Moralische Pluralität und ethische Bildung

Eine religionspädagogische Diskussion pluralistischer Ansätze der Moralpsychologie

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Ethische Bildung heute steht vor der Herausforderung, unterschiedliche Vorstellungen von Moral zu verstehen und konstruktiv mit ihnen umzugehen. Zwar hat sich die Religionspädagogik in den letzten Jahren intensiv mit verschiedenen Aspekten von Pluralität befasst, eine Auseinandersetzung mit Fragen der moralischen Pluralität fand jedoch noch kaum statt: Wie lässt sich ethische Bildung in einem Umfeld denken, in dem unterschiedliche Normen und Wertesysteme aufeinandertreffen und es konkurrierende Vorstellungen davon gibt, was Moral überhaupt ist? Mit einem Rückgriff auf aktuelle Ansätze der Moral- und Sozialpsychologie werden diese Fragen in der vorliegenden Arbeit aufgegriffen und religionspädagogisch diskutiert. Dabei werden Erweiterungen, Ergänzungen und Korrektive zu etablierten Konzepten ethischer Bildung vorgeschlagen. Vertreten wird ein pädagogischer Ansatz, der Moral pluralistisch denken kann, ohne sich dabei in eine relativistische Haltung aufzulösen.
Moral education today faces the challenge of understanding different conceptions of morality. While religious education recently has dealt with various aspects of plurality, there has been little engagement with issues of moral pluralism. With a recourse to current approaches of moral and social psychology, these questions are discussed from a viewpoint of religious education.
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Christian Feichtinger ist Privatdozent, Senior Lecturer und Universitätsassistent am Institut für Katechetik und Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz. Nach Studien der Katholischen Religionspädagogik, Religionswissenschaft und Angewandten Ethik sowie mehrjähriger Unterrichtstätigkeit an der Schule folgte 2023 die Habilitation im Fach Religionspädagogik und Katechetik an der Universität Wien.
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