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  • Author or Editor: Brad Prager x
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In: Lola, Toni, Yella und die anderen: Der deutsche Film nach 1990
In: Bombs Away!
In: Bombs Away!
Editorial Board / Council Member: , , and
Mit Blick auf die Gegenstände, die behandelt werden, aber auch hinsichtlich der fachlichen Zuständigkeiten operiert die kulturwissenschaftliche Reihe inter/media im Dazwischen. Damit trägt sie der in den letzten Jahren zunehmenden Dominanz intermedialer Praktiken Rechnung, der Tatsache also, dass kulturelle und künstlerische Artefakte auf dem Dialog der Medien gründen, ihn suchen, inszenieren und reflektieren.

Das mit der Reihe verbundene Erkenntnisinteresse umfasst Phänomene des Medienwechsels, der Medienkombination sowie der intermedialen Bezugnahme, denen eine ebenso komparatistische wie medienkomparatistische Sensibilität entgegengebracht wird. Grundsätzlich offen angelegt, liegt das fachliche 'Haupteinzugsgebiet' der Reihe im Schnittbereich folgender Disziplinen: Literaturwissenschaft, Film- und Bildwissenschaft, Medienwissenschaft.
Der Alpenraum in der deutschsprachigen Literatur
Author:
Wenn Sehnen zur Sucht wird: Literarische Texte über die Alpen zeigen nicht nur sehnsuchtsvolle Idyllen im menschenleeren Raum, sondern auch jene Abgründe, in die der Mensch beim Besteigen der Gipfel blickt.
Die Alpen sind Seismograph für den Umgang ihrer Einwohner mit den Naturräumen des Kontinents. Ihr Ökosystem ist Erholungs- und Wirtschaftsraum, Transitstrecke und Heimatort, Zentrum und Trennung des deutschsprachigen Raums. Die Literatur hat an diesem Umgang des Menschen mit dem Alpenraum einen wesentlichen Anteil, an jenen Sehnsüchten, Phantasien und Abgründen, die mit ihm verbunden werden. Sie verändert die Sichtweise auf die Alpen und gibt dem Menschen Anlass, über den Kultur- und Öko-Raum Alpen zu reflektieren. Mithilfe eines innovativen theoretischen Konzepts zur Erfassung von Räumen in der Literatur wird die Kulturgeschichte der Alpen in deutschsprachigen und internationalen Texten von der Antike bis zu Gegenwart dargestellt.
Die differenzierte Sichtung des Themas 'Arbeit' und seiner gesellschaftlichen Gravitationskräfte stellt eine sich stets aktualisierende wissenschaftliche Aufgabe dar. Die Schriftenreihe vita activa antwortet auf diesen Sachverhalt und zielt darauf, fächerübergreifende Sichtweisen miteinander in Kontakt zu bringen und zu verschalten. Komplementär zu gesellschaftswissenschaftlichen Zugangsweisen zum Themenkomplex Arbeit profiliert die Reihe einen dezidiert kulturwissenschaftlichen Arbeitsbegriff in aktuellen Forschungsdebatten, das heißt, sie fokussiert speziell die Historizität von Arbeitskonzepten sowie ihre kulturspezifischen und medialen Ausprägungen.
Literatur, Film, Fernsehen, Fotografie und Kunst bilden für Repräsentationen von Arbeit und Arbeitskulturen besondere Archive. Sie machen erkennbar, wie sich zeithistorische Deutungen, Wertungen und Politiken von Arbeit ausprägen, sie verweisen auf deren Brüche und Widersprüche und sie experimentieren im ästhetisch-fiktionalen Raum mit Alternativkonzepten. Dem breiten Spektrum des damit skizzierten Erkenntnisinteresses begegnet die Schriftenreihe mit der methodischen Pluralität literatur- und kulturwissenschaftlichen Vorgehens. Ein solches zieht gerade aus der Perspektivenvielfalt seinen Erkenntnisgewinn. Die Reihe bündelt und rahmt diese Perspektiven und trägt dadurch zur Sichtbarkeit kulturwissenschaftlicher Arbeitsforschung bei.

