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  • Author or Editor: Sabine Doering-Manteuffel x
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Griechenland. Fragile Ordnungen und die Politik der Kultur
Griechenlands jüngste Vergangenheit ist von tiefgreifenden Veränderungen in der Wirtschaft, der Gesellschaft und der politischen Kultur gekennzeichnet. Finanzkrise, Staatsverschuldung, hohe Arbeitslosigkeit und die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen unter denen ein Großteil der griechischen Bevölkerung seit mehr als einem Jahrzehnt lebt, nicht zuletzt die drastischen Probleme der Fluchtmigration drängen die einst dominante Wahrnehmung in Bildern von mediterranen „Küsten des Lichts“, der Folklore und des antiken Griechenlands und seiner Architektur zurück. Die Beiträge des Länderschwerpunktes zeigen einen Ausschnitt der aktuellen vielfältigen ethnologisch ethnografischen Forschung Griechenlands. Sie verdeutlichen die engen Verknüpfungen von gesellschaftspolitischer Situation, Forschungsfeldern, Frage- und Problemstellungen. Sie handeln von Grenzregimen und Zugehörigkeitssetzungen, Strategien von Solidarität, und nehmen die globalisierte Creative Economy, Dynamiken religiösen Wandels sowie Politiken des kulturellen Erbes in den Blick. Die am Beispiel Griechenlands erkennbare Fragilität gesellschaftlicher und sozialer Ordnungen und die damit verbundenen Krisenerscheinungen bzw. -wahrnehmungen werden unter dem Spezialthema „Fragile Ordnungen und die Politik der Kultur“ breiter diskutiert. Die Beiträge sind Ergebnisse einer gemeinsamen interdisziplinären Tagungssektion von Europäischer Ethnologie und Soziologie. Sie fokussieren Transformationsprozesse von Zeitkonzepten, der Lebensgestaltung über alltagspraktische Ordnungsstrategien, von Realitätsbewertungen mit dem Infragestellen des lebensweltlichen Commonsense und die Folgen.
Inhalt: Claudia Selheim Zum musealen Umgang mit 'Bauernstuben' Wege der Sachkulturforschung Inge Weid Zur Popularisierung des Trachtenbewusstseins in der Oberpfalz. Trachtengrafik und die 'Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern' Tobias Hammerl LEGO. Perspektiven einer volkskundlichen Spielmittelforschung am Beispiel LEGO Monika Ständecke Das Münchner Volkskunstmuseum der Firma 'Wallach' Justin Stagl Kultur, Kulturen, Kulturalismus Friedemann Schmoll Heinrich Harmjanz. Skizzen aus der nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik Peter-Christian Wegner Druckgraphik als Vermittler zwischen Literatur und Kunsthandwerk Julia Waldner Beredtes Schweigen. Brieftagebücher eines Augsburger Majors aus dem Ersten Weltkrieg Maria Christa Maennersdoerfer Das Exempel der obsessiven Trauer im Internet Marina Jaciuk 'Nicht-kanonisierte-Heilige' als transkulturelle Symbole. Das Beispiel von Jesús Malverde in Mexiko
Das seit letztem Jahr unter dem Titel 'Jahrbuch für Europäische Ethnologie' erscheinende 'Jahrbuch für Volkskunde', das im Auftrag der Görres-Gesellschaft herausgegeben wird, beschäftigt sich im Jahrgang 2007 mit drei Themenkreisen: Volkskunde und Nationalsozialismus, Deutsche Befindlichkeiten und Bildquellenstudien. Volkskunde und Nationalsozialismus Dieter Breuer: Hans Ernst Schneider alias Schwerte und seine volkskundlichen Arbeiten 1933–1945 Wolfgang Brückner: Schneider/Schwertes volkskundliche Schriften im Kontext der völkischen Pflegeabsichten des Nationalsozialismus Helmut Groschwitz: '.der verkümmerte Überrest alten Wissens.' Völkische Wissenschaftskonstruktionen in Astrologischen Kalendern der 1920er und 1930er Jahre Michael Prosser: Zum Wandel des Aussagegehalts von Sagen-Texten. Ein exemplarischer Problemaufriss aus der 'Sammlung Karasek' Deutsche Befindlichkeiten Günter Dippold: Vom Nutzen und Schaden des Biers. Ruf und Rang eines populären Getränks vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert Silke Meyer: Sofortkredit. Zur kulturellen Praktik der Verschuldung Matthias Hamann: Friedrich Schiller und der Baumarkt. Von deutschen Dingen Bildquellenstudien Helmut Ottenjann: Malende Bauernfamilien in Nordwestdeutschland im Spiegel der Glückwunsch- und Schönschreibblätter 1700 bis 1850 Heinrich Weigel: Quellenfund zur wissenschaftlichen Trachtenerhebung des 19. Jahrhunderts in Südthüringen Monika Hoede: Denkbilder in Eglomisé-Technik aus Hessen und Thüringen/Sachsen. Katalog Teil 2
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 14–2019
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 14–2019
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie Dritte Folge 14–2019
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie. Dritte Folge 10 – 2015
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie. Dritte Folge 9 - 2014
Schweden. Ambiguitäten verhandeln. Tolerieren als soziale und kulturelle Praxis
Das Schweden-Stereotyp der Deutschen ist geprägt von Bullerbü, IKEA, Lucia-Brauch und Mitsommernacht. Die Realität eines Landes, in dem Christ*innen sich in einem mehrheitlich säkularen, von Gleichheitsvorstellungen geprägten Kontext zu behaupten suchen und in dem widersprüchliche Rechtsordnungen zur Leihmutterschaft zu neuen Verwandtschaftsgrammatiken führt, wird weitgehend ausgeblendet. Die hier versammelten Beiträge beleuchten diese gesellschaftlichen Diskurse aus europäisch-ethnologischer Perspektive. Mit Überblicksdarstellungen zur Erzählforschung und aktuellen Museumsdiskussionen vertieft der Band klassische Themen der skandinavischen Fachgeschichte. Der zweite Schwerpunkt dokumentiert die Diskussionen der online-Tagung „Ambiguitäten verhandeln. Tolerieren als soziale und kulturelle Praxis“ der Sektionen Europäische Ethnologie und Soziologie der Görres-Gesellschaft im Herbst 2021. Toleranz wurde dort in unterschiedlichen historischen, ökonomischen, religiösen, weltanschaulichen und wissenschaftlichen Kontexten als Tugend, als Haltung (Respekt), als gesellschaftlicher Maßstab, oder als Schwäche, nicht zuletzt als Machtmittel gewertet.
In: Jahrbuch für Europäische Ethnologie - Neue Folge. Im Auftrag der Görres-Gesellschaft