independent publishing practitioners on how they (do or don’t) capitalize on their brand or imprints.

Aim: To discuss the unique opportunities presented by a small press’s ‘small’ identity.

Method: To document my own experience—as commissioning editor for a trade press, after co-founding a tiny start-up—in the broader context of industry knowledge acquired as editor of the Australian national trade press journal and a publishing academic.

Results: Through the creative writing of a personal opinion piece, I explore how our ad hoc personality-driven small press network may be particularly well primed to respond to challenging—and changing—circumstances.

Conclusion: That it is the nature of independent publishers, whether commercial ventures or micropresses, to be agile and adaptable; to respond intuitively to perceived opportunities; to connect directly with reading communities. That it may also be in the nature of an industry that proudly identifies and markets itself as individualistic and personality driven to not necessarily identify and articulate any such specific strategies … or, indeed, maintain them.

Cody’s Books

A glorious unravelling

David Emblidge

Cody’s Books, in Berkeley, California, had its roots during the mid-1950s in the left-wing sympathies of its founders, the husband–wife team of Fred and Patricia Cody. Serving the University of California nearby, the much admired bookstore became a hangout and haven for intellectually curious students and faculty. In the social protest movements of the 1960s, the store functioned as a refuge from street violence as students and police clashed outside. When long-term employee Andy Ross bought the shop upon the Codys’ retirement, it was a thriving business but soon ran into challenges from encroaching chain stores and the emergence of online shopping. Ross responded variously: sometimes with ambitious, effective bookselling tactics, sometimes with ineffective resentment towards consumers who had abandoned the store. Attempts to survive through risky refinancing and the infusion of foreign investment money to support expansion into San Francisco all backfired. The last Cody’s branch closed ignominiously in 2008.

Angus Phillips

Innovating through Design

The work of the US cover designer Chip Kidd

Alessandro Bigardi

During the American hardcover revolution, in the 1980s and 1990s, Alfred A. Knopf established itself as the leading publishing house in book design. Founded in New York in 1915, Knopf has been the recipient of many literary prizes and in 1999 was awarded the American Institute of Graphic Arts (AIGA) Corporate Leadership Award, a prize that recognizes forward-thinking organizations that have been instrumental in the advancement of design by applying the highest standards. Knopf made a name for itself using quality in design along with quality in writing as a strategy for its long-lasting success. One of the main people responsible for this success has been the graphic designer Chip Kidd, one of the most renowed American book cover designers alive. Kidd started working at Knopf in 1986 and soon became the go-to designer for well-known writers such as Michael Crichton, Haruki Murakami, and James Ellroy. His work shows an intuitive understanding of the narrative and a unique and deep connection between text and paratext. Kidd stretches the visual boundaries between words and visuals, asking readers to bridge the gap between what they read and what they see. His covers leave the image open to interpretation; this deliberate lack of definition engages contemporary readers more than traditional covers do. This article illustrates, through the analysis of a selection of the most significant covers designed by Kidd, how his work at Knopf helped create a revolution and shape a new visual language in American book design.

Alison Baverstock, Jackie Steinitz, Brian Webster-Henderson, Laura Bryars, Sandra Cairncross, Laura Ennis, Wendy Morris, Avril Gray and Connie McLuckie

Seeking to improve student enrolment, engagement, and retention, Kingston University began a pre-arrival shared reading scheme in 2014–2015, sending a free book to every student about to start at the university and making copies available to staff in all roles and departments across the institution. A number of associated events were organized and outcomes monitored through a variety of project-specific and institutional metrics. Continuing with the scheme in 2015–2016, Kingston University and Edinburgh Napier University joined together as research partners. Edinburgh Napier, having participated in the process of choosing a book for all to read, made the same single title available to their students and staff. In this paper the processes and outcomes of the collaboration are reported, including the differences in project implementation in the two institutions and what they learned from each other. Recommendations are made for how universities can work together on projects of mutual desirability, pointing out particular associated sensitivities, in this case when managing a long-distance collaboration, and what can be learned for the future.

