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Abstract

In 1947 a bright young monk of the Benedictine St. Peter’s Abbey in Steenbrugge (Bruges), Jan-Eligius Dekkers, first announced his plans to collect the complete works of the Latin and Greek Church Fathers in a single, uniform series of critical text editions. Over the course of 75 years the collection, called Corpus Christianorum, expanded chronologically, methodologically and logistically. To serve Dekkers’ purpose, the monastic library at Steenbrugge developed into a scholarly centre that despite many evolutions and transformations still operates today as the Corpus Christianorum headquarters in Turnhout, Belgium. Although the physical volumes in its flagship series continue to be produced in print, the digital turn, too, has come full circle: in 2019 Clavis Clavium was launched, an online collaborative platform building on the foundations of Dom Dekkers’ Clavis Patrum Latinorum.

Open Access
In: Theological Libraries and Library Associations in Europe
De mendacio – Die Lüge. Ad consentium contra mendacium ad consentius – Gegen die Lüge. Ad orosium contra Priscillianistas et Origenistas – An Orosius, gegen die Priszillianisten und Origenisten
Author:
Darf oder muss ein Christ unter bestimmten Umständen lügen?
In De mendacio definiert Augustinus den Begriff »Lüge« und versucht dann den Nachweis, dass es sich bei den von den Befürwortern der Lüge herangezogenen Exempeln der Bibel um gar keine Lügen handelt. Trotzdem muss er einräumen, dass sich seine Idealvorstellung, man dürfe nie lügen, vor allem im Hinblick auf die sogenannte Nutzlüge im täglichen Leben nicht verwirklichen lässt. Deshalb entwirft er ein auf der Aufrechnung von Nutzen und Schaden beruhendes System von acht zum Besseren hin aufsteigenden Stufen der Lüge, die in jedem Fall hassenswert bleibt.
Contra mendacium verdankt seine Entstehung der zu Augustins Zeit vor allem in Spanien verbreiteten Sekte der Priszillianisten. Diese vertraten die Auffassung, um unentdeckt zu bleiben, müsse man im Notfall sogar einen Meineid leisten. Rechtgläubige Eiferer versuchten sie mit ihren eigenen Mitteln, Lüge und Verstellung, zu schlagen. Einer von ihnen berichtete Augustinus stolz von einem entsprechenden Unternehmen zur Aufdeckung eines priszillianistischen Zirkels. Statt ihn zu loben, betont Augustinus jedoch nachdrücklich, Lüge sei immer verwerflich und in Glaubensfragen dürfe man unter keinen Umständen lügen.
Zweisprachige Ausgabe, Teil 1: Genesis–Exodus, Teil 2: Levitikus–Richter
Editor:
Dieses Alterswerk Augustins, das hier als erste deutsche Übersetzung vorgelegt wird, ist das einflussreichste exegetische Werk zu Genesis bis Richterbuch in der lateinischen Kirche bis zum Beginn der Neuzeit. Er behandelt darin Details der Philologie, der Auslegung nach dem Wortsinn und im übertragenen Sinn sowie dogmatische und moraltheologische Probleme.
Augustinus behandelt darin 625 Fragen exegetischer und systematischer Art, die er sich bei einer lectio continua der alttestamentlichen Bücher Genesis (ab 4,17) bis Richter (bis 15,12) stellt. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit war es als exegetisches Standardwerk und als Fundgrube dogmatischer und moraltheologischer Thesen von größtem Einfluß. Seine Bestimmung des Verhältnisses Altes – Neues Testament wurde vom II. Vatikanischen Konzil aufgenommen und ging in nachkonziliare römische Dokumente ein.
Unter den zahlreichen Werken Augustins zur Überwindung des donatistischen Schismas ist sein »Contra Cresconium« das vollendetste. Nach Paul Monceaux bietet es »gleichzeitig die Substanz, die Synthese und die Blüte der ganzen antidonatistischen Kontroverse«.
Augustinus behandelt in »Contra Cresconium« zwar auch die üblichen Themen der donatistischen Kontroverse wie Tauf- und Kirchenlehre, historische Fragen über Beginn und Ursache des Schismas, die Autorität Cyprians usw. Seiner Auseinandersetzung mit dem Grammaticus aber gibt er eine besondere Note, die den Reiz des Werkes ausmacht. Weil zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen auch der gehört, er sei ein Rhetor und Dialektiker und deswegen absolut nicht vertrauenswürdig, nimmt der Bischof von Hippo einerseits diese Kritik zum Anlass einer ausführlichen Rechtfertigung beider Künste, der Rhetorik und der Dialektik, wie sie in dieser Form sonst kaum in patristischer Literatur zu finden ist. Andererseits gestaltet er seine Replik ganz offensichtlich als eine rhetorische und dialektische Lektion an die Adresse seines Kritikers.