The multifaceted examination of the theme of 'work' and its social-gravitational forces is a continually transforming academic project. The book series vita activa responds to this proposition and aims to bring interdisciplinary perspectives into contact with each other and interconnect them. Complementary to sociological approaches to the theme of work, the series highlights a uniquely cultural-specific view of work in contemporary debates – it focuses specifically on the historicity of ideas about work as well as their culturally specific and medial manifestations. The areas of literature, film, television, photography, and art generate exceptional archives for the representation of work and work cultures. They reveal how contemporary historical interpretations, values, and the politics of work are shaped, they point to their ruptures and contradictions, and they experiment with alternative concepts in aesthetic-fictional spaces. The series accounts for the broad spectrum of epistemological interests outlined above by including a methodological plurality of literary and cultural studies approaches and draws key insights from its multiplicity of perspectives; it collects and frames them, and it thereby contributes to the visibility of cultural studies research.
»Jedes Porträt, das mit Empfindung gemalt ist, ist ein Porträt des Künstlers, nicht dessen, der ihm sitzt. Der ist bloß der Anlass, die Gelegenheit.« Dies behauptet Basil Hallward, der Maler aus Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray, der damit einmal mehr bestätigt, was seit jeher für das Porträt, und nicht nur das gemalte, konstitutiv ist: dass es die Spannung einer Relation ins Bild setzt. Der vorliegende Band spürt dieser Spannung in den unterschiedlichsten Porträt- und Medienkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts nach.
Bildkulturen und Medienreflexionen des Monetären
Bilder des Geldes strömen täglich durch die diversen Medienkanäle – sei es im Print- oder Onlinebereich, in Film-, Fernseh- oder Videoproduktionen. Aufgrund der zunehmenden Immaterialität und Unsichtbarkeit des Geldes sind sie jedoch weniger schlichte Abbildungen, sondern vielmehr Produzenten gesellschaftlicher Vorstellungen von Geld. Die Beiträge dieses Bandes zeigen in ihrer Auseinandersetzung mit Gelddarstellungen, wie sehr letztere auf kulturelle Kontexte geradezu „angewiesen“ sind und inwiefern dadurch eine semantische Aufladung entsteht, die Fragen medienwissenschaftlicher, aber auch sozialer, ökonomischer und genderpolitischer Dimensionen nach sich zieht.
Bezeichnet man im deutschsprachigen Raum eine kulturelle Veranstaltung als »Spektakel«, geht damit oft eine negative Wertung einher. Im Gegensatz dazu zeigt der Band die vielfältigen Begriffsdimensionen, medialen Charakteristika und Funktionen dieser zentralen ästhetischen Kategorie in künstlerischen, epistemischen und politischen Kontexten auf.
Beiträge aus Kunstgeschichte, Philosophie, Film-, Literatur-, Medien-, Tanz- und Theaterwissenschaft setzen sich mit ästhetischen Theorien und Praktiken des Spektakels von der Antike bis zur Gegenwart auseinander. Die behandelten Beispiele reichen von der christlichen Liturgie bis zur Barockoper, von Paulinus von Nola bis Christoph Schlingensief, vom populären Wissenschaftstheater des 19. Jahrhunderts bis zu politischen Funktionen des Spektakulären im südkoreanischen Kino oder dem italienischen Roman, in Alltag und Kunst des Sozialismus sowie der globalen Medienkultur.
Der Band befasst sich unter Rückgriff auf Ansätze der Material Culture Studies mit der Darstellung von Objektwelten, d.h. einzelnen Dingen oder auch Ding-Ansammlungen, im Werk Thomas Manns. In jüngster Zeit erfährt die materielle Seite von Kultur großes Interesse in den Geisteswissenschaften, die insbesondere die Frage nach der Welt der Dinge in den Fokus rücken. Obgleich sich in Thomas Manns Texten eine Vielzahl von Objekten finden lässt, denen als Dingmotiven zentrale Bedeutung zukommt, wurde das Werk eines der größten deutschen Erzähler des 20. Jahrhunderts noch nicht unter Rückgriff auf Ansätze der Material Culture Studies untersucht. Diese Forschungslücke schließt der vorliegende Band und eröffnet damit innovative Perspektiven für die Thomas Mann-Forschung.