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  • Author or Editor: Oliver Müller x
  • Brill | Fink x
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In: Drastik
In: Grenzen der Empathie
Systematische Zugänge zu einem kulturellen Prinzip des Mittelalters
Imitation und Mimesis sind epochenübergreifende Kulturphänomene. Doch wie erkennt, analysiert oder bewertet man das Imitieren im Mittelalter? Der Band präsentiert unterschiedliche fachdisziplinäre Methoden und Ansätze und erläutert diese an einschlägigen Beispielen. Imitieren kann für das Mittelalter als bislang unterschätzte, höchst komplexe Kulturtechnik angesehen werden, deren Potential nicht nur darin lag, Traditionen zu konservieren, sondern durchaus Innovationen hervorzubringen.
Ästhetik – Genealogien – Gegenwartskultur
»Drastik« – mit diesem Stichwort ist auf dem Feld ästhetischer Theoriebildung zuletzt ein Begriff ins Spiel gebracht worden, der im Blick auf seine dominante Rolle in der Gegenwartskultur zu widersprüchlichen Positionen Anlass gegeben hat. Mit Beiträgen zur Literatur sowie zu Politik, Bildender Kunst, Theater, Film und Popkultur wird eine Ästhetik des Drastischen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart in den Blick genommen.
Einerseits wird Drastik als Modus der Darstellung begriffen, der regelmäßig die Frage nach den Grenzen der Kunst aufwirft. Andererseits werden mit dem Drastischen weder eine bestimmte Epoche noch bestimmte Gegenstände, sondern genuin sprachliche Erfahrungen adressiert. Im Anschluss an eine Debatte über das Drastische, die noch nicht über tentative Ansätze hinausgekommen ist, führt der Sammelband vor Augen, dass eine Ästhetik des Drastischen nur auf der Grundlage eines systematisch präziser umrissenen, historisch aber weiter ausgreifenden Begriffs zu erschließen ist.
Zur Genealogie des möglichen Menschen
Schon beim frühesten Auftauchen des lateinischen Wortes »Potentialis« lässt sich eine entscheidende Ambiguität beobachten: Einerseits bezeichnet »Potential« etwas, das noch nicht aktuell ist, aber sein könnte, andererseits stellt »Potential« ein Merkmal der Macht und der Mächtigen dar. Diese Unschärfe und Doppelung ist nicht bloß ein sprachliches Merkmal, sondern hängt mit der Komplexität und gesellschaftlichen Reichweite symbolischer Praktiken zusammen. Im Kern geht es um die Materialität des menschlichen Potentials als eine Grundbedingung des Regierens. In interdisziplinären Fallstudien zur Transformation von Subjekten und gouvernementalen Kulturtechniken rekonstruiert der Band die Genealogie der Regierung von Kollektiven und Individuen in Spätantike, Mittelalter und Neuzeit. Hierbei zeigt sich eine der Urszenen der Biopolitik schon in mittelalterlichen Klöstern als menschlichen Perfektionsmaschinen und nicht erst im quantifizierenden Licht der Aufklärung. Zudem betonen neuzeitliche Verflechtungen von Literatur und Kunst mit Recht und Ordnung die gouvernementale Qualität ebenso umfassender wie unscharfer symbolischer Setzungen, die auch in Zeiten funktionaler Differenzierung noch fortwirken. Über die Zeiten hinweg erweist sich die Administration von Menschengekoppelt an das Versprechen von Sicherheit.
Philosophische, psychologische und anthropologische Perspektiven
Wie verstehen wir andere Personen? Was erlaubt uns, Aussagen über ihre psychischen Zustände wie Emotionen, Gedanken, Absichten und Wünsche zu treffen? Unter dem Begriff der Empathie werden diese menschlichen Fähigkeiten phänomenologisch beschrieben und interdisziplinär diskutiert. Empathie ist in den letzten Jahren zu einem zentralen Begriff der Philosophie des Geistes, der Kognitionswissenschaften und der Kulturwissenschaften geworden, mit dem unterschiedliche Formen zwischenmenschlicher Begegnung und Grade des interaktionalen Verstehens beschrieben werden. Der Band gibt einen Überblick über aktuelle Ansätze in der Empathieforschung, geht aber über diese insofern hinaus, als explizit die Frage erörtert wird, was die Bedingungen sein können, unter denen das Fremdverstehen und die Einfühlung in eine andere Person nicht gelingen.
Für Martin Stingelin zum 60. Geburtstag
Der Band versammelt insgesamt 43 Noten zu einem Referenztext der neueren Schreibprozessforschung, den Martin Stingelin vor genau zwanzig Jahren publiziert hat. Anlässlich des 60. Geburtstags des Jubilars dokumentiert das Buch die Lebhaftigkeit einer seither andauernden Forschung zur „Genealogie des Schreibens“, die von Martin Stingelin begründet worden ist und sich in der Folge als äußerst produktiv erwiesen hat.
Die Beiträge dieses Bandes rekonstruieren das komplexe Verhältnis von Bild und Musik in historischer Perspektive von der frühen Neuzeit bis in die Moderne.
In der alltäglichen Medien- und Werbepraxis werden Bilder von spezifischen Tonsignets unterlegt, um sich dem Kaufinteressenten unauslöschlich einzuschreiben. Weiter kommentieren und vertiefen rhythmisierte Musikausschnitte den Fluss laufender Bilder. Dieses Verhältnis auch im Sinne einer Einheit der verschiedenen Zeichensysteme von Bild und Musik ist, vor allem von den historischen und medialen Voraussetzungen aus betrachtet, nicht fraglos hinzunehmen. Es betont weniger die Übergängigkeit zwischen den Medien im Sinne einer Synästhesie als vielmehr die Differenz, auf Grund derer erst an den Rändern durch einen Überschuss des jeweiligen Sinns von Hören und Sehen mögliche Berührungen zwischen der bildenden Kunst und der Musik entstehen. Dabei ist es die diachrone, dezidiert interdisziplinäre Herangehensweise, die eine umfassende Erschließung des Gegenstands aus kunst- und musikwissenschaftlicher Perspektive ermöglicht.