Von der Idee zum Medium

Resonanzfelder zwischen Aufklärung und Gegenwart

Series:

Edited by Felix Lenz and Christine Schramm

Nicht allein Geräte begründen die mediale Moderne. Vielmehr setzen Ideen und Konzepte der Aufklärung die Medialisierung überhaupt erst in Gang. Die Kulturwelt der Aufklärung und Medien der Gegenwart werden von hier aus völlig neu einschätzbar. Achtzehn Pioniere dieser Perspektive beleuchten die Mediensehnsüchte der Aufklärung: frühe Formen von Hypertext und algorithmischer Empfehlung, Camera obscura, Farbenlehre und Physiognomik, Medien der Aufzeichnung, Messung und Präsentation, Reise- und Forschungskulturen, virtuelle Gartenwelten sowie Umwälzungen in Theater und öffentlichem Austausch. Gegensätzliche Ziele wie äußere Objektivität und subjektive Entfaltung sowie Funktionen der Abbildung, Messung, Speicherung und Verbreitung erweisen sich hierbei als medienbildende Energien, die sich aus der Aufklärung ableiten und in die Gegenwart führen.

Series:

Edited by Hannelore Bublitz, Käthe von Bose, Jutta Weber, Matthias Fuchs and Käthe von Bose

Der Band untersucht dynamische Konfigurationen, die in der Interaktion von menschlichen und nicht-menschlichen Körpern, von Materialitäten und Technologien entstehen und fragt nach Konzepten, die deren gegenseitige Abhängigkeiten jenseits von Reifizierung und Naturalisierung denken.

Mit dem Konzept der Automatismen werden insbesondere jene Prozesse der Materialisierung und Verkörperung ins Auge gefasst, die sich der bewussten Kontrolle entziehen. So werden die unterschiedlichsten Assemblagen von Körpern, Materialitäten und Technologien in Bereichen wie Data Science, Navigation, Fotografie bis zu Nähpraktiken untersucht. Die Autorinnen und Autoren des Bandes analysieren in ihren Beiträgen die komplexen Prozesse, in denen materialisierte und verkörperte Routinen sich zu etablierten Strukturen verdichten, diese aber auch unterlaufen oder überschreiten.

Display und Dispositiv

Ästhetische Ordnungen

Edited by Lilian Haberer, Ursula Frohne and Annette Urban

Displays formieren das Betrachten und die ästhetische Erfahrung in neuer Weise: Sie bringen Bildfelder und Rahmungen in Konstellation und koordinieren verschiedene Benutzeroberflächen wie auch Interfaces. Als ästhetische Anordnungen werden sie im Raum wirksam, stellen sowohl einen taktilen Zugang zu Artefakten als auch eine Reflexions- und Vermittlungsebene her. Displays schließen an Praktiken des Ausstellens an, da sie zugleich die bilderzeugenden Apparaturen selbst zur Anschauung bringen. Dispositive konstituieren apparative Gefüge, wie diejenigen des Kinos, und auch die mit ihnen verbundenen Wahrnehmungsmodelle. Dabei geben sie seismographisch Aufschluss über sichtbare mediale Umbrüche sowie verdeckte Ordnungen von Macht und Gesellschaft. Im Wechselspiel von Projektion, Installation und Ausstellung lassen Displays und Dispositive transmediale und transkulturelle Verflechtungen sichtbar werden.
Ausgangs- und Referenzpunkt der Beiträge bilden sowohl kinematografische Installationen der Gegenwartskunst und Filmdispositive in ihrer spezifischen Ästhetik, für die das Zusammenspiel von Display und Dispositiv konstitutiv ist. In Betracht kommen ebenso die Höhle als primordiales kinematografisches Dispositiv wie Hotelarchitekturen, Projektionsräume und Displays der Versammlung, mobile Endgeräte und die Stadt als Dispositiv.

Michael Haneke

Einführung in seine Filme und Filmästhetik

Series:

Susanne Kaul and Jean-Pierre Palmier

Edited by Jean-Pierre Palmier and Susanne Kaul

Hanekes Filme sind preisgekrönt und umstritten. Sie sind formbewusst gestaltet und stellen auf provokative Art moralisch brisante Themen dar. Die erzählten Geschichten sind sowohl realistisch als auch modellhaft. Sie bieten keine offensichtlichen psychologischen Erklärungen und gesellschaftlichen Lösungen für die dargebotenen Charaktere und deren Konflikte.
Dieses Buch erklärt die Formstrenge sowie die Medienreflexivität der Filme Hanekes und diskutiert auch die Fragen nach der Gewaltdarstellung und der moralischen Wirkung.
Alle Kinofilme Hanekes, bis hin zu Happy End, werden analysiert. Darüber hinaus werden auch die Fernsehfilme Hanekes und seine Operninszenierungen in den Blick genommen. Die Interpretationen liefern Informationen zu den Produktions- und Rezeptionshintergründen der Filme sowie eingehende Analysen der Handlung und der audiovisuellen Gestaltung. Jedes Filmkapitel wird zudem mit einer exemplarischen Szenenanalyse abgeschlossen.

