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  • Author or Editor: Antonie Magen x
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In: Der Begriff der Kritik in der Romantik
Festschrift für Helmut Koopmann zum 75. Geburtstag
Helmut Koopmann gehört zu den führenden Literaturwissenschaftlern Deutschlands und genießt durch sein umfassendes germanistisches Werk internationales Renommee. Als Herausgeber Historisch-Kritischer Werkausgaben (Schiller, Eichendorff, Heine) und ehemaliger Präsident und Vorstandsmitglied wichtiger literarischer Gesellschaften (Kleist, Heinrich Mann, Eichendorff) prägte er die germanistische Forschung ebenso stark wie durch seine Publikationen. Er feiert im Juni 2008 seinen 75. Geburtstag, der angesichts von Koopmanns Bedeutung für das Fach der Neueren deutschen Literaturwissenschaft mit einer Festschrift gewürdigt werden soll. ------------------ In dieser Festschrift versammeln sich renommierte Fachkollegen aus der universitären Literaturwissenschaft, aber auch - dem breiten Wirken Koopmanns entsprechend - aus bedeutenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie Literaturarchiven, Bibliotheken und wichtigen Fachverlagen. Die Beiträgerinnen und Beiträger sind in Deutschland und dem europäischen sowie außereuropäischen Ausland tätig (Schweiz, England, USA, Südafrika). Ebenso breit gefächert gestalten sich die Themenschwerpunkte der Aufsätze, die einerseits den Betätigungsfeldern Koopmanns folgen (Goethe, Literatur des 19. Jahrhunderts, Brecht, Thomas Mann, Exil- und Gegenwartsliteratur), andererseits einen großen Bogen über Kernzonen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft schlagen. Auch bietet die Festschrift das Forum, um einen bislang unveröffentlichten Text Bertolt Brechts (einen Brief an Carl Ehrenberg aus dem Jahr 1916) erstmals zu edieren, der ein neues Licht auf den jungen Brecht wirft.
Das romantische Kritikkonzept – Entstehung, Geschichte und Rezeption – und seine hauptsächlichen Vertreter stehen im Zentrum dieser facettenreichen Darstellung. Die romantische Weiterentwicklung aufklärerischer Kritikvorstellungen, auf welche die Gegner der Romantik wiederum reagierten, ist geprägt durch ironische Selbstreflexion, Bemühen um poetische Reorganisation von Wissen und Gesellschaft und ästhetische Kritik des kongenialen, die Geistesgeschichte überblickenden Subjekts. Insbesondere dadurch, dass Friedrich Schlegel die philologische Textkritik in der Untrennbarkeit von Reflexion und Kunstwerk begründete und eine progressive kritische Universalpoesie forderte, wurde zusammen mit der auf Selbstbegründung gerichteten und darum immer vorläufigen und unabschließbaren Reflexionskette die Kritik zum Kennzeichen der Romantik und die Auseinandersetzung mit ihr unabdingbar für Vertreter und Gegner.