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Klaus Müller-Wille

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Das iPhone und der liebe Gott

Sinnlose Zeit besiegen im Zeitalter grenzenloser Kommunikation

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Klaus-Dieter Müller

Die Menschen unserer Gesellschaft haben in Tempo investiert und die Rendite der Langsamkeit aus den Augen verloren. Wir gehören mehr und mehr zur Spezies, die sich täglich neu erfindet, auf biografische Festlegungen verzichtet, jede Gelegenheit beim Schopfe packt. Seit es Smartphones gibt, hat sich das Verhältnis von Zeit und Raum noch einmal radikal verändert.
Es geht nicht darum, ob wir Teil der mobilen Kommunikationsgesellschaft sein wollen, sondern wie es dem einzelnen gelingt, Kommunikationsanforderungen der Umwelt und eigene Konzentrations- und Ruhebedürfnisse in Einklang zu bringen. Ratgeber über die Lebenskunst füllen ganze Bibliotheken: von der Achtsamkeit, dem Innehalten und der Gelassenheit bis hin zur Meditation, Spiritualität und Transzendenz. Es ist für jede und jeden etwas dabei – nur wählen müssen wir und es auch umsetzen. Klaus-Dieter Müller will Wege ebnen für mehr Unabhängigkeit und weniger Fremdbestimmung im Zeitalter der digitalen Kommunikation.
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Sezierte Bücher

Hans Christian Andersens Materialästhetik

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Klaus Müller-Wille

Wer die Collagenbücher von Hans Christian Andersen betrachtet, wird sich unwillkürlich an dadaistische Arbeiten erinnert fühlen. In der Studie wird dieser Bezug genutzt, um der erstaunlichen Modernität nachzugehen, die auch die Märchen des dänischen Autors auszeichnet.
Andersen entwickelt im Rahmen seiner Märchen eine überraschend frühe Material- und Produktionsästhetik. Dies äußert sich vor allem in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem komplexen Phänomen Buch, die für waren- und dingtheoretischen Reflexionen sowie eine eigenständige Theorie des Lesens genutzt wird. Insgesamt trägt die Studie dazu bei, neues Licht auf eine vermeintlich bekannte Autorschaft werfen. Mit der Aufmerksamkeit für die modernen Techniken des Bild- und Buchdrucks der 1830er-1850er Jahre und die frühe Geschichte des Schreibinstruments Schere widmet sich die Arbeit aber einer Zäsur in der Genealogie des Schreibens.
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Generaloberst Ludwig Beck

Eine Biographie. Herausgegeben mit Unterstützung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Potsdam

Ruth Müller-Blessing and Klaus-Jürgen Müller

Klaus-Jürgen Müller, einer der namhaftesten Militär- und Zeithistoriker Deutschlands, legt seine seit langem erwartete große Biographie über Ludwig Beck vor. Sie ist die Summe seiner langjährigen Auseinandersetzung mit dem Leben dieses Offiziers, der von 1935 bis 1938 als Generalstabschef des Heeres Mitgestalter der neuen Wehrmacht war, aber während der Sudetenkrise 1938 als einziger unter den militärischen Entscheidungsträgern aus Protest gegen Hitlers Kriegspolitik zurücktrat. Am 20. Juli 1944 opferte Beck als einer der führenden Köpfe des nationalkonservativen Widerstands sein Leben.
Müller stellt das Leben Becks nicht, wie andere es häufig taten, unter einen einzigen zentralen Aspekt, den des Widerstands. Das griffe für einen Mann, der 40 Jahre seines Lebens unter drei verschiedenen politischen Ordnungen im aktiven Dienst verbrachte, viel zu kurz. Müller ordnet Beck vielmehr in die Entwicklung des deutschen Offizierkorps vom Zenit des Kaiserreichs bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein.
Ein großes Buch, das viele neue Erkenntnisse eröffnet: über Beck als Person, über die Gruppe, der er angehörte: die preußisch-deutsche Militärelite, und über die Entwicklung und Struktur des militärischen Widerstands gegen Hitler.
Müller begreift Beck als Ausnahmeerscheinung innerhalb seiner Offiziersgeneration – als Typus des kultivierten, gebildeten Bürgers, dessen von der Familie geprägte geradlinige Moral und intellektuelles Ethos sein ganzes Leben bestimmten. Sie befähigten ihn, einmal als richtig erkannten Einsichten gegen alle Zwänge seines beruflichen Milieus unbeirrbar zu folgen. Gerade in Konfliktsituationen erwiesen sie sich als stärker als seine militärische Erziehung oder als Karrierestreben.
Inhaltlich beanspruchte Beck, ganz der preußischen Militärtradition folgend, für das Militär eine der Politik gleichberechtigte Führungsrolle in Staat und Gesellschaft. Dieser politisch-soziale Eliteanspruch unterschied ihn u. a. von seinen Rivalen Keitel und Fromm, die in den Kategorien einer bloßen Funktionselite dachten. Er war überzeugt, dass politische und militärische Entscheidungen ethisch fundiert sein mussten. Beck glaubte zunächst, das Dritte Reich würde seine Ansprüche verwirklichen. Als er aber erkannte, dass das Handeln Hitlers mit seinen Überzeugungen unvereinbar war, führten ihn seine moralische Kraft und seine Prinzipientreue Schritt für Schritt in den Widerstand, bis zur letzten Konsequenz.

Müller-Richter, Klaus (Tübingen RWG)

Müller-Richter, Klaus (Tübingen) RWG