Fotografie der Performance

Live Art im Zeitalter ihrer Reproduzierbarkeit

Burcu Dogramaci

Das Buch untersucht das Verhältnis von ephemerer Kunst, ihrer Speicherung und Reproduktion in analogen und digitalen Medien von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart. Mit der Herausbildung neuer ästhetischer Praktiken (Performance Art, Aktionskunst, Happening etc.) kam der Status ihrer medialen Aufzeichnung in den Blick. Fotografie und Video prägen die Rezeption eigentlich vergänglicher Arbeiten bis in die Gegenwart. Sie vertreten die Aktionen, die für das Publikum nicht mehr leibhaftig erfahrbar sind, und entreißen sie ihrer Zeitgebundenheit. Das Konzept des anachronistischen »Nachlebens« (Aby Warburg) kann helfen, Hierarchien zwischen dem Ereignis und seiner Reproduktion in produktiver Weise zu befragen. Das Buch nimmt sich der Aufgabe an, das vieldimensionale und komplizierte Verhältnis zwischen den transitorischen Formen der Kunst und ihrer medialen Aufzeichnung in systematischer und exemplarischer Perspektive zu untersuchen.

Mediengeschichte schreiben

Verfahren medialer Historiographie bei Dolf Sternberger und Friedrich Kittler

Christian Köhler

Ohne Medien keine Geschichte und kein Medium ohne Geschichte. Das Buch geht der Frage nach, wie die komplexen Verhältnisse zwischen Medien und Geschichte in medienwissenschaftlichen Historiographien ausgestaltet werden.
Mediale Historiographien reflektieren, dass Medien nicht nur historische Gegenstände, sondern auch gegenwärtige Bedingungen von Geschichtsschreibung sind. Christian Köhler untersucht, wie zwei Autoren in ihren Werken Mediengeschichte schreiben.
Dolf Sternbergers Panorama oder Ansichten vom 19. Jahrhundert (1938) und Friedrich Kittlers Aufschreibesysteme 1800/1900 (1985) setzen Verfahren medialer Historiographie um, die Medien und Geschichte auf unterschiedliche Art und Weise in Beziehung zueinander setzen. Die Untersuchung dieser Beziehungen und ihrer Implikationen zeigt, wie wichtig es ist, die Methodenreflexion der Mediengeschichtsschreibung voranzutreiben.

Kinematographische Affekte

Die Transformation der Kinoerfahrung

Series:

Lisa Akervall and Lisa Åkervall

Was sind kinematographische Affekte? Welche Rolle spielen sie in der Kinoerfahrung? Und was haben sie mit Transformation zu tun?
Kinematographische Affekte sind Auslöser von Transformationen. Lisa Åkervall skizziert vor der Folie einer doppelten Logik der Transformation – der KinozuschauerInnen wie auch der Kinoerfahrung selbst im Übergang von kinematographischen zu post-kinematographischen Medienökologien – eine prozessuale Theorie der Kinoerfahrung. Ausgehend von aktuellen Debatten der Affekt-, Zuschauer- und Medientheorie untersucht das Buch die Transformationen der Kinoerfahrung in den Filmtheorien von Jean Epstein, Antonin Artaud, Gilles Deleuze und Stanley Cavell ebenso wie in den Filmen von Germaine Dulac, Roberto Rossellini, David Lynch und Gus Van Sant.

