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  • Author or Editor: Peter Bruns x
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Im sogenannten Schisma von 1054 kulminierte die Entfremdung zwischen Ost und West, zwischen römischer und byzantinischer Christenheit. Die Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer zeitigte nachhaltige Folgen für das wechselseitige Verhältnis zwischen dem byzantinischen Reich und dem westlichen Europa. Im interdisziplinären Gespräch zwischen Kirchenhistorikern, Mediävisten, Byzantinisten und Orientalisten werden neue Einsichten in historische und theologie- bzw. dogmengeschichtliche Zusammenhänge eröffnet. Aus dem Inhalt: Axel Bayer: Die Entstehung des Schismas von 1054. Georgij Avvkumov: Der Azymenstreit – Konflikte und Polemiken um die Frage des Ritus. Peter Gemeinhardt: Der Filioque-Streit zwischen Ost und West. Georg Gresser: Urban II. und die Kreuzzugsidee im Spiegel seiner Synoden. Petar Vrankic: Innozenz III. und der vierte Kreuzzug. Peter Bruns: Die Kreuzzüge in syrisch-orientalischen Quellen. Christian Lange: Das Verhältnis von Kreuzfahrern und Byzantinern bis zum vierten Kreuzzug. Ansgar Frenken: Die Suche nach einem Weg zur Überwindung der Kirchenspaltung auf den allgemeinen Konzilien des Spätmittelalters. Josef J. Schmid: Rex Christus: die französische Monarchietradition als Brücke zwischen Ost und West
Konrad von Gelnhausen griff die Vorstellung, dass nur ein Konzil die durch das Schisma von 1378 hervorgerufene Kirchenspaltung werde beseitigen können, auf und entwickelt sie weiter. Mit seinen kirchenpolitischen Schriften trug er maßgeblich zum Erfolg der konziliaren Theorie bei.
Das Große Schisma von 1378–1417 hatte die abendländische Kirche gespaltet. Erst die Einberufung eines allgemeinen Konzils öffnete den Weg zu seiner Beseitigung. Bei der Entwicklung der zugrundeliegenden „konziliaren Idee“ spielte Konrad von Gelnhausen eine bedeutende Rolle. In der Abhandlung zeigt der Autor auf, worin genau diese Rolle besteht, aus welchen Wurzeln Konrad schöpfte und wie sein Werk dazu beitrug, den Weg zu den Reformkonzilien des 15. Jahrhunderts vorzubereiten. Dies analysiert der Autor mithilfe einer mit Übersetzungen versehenen Edition seiner kirchenpolitischen Schriften.
Studien zur Geschichte eines (ekklesiologischen) Antagonismus vom 15. bis zum 19. Jahrhundert
Author:
Das Spätmittelalter hat subtile Theorien der päpstlichen Lehrautorität entwickelt. Auch Theologen des 16. Jahrhunderts, die in der Forschung selten gewürdigt wurden, haben versucht, Bedingungen und Voraussetzungen einer päpstlichen Definition zu klären.
Welche Rolle spielt das Konzil? Welchen Anteil haben die Kardinäle und die Ecclesia Romana? Endgültig wurden solche Probleme erst auf dem I. Vatikanischen Konzil entschieden. Die komplexe Vorgeschichte der Definition kam in der dramatischen Rede Kardinal Guidis zur Sprache, die zu einem schweren Konflikt mit Pius IX. führte. Humanismus und Reformation stellten gebieterisch die Frage nach einem verbindlichen Bibeltext. Das Trienter Konzil entschied, dass die Vulgata, die alte lateinische Übersetzung, »für authentisch« gehalten werden sollte. Was bedeutet der Begriff? Das breite Spektrum der Deutungen führte – namentlich in Spanien – zu erbitterten Kontroversen über die Rolle der biblischen Sprachen.
Die Debatten um Tradition und auctoritas patrum auf dem Konzil von Trient
Author:
Mit den Kirchenvätern gegen Martin Luther? Mathias Mütel untersucht in der Studie »Die auctoritas patrum auf dem Tridentinum« die Kirchenväterrezeption in der Traditionsdebatte des Tridentinums.
Im Jahr 2013 wurde das 450-jährige Jubiläum des Abschlusses des Tridentinums begangen; 2017 wird der Reformation gedacht. Beide Ereignisse sind inhaltlich aufeinander bezogen. Es war nicht zuletzt die Frage nach der Bedeutung außer-biblischer Autoritäten, wie den Kirchenvätern, die Gegen-stand der Auseinandersetzungen zwischen katholischen und reformatorischen Theologen war. Die vorliegende Studie untersucht die Kirchenväterrezeption in der Trienter Traditionsdebatte, vor allem in Hinblick auf die Auseinandersetzung mit den Anliegen der Reformation. Stand der Rekurs auf die Kirchenväter (und die Arbeit am Traditionsbegriff) im Dienst antireformatorischer Abgrenzung oder sollte er einen Brückenschlag zu den Anliegen der Reformation ermöglichen?
Untersuchungen zu ihrer Geschichte
Der Band thematisiert die autonome Entwicklung des Papsttums und der Konzilien, die Durchsetzung der vier ersten ökumenischen Synoden durch die Päpste, die Bedeutung der Überlieferung für das frühe Papsttum und die Konzilsidee des Erasmus von Rotterdam.
Der Band enthält fünf Studien zur Geschichte der Konzils- und Papstidee. Die erste Untersuchung hat die eigenständige Entwicklung und Autonomie beider zentraler Institutionen der Kirche, des Papsttums und der Konzilien im ersten Jahrtausend zum Gegenstand, die zweite zeigt, welchen Anteil die frühen Päpste an der Durchsetzung der vier ersten ökumenischen Synoden und damit an der Entstehung des Begriffs eines ökumenischen Konzils hatten. Die dritte arbeitet die zentrale Bedeutung des Begriffs der Überlieferung für das frühe Papsttum heraus. Die vierte ergänzt frühere Studien durch einen wichtigen Aspekt der griechischen Konzilsidee, den sog. Synopsen der ökumenischen Konzilien. Die fünfte widmet sich der Konzilsidee eines Kirchen- und Institutionskritikers, nämlich des Humanistenpapstes Erasmus von Rotterdam, für den die Konzilien so etwas wie himmlische Orakel darstellen.
50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil
»In der Welt, aber nicht von der Welt« (Joh 17,11.14) - Taufberufung und Weltverantwortung.
Das Zweite Vatikanische Konzil hat die sakramentale Taufberufung aller Christgläubigen als Gründungsgeschehen des christlichen Lebens neu ins Licht gerückt. Die Berufung zum Christsein, der »universale Ruf zur Heiligkeit« (vgl. Lumen gentium 32), wird damit nicht nur zum persönlichen Lebensprogramm, sondern lässt die Getauften teilhaben an der kirchlichen Antwort auf die Offenbarung. Das damit grundgelegte gemeinsame Priestertum ist zugleich von großer ökumenischer Bedeutung.

Kurt Kardinal Koch und fünfzehn weitere Autoren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Spanien erörtern in diesem Zusammenhang das spannungsreiche Verhältnis von Kirche und Welt. Dabei geht es um grundlegende Konzilsaussagen, ihre Rezeption und aktuelle Bedeutung.