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In: Museales Erzählen
Archäologische Fallstudien und medienwissenschaftliche Reflexionen
Der Band inszeniert den Dialog zwischen archäologischen Fallstudien und medientheoretischen Reflexionen am Beispiel von Formkonstanz und Bedeutungswandel antiker Statuen und Gemälde.
Antike Kopiertechniken ermöglichten es, das Formenrepertoire von Statuen und Gemälden aus dem ursprünglichen Zusammenhang herauszulösen. Auch wenn Figuren und Darstellungsschemata in einem bestimmten Kontext geschaffen wurden, konnten sie in einer sekundären Verwendung neu kontexualisiert und mit neuen Bedeutungen aufgeladen werden, ohne ihre grundlegende Form zu verlieren. Gerade Übertragungen dieser Art, bei denen sich die ursprünglich intendierten Bezüge verschoben oder sogar vollständig verloren gingen, sicherten vielfach die Rezeption der Werke. Die archäologischen Fallstudien werden im Lichte medientheoretischer Positionen diskutiert.
Dissolving the Boundaries of Embodied Knowledge
This volume deals with the dissolution of the concept of the ideal body as a repository of knowledge through instances of deformation or hybridization
The starting point comprises a series of case studies of less than perfect bodies: bodies that are misshapen, stigmatized, fragmented, as well as hybrid human/animal creatures, transgendered persons, and bodies on the cultural periphery of the classical world. These examples represent deviations from the »normal« order of things and evoke feelings of alienation. One strategy for dealing with this is to canonize transgression in visual form. Fluid bodies are captured in the image, creating a visual order in disorder. The body-as-ruin is a fixed figure of fluidity and thus receptive to attributions of meaning, which helps explain its persistence as a cultural trope. It allows for the observation of cultural change.
Dinge, Räume, Narrative
Ob als Motiv, Handlungsschauplatz oder Gegenstand der Kritik – in der Literatur wird das Museum zur Reflexionsfigur der Repräsentierbarkeit und Konservierbarkeit von Welt und Wissen. Museales Erzählen stellt die Frage nach dem Verhältnis von Zeichen und Dingen, Erinnerung und materieller Kultur. Die Beiträge widmen sich musealen Dingen, Räumen und Narrativen in literarischen Texten sowie Sammlungskontexten vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Unter Verschränkung museologischer, kulturhistorischer und literaturwissenschaftlicher Perspektiven geht es zum einen um institutionsgeschichtliche Aspekte verschiedener Museumstypen. Zum anderen wird nach museumsspezifischen Formen des Erzählens gefragt: Wie werden die Dinge zum Sprechen gebracht? Wie werden räumliche Ordnungen textuell konstituiert und beschrieben? Welche Rolle spielen narrative Praktiken des Sammelns, Inventarisierens, Kuratierens und Ausstellens?