Oberflächen und Interfaces

Ästhetik und Politik filmischer Bilder

Series:

Edited by Ute Holl, Irina Kaldrack, Emanuel Welinder, Cyrill Miksch and Esther Sarah Stutz

Seitdem Filme nicht mehr nur im Kino, sondern auf verschiedenen Schirmen angeschaut werden, thematisieren sie verstärkt die eigene Oberfläche. Deren Ästhetik als Reflexion des Verhältnisses von Blick und Bild untersucht der vorliegende Band in historischer, künstlerischer und politischer Perspektive. Die Instabilität der Bilder unter postkinematografischen Bedingungen zeigt darin Folgen für alle Aspekte des Filmischen: für narrative Strukturen und ästhetische Strategien, Fragen der Restaurierung und der Geschichtlichkeit filmischer Bilder, für Konstruktionen von Zeit und Raum ebenso wie für das Verhältnis von Bildern, ihren Trägern und deren Störungen. Oberflächen erweisen sich als sichtbare Interfaces, die Wahrnehmung mit technischen Anordnungen verknüpfen, in denen Bild und Bewegung auf Dauer verbunden sind.

Das verteilte Bild

Stream – Archiv – Ambiente

Simon Rothöhler

Die Ubiquität digitaler Bilder ist ein Effekt ihrer distributiven Versatilität. Sie können nahezu unbegrenzt gespeichert, instantan übertragen, aufwandlos vervielfältigt, vielschichtig visualisiert, verdatet und verarbeitet werden. Ihre Mobilisierung vollzieht sich nicht regellos, sondern folgt einer komplexen Medienlogistik aus Formatstandards, Infrastrukturen und Transportkalkülen. Digitale Bilder werden und sind verteilt: nicht als sessile Objekte, verbindlich feststehende Entitäten, sondern als streamförmig modulierte Prozesse.
Die Studie konzeptualisiert Akteure und Agenden des Bilddatenverkehrs, untersucht retrodigitalisierte Archivbildkorpora medienhistoriografisch auf Verteilungsgeschichten – das Fallstudienmaterial bilden tatortforensische Fotografien aus den 1910er Jahren und heimlich übertragene Hochfrequenzvideos, die zu Claude Lanzmanns SHOAH Collection gehören – und befasst sich mit den ›kalmierten‹ bildsensorischen Operationen in intelligenten Umgebungen.

Zwischen Bilderlast und Bilderschatz

Pressefotografie und Bildarchive im Zeitalter der Digitalisierung

Series:

Mirco Melone

Digitalisierung macht Geschichte: Öffentliche Institutionen übernehmen vermehrt Fotobestände von Bildagenturen und codieren sie zu historischen Kulturgütern um. Doch das ist bloss das vorläufige Ende eines vielschichtigen historischen Prozesses. Basierend auf einer historischen Ethnografie des Fotoarchivs des Schweizer Ringier-Verlags geraten Akteure, archivarische Praktiken und institutionelle Logiken unter die Lupe. Sie geben den mannigfaltigen Digitalisierungsprozessen von Fotografien seit den 1970er-Jahren Kontur. Dabei wird in verschiedenen historisch-medialen Konstellationen deutlich, wie und mit welchen Beweggründen Bilder an Geschichte geknüpft worden sind. Der Fall Ringier ermöglicht so zugleich eine praxeologische Reflexion über das Verhältnis von Fotografie, Archiv und Geschichte.

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Simon Rothöhler

Martin Scorsese

Einführung in seine Filme und Filmästhetik

Series:

Gerhard Poppenberg and Dana Poppenberg

Martin Scorsese ist einer der bedeutendsten Regisseure der Gegenwart. Von Taxi Driver bis hin zu The Wolf of Wall Street hat er Filmklassiker geschaffen, die höchste künstlerische, ja spirituelle Ansprüche stellen, zugleich aber wunderbar unterhalten.
Scorseses Filme sind historisch klar situiert. Bis auf Die letzte Versuchung Christi und Kundun spielen sie in den USA, vor allem in New York, vom 19. Jh. bis in die Gegenwart. Im Vordergrund stehen Gewalt und Kriminalität, doch auch hier gibt es eine spirituelle Ebene – nicht als erbauliche Botschaft, sondern als eine mythische Parallelwelt, die dem Alltag eine besondere Dimension verleiht. Es ist die Welt von Kampf und Sport, Kunst und Politik, eine Welt widerstreitender moralischer Kräfte. Diese schillernde „Oberflächlichkeit aus Tiefe“ hat nichts mit Nietzsche oder den Griechen zu tun, sie erklärt sich ganz aus dem Katholizismus, der den Sohn italienischer Einwanderer tief geprägt hat: „I’m a lapsed Catholic. But I’m Roman Catholic, there’s no way out of it.”

