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Hegels Wissenschaft der Logik als Paradigma moderner Subjektivität
Volume Editors: Folko Zander and Klaus Vieweg
Die Wissenschaft der Logik kann ohne Zweifel als das Hauptwerk Hegels mit epochemachender Bedeutung gelten. Die Beiträge dieses Bandes machen deutlich, dass es sich um eine moderne Logik handelt, die gegen das Märchen vom sogenannten ‚nachmetaphysischen‘ Zeitalter eine die vormalige Metaphysik aufhebende neue Metaphysik bietet und damit eine revolutionäre Zäsur in der Philosophiegeschichte darstellt. Es wird nachgewiesen, dass Hegels Logik ein sich schlüssig entfaltendes System der Bestimmungen des reinen Denkens und mit dem Verständnis des Begriffs als Freien das Paradigma moderner Subjektivität liefert – im klaren Unterschied zu den im Formalismus erstarrten Kalkülen und der toten Rechenmaschinerien analytischer Logiken.
The Science of Logic can undoubtedly be considered Hegel's major work of epoch-making significance. The contributions of this volume make it clear that it is a modern logic which, against the fairy tale of the so-called 'post-metaphysical' age, offers a new metaphysics which sublates the former metaphysics and thus represents a revolutionary break in the history of philosophy. It is demonstrated that Hegel's logic provides a coherently unfolding system of the determinations of pure thought and, with the understanding of the concept as free, the paradigm of modern subjectivity - in clear contrast to the calculi ossified in formalism and the dead calculating machinery of analytic logics.
Author: Zhaoyuan WAN
WAN Zhaoyuan analyses how Chinese intellectuals conceived of the relationship between ‘science’ and ‘religion’ through in-depth examination of the writings of Kang Youwei, a prominent political reformer and radical Confucian thinker, often referred to by his disciples as the ‘Martin Luther of Confucianism’.
Confronted with the rise of scientism and challenged by the Conflict Thesis during his life among adversarial Chinese New Culture intellectuals, Kang maintains a holistic yet evolving conception of a compatible and complementary relationship between scientific knowledge and ‘true religion’ exemplified by his Confucian religion ( kongjiao). This close analysis of Kang’s ideas contributes to a richer understanding of the history of science and religion in China and in a more global context.
Author: Doru Costache
In this volume, Costache endeavours to map the world as it was understood and experienced by the early Christians. Progressing from initial fears, they came to adopt a more positive view of the world through successive shifts of perception.
This did not happen overnight. Tracing these shifts, Costache considers the world of the early Christians through an interdisciplinary lens, revealing its meaningful complexity. He demonstrates that the early Christian worldview developed at the nexus of several perspectives. What facilitated this process was above all the experience of contemplating nature. When accompanied by genuine personal transformation, natural contemplation fostered the theological interpretation of the world as it had been known to the ancients.
Handlungstheoretische Grundlegung zu einer methodischen Lehre vom Begriff
Author: Jan Podacker
Rede über Begriffe ist keine Rede über Wörter, sondern über Regeln, die unser Handeln bestimmen.
Für die Philosophie ist eine Explikation der Begriffsrede sowie von Verfahren der Analyse und Bildung von Begriffen ein grundlegendes Anliegen. Es wird dafür argumentiert, dass die sprachtheoretische Tradition das Begriffliche zu einseitig betrachtet. Kontrastierend werden aus der philosophischen Tradition diejenigen ideengeschichtlichen Linien herausgearbeitet (von Platon über Kant bis zu Wittgenstein, Dingler und Lorenzen), in welchen die Begriffe und das Begreifen als eine Sache des Handelns und wechselweise das Handeln als eine begriffliche Sache betrachtet werden. Der Begriff der Regel erweist sich dabei als für das Handeln wesentlich. Hinsichtlich der Begriffsbildungsverfahren wird daraufhin als methodisch zentrale Frage erarbeitet, wie Systeme von Regeln im Rahmen einer Praxis strukturiert sind bzw. sein sollten.
Geschichte und Kontroversen
Polarität: das ist die Idee, dass die Naturphänomene von Gegensätzen beherrscht werden, die einander symmetrisch gegenüberstehen. Diese Idee leitete so verschiedene Forscher wie Goethe und Ritter, den Entdecker des UV-Lichts.
