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This article suggests an understanding of blasphemy as violence that enables us to identify various kinds of injury that can be inflicted by blasphemous acts and artefacts. Understanding blasphemy as violence can take three forms: physical violence, indirect intersubjective violence, and psychological violence. The conditions that allow for an understanding of blasphemy as physical violence depend on very specific religious assumptions. This is different in the case of indirect intersubjective violence that can take effect in social circumstances where certain forms of blasphemy reinforce existing negative stereotypes of believers. The analysis of blasphemy as psychological violence reveals that interpretations according to which believers who take offense to blasphemy are ‘backward’ and ‘unenlightened’ do not suffice to explain the conditions of the insult that is felt by some believers. The article shows that these conditions can be explained by means of Harry Frankfurt’s philosophical theory of caring.

In: Journal of Religion in Europe

This contribution responds to Saba Mahmood’s critique of secularism and uses it for theory development in liberal political philosophy. Building on the work of Rahel Jaeggi I reconstruct selected parts of Mahmood’s works as an immanent critique of secularism as a form of life. I argue that liberal egalitarian political philosophical approaches to religious difference should broaden the focus of social critique. Beyond – but not instead of – formal regulations such as constitutional law and religious accommodation, political philosophy needs to address what Mahmood calls “ethical sensibilities”, and informal social practices and conventions. My considerations are informed by an exploration of the refusal of some pious Muslims to shake hands with someone of the opposite sex, and controversies about this issue in Western-European countries.

In: Sociology of Islam
In: Religion – Gewalt – Terrorismus
In: Ethik und Migration
In: Taking Offense
Ein Beitrag zur Lösung des Motivationsproblems
Zwischen umweltethischen Einsichten und tatsächlichem Tun besteht oftmals eine deutliche Diskrepanz. Umweltethische Kriterien und Normen werden zwar von zahlreichen Personen prinzipiell kognitiv anerkannt - d.h. als sinnvoll und gut begründet beurteilt. Mit dieser Form der Anerkennung ist jedoch offensichtlich noch keine hinreichende motivationale Wirksamkeit verbunden. Dieses Motivationsproblem bringt für die Ethik große Herausforderungen mit sich: Erweist sich die Ethik mit ihrem Versuch, Orientierung für die Praxis zu geben, angesichts des Motivationsproblems als obsolet? Ist von der Ethik überhaupt ein sinnvoller Beitrag zur Förderung ökologisch verantwortlichen Handelns zu erwarten? Die Ergebnisse einer interdisziplinären Analyse der Ursachen des Motivationsproblems legen nahe, dass nur eine Ethik, die neben der normativ-umweltethischen Dimension im engeren Sinne auch sozial- bzw. institutionenethische Elemente enthält und nicht zuletzt die moralische Identität der Handlungssubjekte reflektiert, Aussichten hat, nachhaltig handlungsorientierend zu wirken.
Ethische, rechtliche und politische Aspekte der Biopatentierung
Im Zuge der Entwicklung der modernen Biotechnologie zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts wurde das Patentrecht als wirtschafts- und forschungspolitisches Instrument auch auf den Bereich der belebten Natur ausgedehnt. Diese Entwicklung stößt unter ethischen Aspekten jedoch vielfach auf Bedenken – zahlreiche Fragen werden kontrovers diskutiert: • Bedeutet die Patentierung von Genen eine Kommerzialisierung des menschlichen Körpers? • Kann im Bereich des Lebendigen überhaupt sinnvoll von “Erfindung” gesprochen werden, was für die Erteilung von Patenten erforderlich ist? • Sind die Privilegien (der Forscher, der Züchter) ausreichend, um Monopolisierungen zu verhindern? Derartige Fragen wurden auch durch die EU-Richtlinie über den rechtlichen Schutz biotechnologischer Erfindungen aus dem Jahr 1998 nicht abschließend geklärt. Die Tatsache, dass diese Richtlinie in verschiedenen europäischen Ländern bislang nicht umgesetzt wurde, zeigt zudem, dass auch auf rechtlicher Ebene noch ein erheblicher Klärungsbedarf besteht. In vorliegendem Buch kommen Befürworter der Biopatentierung ebenso wie deren Kritiker zu Wort: Die Beiträger stammen u.a. aus Disziplinen wie Ethik, Politik- und Rechtswissenschaft, der pharmazeutischen Industrie und der Pflanzenzüchtung. Die angefügten Dokumente, die EU-Biopatentierungsrichtlinie und zwei Stellungnahmen der Ethik-Beratergruppe der Europäischen Kommission von 1996 und 2002 sowie ein Glossar vertiefen und erweitern die angestrebte Übersicht