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In: Islanded Identities

Abstract

This introduction addresses the key methodological and theoretical issues against which the contributions to this volume have been written. It basically argues that ‘her­itage’ is something which is produced, not simply given. This social construction (and selection) of ‘heritage’ out of a great reservoir of possible historical events, processes, persons and material remnants is not a straightforward matter. The heritagization of some elements of the past and not others is more often than not prone to contestations and negotiations between persons who have different, if not sometimes diametrically opposed interests and aims. What is at stake, then, is not heritage as such, but the politics of (cultural) heritage and an awareness that ‘heritage produces something new which has recourse to the past’ (Kirshenblatt-Gimblett). This introduction also addresses the ‘postcolonial situation’ in the Indian Ocean world, which, with its long history of the mobility of persons and things, has also meant that heritage beliefs, practices and discourses have become “travelling pasts” moving not only in time, but also in space.

In: Travelling Pasts: The Politics of Cultural Heritage in the Indian Ocean World
In: Orakel und Offenbarung
In: Herrscherkult und Heilserwartung
Travelling Pasts, edited by Burkhard Schnepel and Tansen Sen, offers an innovative exploration of the issue of heritage in the Indian Ocean world. This collection of essays demonstrates how the heritagization of the past has played a vital role in processes and strategies related to the making of socio-cultural identities, the establishing of political legitimacies, and the pursuit of economic and geopolitical gains. The contributions range from those dealing with the impact of UNESCO’s World Heritage Convention in the Indian Ocean world as a whole to those that address the politics of cultural heritage in various distinct maritime sites such as Zanzibar, Mayotte, Cape Town, the Maldives, Calcutta and Penang. Also examined are the Maritime Silk Road and the Project Mausam initiatives of the Chinese and Indian governments respectively. The volume is an important contribution to the transdisciplinary fields on Indian Ocean Studies.
Die Götter oder die Gottheit nach der berühmten Frazerschen Definition mit »Magie« zu zwingen, ist das eine Extrem, ihre Befehle und Botschaften passiv und als bloßes Sprachrohr nur zu »channeln« und sich dem auferlegten Schicksal demütig zu unterwerfen, das andere. Zwischen ihnen spannt sich das Feld von Formen auf, in denen Menschen in umgänglichen Kontakt mit jener anderen Welt zu treten suchen. Als geeignetes Medium der Kommunikation kommt dabei nicht nur die gewöhnliche Sprache mit ihren Möglichkeiten zu Klage und Beschwerde, zu Bekenntnis und Dank, zu Zweifel und Rückversicherung, zu Bitten und Beten in Betracht. Vertiefte Wirksamkeit scheint vielmehr von der ins Poetische und Musikalische gehobenen Sprache auszugehn: Lyrik und dichte Prosa, Gesang und Gesinge scheinen Ohr und Mund auf beiden Seiten zu öffnen und zu befreien. Desgleichen die geheimnisvolle, metaphorische und rätselhafte Rede, ja überhaupt das profan Schwer- oder Unverständliche, dessen Endpunkt im Verstummen liegt. Schon mancher Schamane, Seher, Prophet fand sich in dieser Not ... Mit Beiträgen von Aleida Assmann, Jan Assmann, Reinhard Schulze, Léon Wurmser, Bernhard Lang, Raimar Zons, Manfred Schneider, Burkhard Schnepel, Theo Sundermeier und Harald Strohm.
Könige und Herrscher galten über die Zeiten hinweg als schlichtweg außergewöhnliche Menschen. Neben angeborenen Fähigkeiten bei der Staats- und Heeresführung wurden ihnen Heil- und Wunderkraft, übermenschliches Charisma, besondere Gottesnähe, ja eigene Göttlichkeit zugeschrieben.
Das Buch zeigt, wie sich dieses sakrale Königtum gegen alle Alleinvertretungsansprüche der monotheistischen Religionen dauerhaft behaupten konnte. Dabei wird deutlich, dass die alten Zuschreibungen vielfältig fortleben; und dies nicht nur in tradierten Staats-Ritualen, in neu konstituierten realen Königtümern und in Gestalt des höfisch-nostalgischen Gepränges der Regenbogenpresse, sondern auch in den -modernen- Märchen-, Komik-, Fantasy-, Werbe- und Science-Fiction-Welten. In der Poesie lebt die Würde königlichen Sprechens fort, in priesterlichen Moral-Ansprüchen usurpierte königliche Rechtsgewalt. Und nicht zuletzt speisten sich Formen -moderner- Demagogie und Staatspropaganda -obenan die der nationalsozialistischen Führungsclique - aus Momenten überkommenen königlichen Charismas ...
Mit Beiträgen von Jan Assmann, Nicolai Grube, Wolfram Pyta, Manfred Schneider, Burkhard Schnepel, Reinhard Schulze, Harald Strohm, Raphaela von Weichs, Martin Windisch, Raimar Zons.