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Kristina Kuhn
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Wolfgang Struck
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verschollen, adj.

1) zunächst part. perf. zu verschallen (vgl. das. 1055f.) oder eigentlich verschellen, also zunächst was aufgehört hat zu schallen, eigentlich:

vorüber war der sturm, der donner rollen

das hallende gebirg hinein verschollen.

Schiller 1, 218.

2) gewöhnlich als term. techn. im gerichtswesen von einem menschen, der der kunde der menschen entzogen ist, indem man seit langem nichts von ihm gehört hat und daher sein fortleben und sein aufenthaltsort unbekannt sind: verschollen sind menschen, von deren leben oder tod in ihrem letzten domicil ungewöhnlich lange zeit keine kunde einlief. Dernburg pand.3 1, s. 118;

Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Bd. 25, Sp. 1138f.

verschollenheit, f.

vgl. verschollen 2: dauernde verschollenheit berechtigt zum antrag auf gerichtliche todeserklärung des verschollenen. Dernburg pand.3 1, s. 118; freier: ein wahres lotos-leben, in welchem man nichts mehr wisse von der schweren ruderarbeit auf dem öden meere .. sondern das dasein dahinfliesze in mühelosem genusz und seliger verschollenheit. Spielhagen werke 15, 88 (Plattl. 2, 2). – dazu das verschollenheitsverfahren.

Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Bd. 25, Sp. 1139

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