Während derzeit über die richtige Methode in der Grundlagenforschung heftig gestritten wird, lohnt ein Blick in die Vergangenheit. Nicht anders als heute hielten schon um 1800 viele Denker nach tiefen Symmetrien Ausschau – eine Suche, die sie in ihren eigenen Kategorien führten. Was das damals genau bedeutet hat und was sich daraus noch heute lernen lässt, zeigen in diesem Band auf kontroverse Weise Physiker, Philosophen und Wissenschaftshistoriker. Genies von Newton bis Hegel werden in frisches Licht getaucht und etablierte Resultate zum Auge oder zum UV-Licht werden neu beleuchtet.
Editor: Aurora Panzica
Nicole Oresme was one of the most original and influential thinkers of the fourteenth century. He is best known for his mathematical discoveries, his economic theories, as well as his vernacular translations of cosmological and ethical texts that were undertaken at the request of King Charles V. This volume sheds light on the beginning of Oresme's scientific activity at the University of Paris (ca. 1340 – ca. 1350), a period of his intellectual career about which little is known. Over the course of this decade, Oresme lectured on many Aristotelian texts on natural philosophy, such as the Physics, On the Heavens, On generation and corruption, Meteorology, and On the Soul. Oresme's commentaries on Aristotle's Meteorology count among his only unpublished texts. This volume presents the first critical edition of books I-II.10 of the second redaction of Oresme's Questions on Meteorology. The edition is preceded by a historical and philological introduction that discusses the context of Oresme’s scientific career and examines the manuscript tradition.
Fichtes System als Weg der kommunikativen Wissensbildung
Dieses Buch ist eine analytisch-sprachkritisch ausgerichtete Untersuchung von Johann Gottlieb Fichtes Wissenschaftslehre in ihrer Entwicklung bis ca. 1800, welche diese als ein einem universalen Bildungsideal verpflichtetes System der Begründung und Vermittlung philosophischen Wissens rekonstruiert.
In systematischer Absicht wird hier eine Interpretation der Wissenschaftslehre entwickelt, durch welche grundlegende Teile von Fichtes Projekt methodisch nachvollziehbar gemacht werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse derjenigen Systemstellen, an welchen der Begriff der Aufforderung bzw. Kommunikation ins Zentrum rückt; diese sind namentlich Fichtes Überlegungen zum Sprachursprung in der Schrift Von der Sprachfähigkeit (1795) und sein Aufforderungsargument in der Grundlage des Naturrechts (1796/97).
Herausgegeben von Klaus Robering
Author: Bernd Mahr
Editor: Klaus Robering
Modelle sind allgegenwärtig: man begegnet ihnen in Technik, Kunst und Wissenschaft. In diesem Buch erklärt Bernd Mahr, was Modelle sind, wie sie funktionieren und was sie leisten. Eine Person, die ein Maler porträtiert, ein maßstabsgerecht verkleinertes Auto, das im Windkanal getestet wird, ein Satz von Differentialgleichungen, die meteorologische Veränderungen in der Atmosphäre beschreiben: diese Objekte werden gleichermaßen als Modell bezeichnet. Angesichts der Unterschiedlichkeit solcher Beispiele argumentiert Bernd Mahr, dass die Frage nach den Eigenschaften, die ein Gegenstand aufweisen muss, um ein Modell zu sein, verfehlt ist. Eine wirklich allgemeine Modelltheorie, die all diese Beispiele erklären kann, muss zwischen dem Modell selbst und dem Modellgegenstand unterscheiden. Es gibt keine genau abgegrenzte Menge von Eigenschaften, die ein Objekt zum Modell machen. Vielmehr wird im jeweiligen Kontext geurteilt, dass ein in bestimmter Weise aufgefasster Gegenstand ein Modell „von etwas für etwas ist“. In den Kapiteln des ersten Teils des Buches wird diese Grundidee einer allgemeinen Modelltheorie entwickelt und theoretisch fundiert. Die Beiträge des zweiten Teils befassen sich mit den Modellen der Logik, Mathematik und Informatik und der abschließende dritte Teil geht der Rolle von Modellen in Kunst und Ästhetik nach.