„Geschichte zerfällt in Bilder, nicht in Geschichten“

Visualität in der literarischen Geschichtsdarstellung

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„Geschichte zerfällt in Bilder, nicht in Geschichten“ – so verwies Walter Benjamin bereits 1940 auf die Relevanz von Visualität für die Darstellung von Geschichte. Benjamin hat damit vorweggenommen, was sich in der Folge nicht nur zunehmend im wissenschaftlichen, sondern auch im literarischen Diskurs etabliert hat: Zwischen verschiedenen Medien können Varianten des Zusammenspiels bestehen und besonders die Darstellung vergangener Realität gewinnt durch den textuellen Rekurs auf Visualität an Aussagekraft. Für die Darstellung von Geschichte im postmodernen historischen Roman bietet der Rekurs auf Modi visueller Repräsentation und auf Zuschreibungsmerkmale fotografischer und filmischer Visualität einen signifikanten Mehrwert. Narratologische Aspekte sind bei der Analyse entsprechender Werke ebenso zu beachten wie deren Auseinandersetzung mit den die Aporien der traditionellen Historiografie. In diesem Band wird ein entsprechendes Analyse- und Beschreibungsmodell vorgestellt.
The study focuses on the coevolution of visual media and the critical reorientation of postmodern historical novels. By establishing categories of analysis that combine narratological aspects with aporias of historiography, the added value of postmodern historical fiction in recourse to modes of visual representation and to attributions of photographic and filmic visuality is outlined.
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