Martin Scorsese ist einer der bedeutendsten Regisseure der Gegenwart. Von Taxi Driver bis hin zu The Wolf of Wall Street hat er Filmklassiker geschaffen, die höchste künstlerische, ja spirituelle Ansprüche stellen, zugleich aber wunderbar unterhalten.
Scorseses Filme sind historisch klar situiert. Bis auf wenige Ausnahmen, wie zuletzt Silence, spielen sie in den USA, vor allem in New York, vom 19. Jh. bis in die Gegenwart. Im Vordergrund stehen Gewalt und Kriminalität, doch auch hier existiert eine spirituelle Ebene – nicht als erbauliche Botschaft, sondern als eine mythische Parallelwelt, die dem Alltag eine besondere Dimension verleiht. Es ist die Welt von Kampf und Sport, Kunst und Politik, eine Welt widerstreitender moralischer Kräfte. Diese schillernde »Oberflächlichkeit aus Tiefe« hat nichts mit Nietzsche oder den Griechen zu tun, sie erklärt sich ganz aus dem Katholizismus, der den Sohn italienischer Einwanderer tief geprägt hat: »I’m a lapsed Catholic. But I’m Roman Catholic, there’s no way out of it.«

Foto/grafie

Motiv und Metapher der Schrift in der Fotografie

Philipp Goldbach

Das Verhältnis von Lichtbild und Schrift ist Thema dieser Studie. Sie fragt, wie dieses Verhältnis seit dem 19. Jahrhundert in praktisch-theoretischer Hinsicht und in Werken künstlerischer Fotografie quer durch das 20. Jahrhundert bestimmt worden ist, um mit der Digitalisierung seine bislang jüngsten Neuformulierungen zu erfahren. Eine medientheoretische mit einer motivgeschichtlichen Perspektive kreuzend, fokussiert Goldbach seinen Gegenstand im Schnittpunkt zweier Blickachsen: der einer Konzeption von Fotografie als neuer und anderer Sprachform, und der konkreter fotografischer Bilder von Schriften – u.a. bei Brassaï, László Moholy-Nagy, Walker Evans, William Klein und Andreas Gursky. Erstmals zusammenhängend nachgezeichnet wird die Beziehung von Fotografie und Schrift auf einer technik- und diskursgeschichtlichen, systematisch- formalen und ästhetisch-poetologischen Ebene.

Spektakel als ästhetische Kategorie

Theorien und Praktiken

Series:

Edited by Simon Frisch, Elisabeth Fritz and Rita Rieger

Bezeichnet man im deutschsprachigen Raum eine kulturelle Veranstaltung als »Spektakel«, geht damit oft eine negative Wertung einher. Im Gegensatz dazu zeigt der Band die vielfältigen Begriffsdimensionen, medialen Charakteristika und Funktionen dieser zentralen ästhetischen Kategorie in künstlerischen, epistemischen und politischen Kontexten auf.
Beiträge aus Kunstgeschichte, Philosophie, Film-, Literatur-, Medien-, Tanz- und Theaterwissenschaft setzen sich mit ästhetischen Theorien und Praktiken des Spektakels von der Antike bis zur Gegenwart auseinander. Die behandelten Beispiele reichen von der christlichen Liturgie bis zur Barockoper, von Paulinus von Nola bis Christoph Schlingensief, vom populären Wissenschaftstheater des 19. Jahrhunderts bis zu politischen Funktionen des Spektakulären im südkoreanischen Kino oder dem italienischen Roman, in Alltag und Kunst des Sozialismus sowie der globalen Medienkultur.

