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Hans-Peter Müller

Hans-Peter Müller

Abstract

Der Artikel erörtert einerseits Probleme der Semantik und Grammatik von Jes. xvii 10f. und will andererseits den religionsgeschichtlichen Hintergrund der in ihm verarbeiteten Vorstellungen aufgrund einer Neubewertung der Zeugnisse zu Adonis, der ursprünglich als sterbender, nicht auch als auferstehender Gott gefeiert wurde, und zu den Adonisgärtchen klären. Deren rasch wachsende und verwelkende Pflanzen, die gewöhnlich als Feldzauber wirksam werden, sind in Jes. xvii 10f. Metaphernspender für das richtende Handeln des Gottes Israels. Die mannigfaltigen poetischen Uneindeutigkeiten mythischer und ritueller Signifikate, die der Phantasie des Hörers bzw. Lesers Raum zu jeweiligen Vereindeutigungen lassen, tragen dazu bei, die Bedeutungsambivalenz der besprochenen Wirklichkeit akzeptabel zu machen. Die griechischen Sachparallelen zu V.10b.11a verweisen auf einen weit zurückreichenden religionsgeschichtlichen Zusammenhang zwischen dem westlichen Alten Orient und Griechenland.

Hans-Peter Müller

Abstract

Der Artikel beschäftigt sich mit cruces interpretum in Ps. xc 5f. zeramtām (V.5a) erschließt sich von phöniz. 'zrm „ich wurde fortgerissen“ KAI 14,3.13 her und bedeutet entsprechend „du raffst sie hinweg“. HLP I (5b.6a) meint nicht „vergehen“, sondern „sprießen“, was sich sowohl aus dem Kontext, als auch lexikalisch ergibt. Zur Syntax: zeramtām wird omnitemporal, jihjû (5a) konsekutiv(-final) gebraucht. wehālāp/ wejābāš (6) sind Habitative; Aramaismen liegen nicht vor.

Hans-Peter Müller

Abstract

In den letzten Jahren mehrte sich der Eindruck, dass die griechische und die altorientalische Kultur zueinander Berührungen aufweisen, die auch alttestamentliche Tatbestände zu erhellen vermögen. Die Erwähnung von Mond und Plejaden in dem bekannten aiolischen Gedicht "Sappho" 94 D. gibt u.a. Anlass, nach der Darstellung beider Himmelskörper in der palästinischen und babylonischen Glyptik zu fragen, altorientalischen, alttestamentlichen und griechischen Bezugnahmen auf die genannten Himmelskörper nachzugehen sowie mythische Erinnerungsreste aufzuweisen, die nicht nur an den Etymologien von jārēah "Mond", käsä" "Vollmond", lebānā "weiße Dame" (für den Mond) und kesîl "Orion", sondern auch an Texten wie Am. v 8; Hi. ix 8-10; xxxi 26; xxxviii 31; Hld. vi 10 und relevanten babylonischen Entsprechungen haften. Der Artikel schließt mit Bemerkungen zur lyrischen Reproduktion eines sonst nicht mehr lebendigen mythisch-religiösen Naturumgangs.