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Die Antinapoleonischen Kriege in der deutschen Erinnerung
Author:
Dieses Buch erkundet die umkämpften deutschen Erinnerungen an die sogenannten Befreiungskriege gegen Napoleon (1813–1815) im langen 19. Jahrhundert. Die Zeit der Antinapoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1815 nahm lange eine Schlüsselposition in der Geschichtsschreibung und im nationalen Gedächtnis des deutschsprachigen Raums ein, da die kollektive Erinnerung an diese Kriege eine zentrale Bedeutung für die Ausformung von konkurrierenden Vorstellungen der deutschen Nation und Nationalidentität hatte. Diese Erinnerung wurde nicht nur von politischen Interessen, sondern auch von regionalen, sozialen und geschlechtsspezifischen Differenzen geformt. Das Buch untersucht das umkämpfte Gedächtnis nicht nur anhand der populären, militärischen und akademischen Geschichtsschreibung, sondern auch sehr viel breitenwirksamerer Erinnerungsmedien wie Memoiren und Romane sowie kultureller Praktiken, insbesondere Feiern und Symbolen.
Author:
Jérôme Bonaparte, der jüngste Bruder Napoleons, lenkte für sieben Jahre die Geschicke eines neuen und modernen Staates auf deutschem Terrain - des Königreichs Westphalen (1807-1813).
Für die deutschsprachige Publizistik des 19. Jahrhunderts war diese französische Vergangenheit ein ungeliebtes Kapitel der eigenen Geschichte. Dennoch blieben vor allem in den betroffenen Gebieten Hessen, Braunschweig, Hannover und Westfalen zahlreiche Formen der Erinnerungen jahrzehntelang lebendig. Wie lassen sich diese Spuren heute nachzeichnen? Welche Bedeutung hatte die westphälische Vergangenheit für die Bevölkerung und welche Rolle spielte die englisch- und französischsprachige Geschichtsschreibung bei diesen Erinnerungsprozessen?
Die Revolutions- und Napoleonischen Kriege in der europäischen Erinnerung
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Die Zeit Napoleon Bonapartes zählte lange zu den beliebtesten Geschichtsepochen im europäischen Kino. In den Filmen verbanden sich patriotische Vergangenheitsdeutungen mit der Zurschaustellung von Pomp und Kostümen. Der Aufstieg des Films als Massenmedium vollzog sich in Europa im konfliktreichen Zeitalter der Weltkriege. Wie sich dies im Historienkino niederschlug, verdeutlicht Wolfgang Koller in seiner Vergleichsstudie zu fast 100 deutschen, britischen und französischen Spielfilmen über die Kriege der Französischen Revolution und die Herrschaft Napoleons. Die Epoche wirkte maßgeblich auf die kulturelle Nationsbildung in diesen Ländern nach. Die filmischen Erinnerungen glorifizierten diesen Prozess rückwirkend und stützten kollektive Eigen- und Fremdbilder.
Die polnischen Erinnerungen an die Revolutions- und Napoleonischen Kriege 1815–1945
Wie erinnerten sich Polen an die Revolutions- und Napoleonischen Kriege? Ruth Leiserowitz hat 150 polnische Romane und zahlreiche Erinnerungen an diese Kriege untersucht.
Über 100 Jahre nach den Ereignissen trugen die Erinnerungen an diese Kriege in allen drei Teilungsgebieten mit dazu bei, einen polnischen Staat wieder zu begründen. Besonders Geschichten über die polnischen Legionäre, ihre Abenteuer und ihre mutigen Leistungen prägten den polnischen historischen Jugendroman, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts herausbildete und zu einer wichtigen patriotischen Lektion für die Generation wurde, die als junge Erwachsene die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Polens 1918 erlebten. Die polnischen Helden jener Zeit sind bis in die Gegenwart erstaunlich gut im Gedächtnis der Polen haften geblieben.
Die Erinnerung an die Revolutions- und Napoleonischen Kriege in Großbritannien und Irland 1815-1945
Author:
Napoleon und Nelson, Wellington und Blücher, Trafalgar und Austerlitz - Personen und Orte, die im europäischen Gedächtnis für die napoleonische Epoche stehen. Wie wurden die Revolutions- und Napoleonischen Kriege in Großbritannien und Irland erinnert?
Neben mehr als 500 historischen Romanen bezieht Lars Peters u.a. auch Gedichte und Werke der Geschichtsschreibung in seine Analyse ein. Die Erinnerungen an diese Kriege trugen dazu bei, Engländer, Schotten und Waliser unter dem Dach einer britischen Nation zu vereinen. In Irland hingegen blieb die Deutung der Ereignisse umstritten. Dem Land fehlt bis heute ein konfessionsübergreifender Gründungsmythos. Wer sich künftig mit dem Nachleben der napoleonischen Epoche im englischsprachigen Raum beschäftigt, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Eine Stadtgesellschaft im Ersten Weltkrieg
Der Erste Weltkrieg dauerte mehr als vier Jahre. Am Ende waren 2 Millionen deutsche Soldaten tot. Sebastian Bondzio fragt, was dies für eine Gesellschaft bedeutete und wie es ihr möglich war, den Krieg unter dem Eindruck des Sterbens so lange zu führen.
Zur Beantwortung unternimmt seine historische Analyse am Fallbeispiel der Stadt Osnabrück drei Schritte: Erstens vermisst sie das Sterbegeschehen in den Operationsgebieten des Ersten Weltkriegs und zeigt darüber die komplexen Verknüpfungen zwischen den beiden Sphären »Front« und »Heimat« auf. Zweitens verortet sie die Toten in der Stadtgesellschaft und macht die Übersetzung des Sterbens auf eine Stadtgesellschaft sichtbar. Beide Schritte verdeutlichen die quantitativen Dimensionen des Sterbens im Krieg und rufen dazu auf, das historische Narrativ einer »Massentrauer« zu hinterfragen. Der dritte Teil nimmt dies zum Ausgangspunkt und arbeitet heraus, wie eine Gesellschaft, die Trauer zunehmend als Bedrohung wahrnahm, sich selbst disziplinierte und zum Zwecke der Kriegsführung eine neue Kriegskultur gab.