Éric Rohmer

Einführung in seine Filme und Filmästhetik

Series:

Vittorio Hösle

Diese erste deutsche Einführung in das Werk des berühmten französischen Regisseurs konzentriert sich auf seine sechzehn Filme mit erotischen Themen und schildert sowohl die Natur des Rohmerschen Realismus als auch seine Philosophie des Eros.
Éric Rohmer (1920–2010) begann seine Karriere als Filmkritiker der Cahiers du Cinéma und trug entscheidend zur Revolutionierung des französischen Films in der Nouvelle Vague bei. Das Buch behandelt sowohl seine komplexe Filmtheorie, die den Kunstcharakter des Films herausstellt und einen nicht-naturalistischen Realismus favorisiert, als auch seine sechzehn in drei Zyklen geordneten Filme zur erotischen Liebe, die eine kohärente, katholisch inspirierte Theorie moderner Beziehungen entfalten. Ein Schwerpunkt liegt auf der religiösen Tiefendimension von „Pauline am Strand“. Rohmers Platz unter den größten Regisseuren der jüngsten Vergangenheit wird überzeugend herausgearbeitet.

Lars Nowak

Edited by Lars Nowak

Der von Lars Nowak herausgegebene Band untersucht räumliche Aspekte von Mediennutzung, die bei der Vorbereitung und Führung, aber auch Hegung und Abwendung von Kriegen eine Rolle spielen.
Dabei wird im Ausgang von der Beobachtung, dass der Raum nicht nur für Kriege, sondern auch für Kriegsmedien Gegenstand und Bedingung zugleich ist, ein besonderer Akzent auf den Umstand gelegt, dass Medien nicht weniger als Waffen- und Transporttechnologien zur sozialen Konstruktion militärischer Räume beitragen. So zeigen die im Band versammelten Fallstudien, die historisch von der antiken Kriegführung bis zum aktuellen Network Centric Warfare reichen, welche Rolle die mediale Erzeugung, Speicherung, Übertragung und Verarbeitung von Informationen beispielsweise bei der Lenkung von Waffen, der Koordination getrennter Truppenteile, der Verortung des Gegners oder der militärischen Erschließung des Meeres- und des Luftraumes spielt.

Bilder-Plural

Multiple Bildformen in der Fotografie der Gegenwart

Bettina Dunker

Insbesondere seit Aufkommen der digitalen Fotografie scheint die Menge der Bilder auch im künstlerischen Bereich stetig anzuwachsen. Bettina Dunkers Buch bietet einen ersten systematischen Überblick über den Bilder-Plural als Bildform.
Der Bilder-Plural basiert auf den Sinnzusammenhängen, die durch die Beziehungen mehrerer Bilder zueinander entstehen. Dabei verschiebt sich der Schwerpunkt von der Produktion auf den Umgang mit Bildern: Auswahl, Kombination und Anordnung werden zur eigentlichen, kreativen Tätigkeit. Die zentrale Frage des Buchs ist die nach dem Potenzial des Bilder-Plurals. Dazu werden zwei Herangehensweisen verknüpft. Zum einen wird eine Pluraltypologie entworfen und Charakteristika des Bilder-Plurals herausgearbeitet. Zum anderen wird die gegenwärtige Konjunktur multipler Bildformen mit Blick auf das zeitgenössische Kunstsystem und das Medium der Fotografie analysiert.

Sehsüchte

Fotografische Rekurse in Literatur und Film

Series:

Gudrun Heidemann

Seit ihren Anfängen werden der Fotografie Realitätseffekte zugeschrieben, deren Transparenz die Studie dezidiert um ein bedeutsames Opakes ergänzt. Es ist nämlich gerade die Störung am und im Lichtbild, die zunächst literarisch, später auch filmisch u.a. Imaginationen, Projektionen und Erinnerungen auslöst.
Erschlossen werden diese als zweite Belichtung anhand ausgewählter Momentaufnahmen der russischen, polnischen und deutschen Literatur –
ergänzt um filmische Rück- und Seitenblicke auf die fotografische Im-/Potenz. Intermedial konkurrieren wie korrespondieren verbalsprachliche Narrative mit lichtbildlichen, bringen hierbei raffinierte Hybride hervor und erzeugen spannungsreiche Konstellationen. Fotografie fungiert literarisch wie filmisch somit nicht nur als oft zitiertes apparatives Augenzeugnis, sondern ebenso als Projektionsfläche für Reflexionen, die unterschiedlichste Sehsüchte offenlegen.

Series:

Christina Bartz, Timo Kaerlein, Monique Miggelbrink and Christoph Neubert

Series:

Christina Bartz, Timo Kaerlein, Monique Miggelbrink and Christoph Neubert

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Christina Bartz, Timo Kaerlein, Monique Miggelbrink and Christoph Neubert