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  • Author or Editor: Adrian Pilatz x
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Für einen geistig behinderten Mann hat der gesetzliche Betreuer beim Vormundschaftsgericht einen Antrag auf Sterilisation gestellt, dem stattgegeben wurde. Ein solcher Fall ist aufgrund der eugenisch motivierten Gesetzgebung während der Zeit des Nationalsozialismus nicht ohne Brisanz. Durch das seit 1992 in der Bundesrepublik Deutschland geltende Betreuungsgesetz sind die Indikationen für eine Sterilisation streng festgelegt. Dementsprechend ist die Anzahl der Sterilisationsanträge äußerst gering. Der Fall wird unter Berücksichtigung mehrerer ethischer Schulen diskutiert. Die hier vorgetragene ethische Bewertung stimmt im Ergebnis mit dem richterlichen Beschluss überein.

In: Zeitschrift für medizinische Ethik